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Das Nebeneinander von Bayerischer Regiobahn und den nostalgischen Schienenbusfahrten zu touristischen Zwecken soll auch nach dem barrierefreien Umbau des Schongauer Bahnhofs möglich bleiben.

Ausbaupläne

Pfaffenwinkelbahn Ende 2021 barrierefrei

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Die Bahn behält sich beim barrierefreien Umbau des Schongauer Bahnhofs die Option der Verlängerung der Pfaffenwinkelbahn zum Schongauer Krankenhaus offen. Auch die Fuchstalbahn wird nicht abgeschnitten. Die Schongauer Station wird bereits 2020 ertüchtigt, die übrigen Bahnhöfe in Richtung Weilheim folgen im Jahr darauf. Das gab die Bahn jetzt bekannt.

Weilheim-Schongau – Zuletzt hatte der Konzern mit dem Datum noch hinterm Berg gehalten, jetzt steht der Zeitplan für den barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe entlang Pfaffenwinkelbahn fest. Die Schongauer dürfen sich freuen: Ihr Bahnhof ist entgegen der ursprünglichen Planungen als erster an der Reihe. 2020 geht es los.

Der 55 Zentimeter hohe, barrierefreie Bahnsteig entsteht nach Auskunft von DB-Regionalsprecher Bernd Honerkamp zwischen Gleis 2 und 3. Die Züge werden künftig planmäßig auf Gleis 3 ein- und ausfahren. Zu dem Bahnsteig gelangen die Fahrgäste auf einem sogenannten Reiseüberweg. Der Bau von Fußgänger-Tunneln oder -brücken sind nach Angaben des Sprechers nicht vorgesehen.

Auf die Entscheidung, wie der barrierefreie Ausbau aussehen wird, hatten viele mit Sorge gewartet. Vor allem die mittlerweile aufgelöste Initiative Fuchstalbahn hatte befürchtet, dass nach einem barrierefreien Ausbau der Schongauer Station die Verbindung nach Norden gekappt und der Kampf für eine Reaktivierung des Schienenpersonenverkehrs zwischen Schongau und Landsberg für immer verloren sein könnte (wir berichteten).

Die Reaktivierung der Fuchstalbahn steht bekanntlich nicht mehr zur Debatte, wohl aber eine Verlängerung der Pfaffenwinkelbahn bis zum Schongauer Krankenhaus. Darauf hat die Bahn in ihrer aktuellen Planung nun auch Rücksicht genommen, bestätigt der Sprecher. Die Verlängerung würde bekanntlich 20 Millionen Euro kosten. Teuer käme dabei vor allem ein neues Stellwerk, das am Schongauer Bahnhof errichtet werden müsste. Ob, wann und von wem Mittel für den neuen Krankenhaushalt bereitstehen, der auch den Schongauer Berufsschülern gelegen käme, steht noch nicht fest.

Freuen dürfen sich derweil bereits die Bahn-Nostalgiker: Den touristischen Schienenbusfahrten auf der Fuchstalbahn steht nach Auskunft des DB-Sprechers auch in Zukunft nichts im Weg. Das dafür benötigte Gleis 4 am Schongauer Bahnhof kann seinen Angaben auch künftig genutzt werden. Die zuletzt vom Bahnpark Augsburg angebotenen Ausflugsfahrten auf der Fuchstalbahn zwischen Landsberg und Schongau waren ein großer Erfolg. Der Veranstalter spielt mit dem Gedanken, sie zu einem dauerhaften touristischen Angebot auszubauen.

Nach dem barrierefreien Ausbau der Station in Schongau will die Bahn 2021 die übrigen Stationen entlang der Pfaffenwinkelbahn in Angriff nehmen: in Peiting, Hohenpeißenberg und Peißenberg. Sollten gegen die Ausbau-Pläne keine Klagen erhoben werden, könnte alles bis Ende 2021 abgeschlossen sein, stellt der Sprecher in Aussicht. Damit würde alles ein Jahr später fertig, als ursprünglich einmal geplant. In Peiting sollte eigentlich schon 2019 mit den Arbeiten begonnen werden (wir berichteten). Wie viel Geld der Konzern in die Hand nimmt, ließ er offen.

Während die Pfaffenwinkelbahn nun also durchgehend behindertengerecht wird, müssen die Fahrgäste in Zukunft mit einem anderen Manko weiterleben. Eine umsteigefreie Verbindung von Schongau nach München bleibt in weiter Ferne. Zuletzt hatte in dem Zusammenhang nun auch der FDP-Politiker Martin Zeil bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) angeklopft und in einem Schreiben einige Vorschläge unterbreitet. Die BEG machte allerdings einmal mehr deutlich, dass zunächst die Elektrifizierung der Pfaffenwinkelbahn nötig ist, die auf sich warten lässt: Im Zuge der „Bayerischen Elektromobilitätsstrategie Schiene“ (BESS) seien bayernweit für eine Elektrifizierung in Frage kommender Strecken bewertet worden, schreibt die BEG Zeil. „Dabei besitzt die Pfaffenwinkelbahn leider nicht die höchste Priorität“, bedauern die BEG-Verantwortlichen.

Auch ein Einsatz der in die Diskussion gebrachten Hybrid-Fahrzeuge mit alternativen Antrieben sei auf absehbare Zeit angesichts der noch nicht vollständig ausgereiften Technologie keine Alternative, heißt es. Gleiches gilt für batteriebetriebene Fahrzeuge, die auf der elektrischen Strecke zwischen München und Weilheim aufgeladen werden könnten.

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