Gepilgert wird auch in Schongau auf der „Via Romea Germanica“. Der Fördervereins-Vorsitzende Thomas Dahms (links), war im Jahr 2018 mit einer Pilgergruppe in Schongau, für die extra eine Stadtführung organisiert wurde.  Foto: Stadt Schongau
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Gepilgert wird auch in Schongau auf der „Via Romea Germanica“. Der Fördervereins-Vorsitzende Thomas Dahms (links), war im Jahr 2018 mit einer Pilgergruppe in Schongau, für die extra eine Stadtführung organisiert wurde. Foto: Stadt Schongau

„Via Romea Germanica“: Auch Schongau profitiert von der Aufwertung

Pilgerweg jetzt anerkannte Kulturroute

Der Pilgerweg „Via Romea Germanica“ hat vom Europarat die Zertifizierung als „Europäische Kulturstraße“ erhalten.

Schongau – Nach einem fünfjährigen Anlauf ist es gelungen, die Kommission der 34 Mitgliedsstaaten des Europarates von der Qualität des Pilgerweges als „Weg der Begegnungen“ zu überzeugen. Die Stadt Schongau ist seit der Gründung des Vereins im Jahr 2009 Mitglied im Verein und freut sich ebenfalls über diese Auszeichnung.

Die „Via Romea Germanica“, die durch den gesamten europäischen Kontinent von Norddeutschland über Österreich durch Italien bis Rom führt, ist damit neben dem „Jakobsweg“, dem „St. Olafsweg“ und der „Via Francigena“ ein weiteres europaweites Angebot zum Pilgern. Die Mitglieder des Vorstands des deutschen Fördervereins „Romweg Abt Albert von Stade“ haben zu diesem Zweck intensiv gearbeitet, haben mit den befreundeten Vereinen in Österreich und Italien 2018 den europäischen Trägerverein „European Association Via Romea Germanica“ gegründet, der den Antrag zu stellen hatte.

Die Wiederbelebung des uralten Pilgerweges, der von Abt Albert von Stade in seinen Reiseaufzeichnungen von 1237 begangen wurde und in seinen Aufzeichnungen, den „Annales Stadenses“ beschrieben wird, ist getragen von dem gemeinsamen Wunsch, eine Brücke in Europa über die Grenzen hinweg zu schlagen.

Der Weg führt in Deutschland durch zwölf abwechslungsreiche Regionen. Er startet in Stade und führt durch die Heide bis Celle, dann durch Ostfalen und über den Harz und Thüringen an der Rhön entlang. Weiter geht er durch das Fränkische Weinland und bei Schweinfurt und Würzburg am Main entlang durch das romantische Franken mit Rothenburg ob der Tauber, durch Donau-Ries mit dem wichtigen Donauübergang Donauwörth, durch das schwäbische Lechfeld, durch Oberbayern mit Schongau und schließlich durch das Werdenfelser Land an der Zugspitze und am Karwendel-Gebirge vorbei.

In Österreich geht es weiter über Innsbruck zum Brenner-Pass. Es geht durch Südtirol und das Tal der Etsch bis Trient, kommt bei Padua an den Po, über Ravenna und den Appenin nach Arezzo ins Tal des Tibers, der auf Richtung Rom weist.

„Auch im Pfaffenwinkel ist der Pilgerweg beschildert, und es kommen immer wieder Pilger, die in Schongau übernachten oder den Pilgerstempel in ihr Pilgerbuch eintragen lassen“, weiß Ursula Diesch von der Schongauer Tourist Information zu berichten.  

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