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Volles Haus im Schongauer Plantsch: Der rekordverdächtige Hitze-Sommer verschafft dem Bad hohe Besucherzahlen. Publikumsmagnet ist dabei die Breitwellen-Rutsche, auf der viele Besucher gleichzeitig rutschen können. 

Vorläufige Plantsch-Bilanz

Rekordzahlen in Bad und Sauna

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Von den heißen Temperaturen dieses Sommers profitieren vor allem die Schwimmbäder. So erreichen zum Beispiel die Besucherzahlen im Schongauer Plantsch neue Rekordwerte – auch in der Sauna.

Schongau – „Es läuft super“, sagt Plantsch-Chef Andreas Kosian. Im Zeitraum zwischen 1. Mai und vergangenem Montag, 20. August, sind insgesamt 78 534 Personen ins Schongauer Bad gekommen. Verglichen mit dem Vorjahr, sind das 4205 Menschen mehr.

Zurückzuführen sei der neue Besucherrekord vor allem auf das Wetter, sagt Kosian: „Für uns ist es am besten, wenn es extrem heiß oder das Wetter sehr schlecht ist. Dann fallen Aktivitäten wie zum Beispiel Radfahren oder Bergsteigen weg, und die Leute kommen zu uns.“ Außerdem gäbe es bei Wetterumschwüngen die Möglichkeit, vom Freibad in die Halle zu wechseln. Gerade Familien, die einen Ausflug planen, komme das entgegen.

Viele gehen in die Sauna

Erstaunlich bei den ohnehin hohen Temperaturen: „Nicht nur im Bad ist einiges los, auch die Sauna boomt“, sagt Kosian. Verwundert sei er darüber zwar schon, er freue sich aber vor allem, dass das Angebot auch bei Sommerhitze angenommen werde.

Dabei ist es oft nicht die Sauna selbst, die die Besucher anlockt, sondern das ganze Drumherum: Abgegrenzt vom Bad gibt es im Saunabereich eine Parklandschaft mit Naturteich zum Abkühlen. Oft höre Kosian von Gästen, dass sie gerne in Ruhe dort liegen und sich erholen. Schließlich sei das in anderen Bädern und Seen oft nicht möglich. Zu überlaufen und zu laut sei es dort vielen.

Insgesamt 9588 Besucher sind zwischen dem 1. Mai und dem 31. Juli in die Plantsch-Sauna gekommen – im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 9482 Besucher. „Das ist ein natürliches Wachstum“, meint Kosian erfreut. „Es spricht sich immer weiter rum, mittlerweile haben wir Saunagäste, die auch aus Orten hinter Augsburg zu uns kommen.“

Die Zahlen aus dem August fallen aus dieser Statistik heraus. Im Vorjahr waren 2222 Besucher in der Sauna, heuer erst 1408.

Warmwasserbecken ist trotz Hitze beliebt

Auch in der Plantsch-Badewelt gibt es bei der diesjährigen Hitze einen besonderen Favoriten bei den Besuchern: das Warmwasserbecken. „Je heißer es draußen ist, desto mehr Leute tummeln sich in dem Becken“, wundert sich Kosian. Obwohl die meisten wohl eigentlich mit dem Ziel kommen, sich abzukühlen, meint er.

Publikumsmagnet ist außerdem die Breitwellen-Rutsche: „Das war die beste Entscheidung, diese Rutsche anzuschaffen“, meint Kosian, denn „da geht was“. Viele Leute können dort schnell runterrutschen. Ein nerviges, langes Anstehen sei nicht nötig. „Gerade im Vergleich zu der alten Rutsche ist das eine deutliche Verbesserung.“

Viele Urlauber kommen ins Plantsch

Auch wenn es heuer keine neuen Attraktionen gab – die Besucherzahlen sind trotzdem gestiegen. Zum Beispiel mache sich im Plantsch bemerkbar, dass immer mehr Touristen in den Pfaffenwinkel kommen: „Im Juli sind fast in allen Bundesländern Sommerferien, deswegen haben wir in dem Monat immer besonders viele Besucher“, erklärt Kosian. Auch die Steigerung im Vergleich zum Vorjahr ist im Juli besonders markant: 2665 mehr Badbesucher und immerhin 57 mehr Saunagäste gab es in diesem Monat. Dass im Juli viele Urlauber ins Bad kommen, lasse sich schon beim Blick auf den Parkplatz feststellen: „Die Autos haben dann fast alle auswärtige Kennzeichen“, meint Kosian.

Außerdem vermutet er, dass aus dem Bereich um den Forggensee heuer einige Leute ins Plantsch gekommen sind, weil der wegen der Sanierungsarbeiten am Staudamm kein Wasser führt und die Leute auf andere Bademöglichkeiten ausweichen.

Defizit bleibt

„Viele glauben, wenn es so viele Besucher gibt, gäbe es kein Betriebskostendefizit mehr – diese Annahme ist allerdings falsch“, erläutert Andreas Kosian. Die Eintrittspreise für die Badegäste sind nicht kostendeckend kalkuliert. Bei mehr Besuchern vergrößert sich das Defizit also. Durch die hohe Sonneneinstrahlung wird unter anderem viel mehr Chlor benötigt, und wegen der vielen Badegäste muss mehr Frischwasser in die Becken geleitet werden. Deshalb sei es auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht erfreulich, dass die Sauna gut angenommen wird. Dort werden Mehrerlöse erzielt.

Noch bis zum Ende der Sommerferien am 10. September geht die Freibadsaison im Schongauer Plantsch.

Auch im Peitinger Wellenfreibad jagt man den Sommerrekord.

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