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Stellten den Sicherheitsbericht für den Landkreis vor: (v.re.) Polizeipräsident Robert Kopp, Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Kopps Stellvertreter Harald Pickert. 

Polizeibilanz

Deutliche Steigerung bei Gewaltdelikten

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4777 Straftaten wurden im vergangenen Jahr im Landkreis Weilheim-Schongau registriert – in Schongau waren es 1689 registrierte Straftaten. Diese Zahlen veröffentlichte die Polizei nun in ihrem Sicherheitsbericht 2016.

Schongau – Besonders stark gestiegen ist die Zahl der Fälle, in denen Gewaltkriminalitätsdelikte verübt wurden: 175 gravierende Gewaltstraftaten hat die Polizei im vergangenen Jahr im gesamten Landkreis registriert, das entspricht einer Steigerung von 38,9 Prozent. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Zahlen für die Polizeiinspektion (PI) Schongau wider, wo die Polizei im Jahr 2015 197 Körperverletzungsdelikte zu bearbeiten hatte, im Jahr 2016 waren es 321.

Auch die Zahl der Sexualdelikte kletterte im gesamten Landkreis auf 42 in die Höhe, das sind 35,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Gestiegen ist auch wieder die Zahl der Wohnungseinbruchsdiebstähle: 55 Fälle wurden im gesamten Landkreis registriert, das sind zwölf mehr als im Vorjahr. Im Bereich der PI Schongau stieg diese Zahl ebenfalls an: von 18 Fällen im Jahr 2015 auf 24 Fälle im Jahr 2016.

4777 Straftaten sind im vergangenen Jahr im Landkreis Weilheim-Schongau registriert worden, im Bereich der PI Schongau waren es 1689. Das sind landkreisweit gesehen 201 Straftaten mehr als 2015 und im Schongauer Bereich 226. Dennoch leben die über 130 000 Menschen im Landkreis laut Landrätin Andrea Jochner-Weiß insgesamt „sehr, sehr sicher“. Zusammen mit dem Präsidenten des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Robert Kopp, stellte Jochner-Weiß am Donnerstagnachmittag den Sicherheitsbericht 2016 vor. Etwa zwei von drei Straftaten wurden laut Statistik aufgeklärt.

Eine Zahl aus dem Sicherheitsbericht rückte sowohl die Landrätin als auch der Polizeipräsident in den Blickpunkt: Mit 3594 registrierten Straftaten pro 100 000 Einwohner steht der Landkreis aus ihrer Sicht nämlich im Vergleich gut da. 4167 pro 100 000 Einwohner sind es im Bereich des gesamten Polizeipräsidiums (neun Landkreise plus die kreisfreie Stadt Rosenheim) und 4785 in ganz Bayern. Nicht enthalten sind in diesen Zahlen die sogenannten ausländerrechtlichen Delikte im Zuge der illegalen Einwanderung.

Auch wenn der Sicherheitsbericht den Landkreis in vergleichsweise gutem Licht erscheinen lässt: Kopp geht davon aus, dass die subjektive Wahrnehmung bei der Bevölkerung anders ist. So wirken sich nach seinen Worten Einsätze bei Asylbewerber-Unterkünften negativ auf das Sicherheitsgefühl der Menschen aus.

Zuwanderer begingen 2016 im Landkreis laut Statistik insgesamt 438 Straftaten. 370 davon ereigneten sich innerhalb von Asylbewerberunterkünften. Während die Zuwanderer bei den Sexualdelikten (mit drei von 42 Fällen) und den Rauschgiftdelikten (mit 16 von 363 Fällen) keine große Rolle spielen, ist ihr Anteil an Rohheitsdelikten (wie Körperverletzung) höher: 231 von 1035 Fällen gehen auf das Konto von Migranten, wobei sich allerdings 156 dieser Fälle – also etwa zwei Drittel – in Asylbewerberunterkünften zutrugen.

Ein Instrument, das das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung erhöhen könne, sei eine ehrenamtliche Sicherheitswacht, so Kopp, wie es sie zum Beispiel schon in Schongau gibt. Die Zahl der polizeilich erfassten Diebstähle sowie der Vermögens- und Fälschungsdelikte ging 2016 im Landkreis Weilheim-Schongau zurück. Die Einbruchs- und Diebstahlsdelikte insgesamt stellen auch im Bereich der PI Schongau den größten Teil begangenen Straftaten dar, es sind aber auch hier weniger Fälle dieser Straftaten geworden als im Vorjahr: 2016 wurden 454 Delikte dieser Art angezeigt, 2015 waren es noch 487.

Bei den Rauschgiftdelikten verzeichnet die Polizeiinspektion Schongau eine Steigerung: Im Jahr 2015 wurden 59 Delikte, im Jahr 2016 127 Delikte bearbeitet. Im gesamten Landkreis waren es 363.

Ein Problem für die Polizei sind Betrügereien, bei denen Senioren die Opfer sind. Nachdem die „Enkeltrickbetrüge“ eingedämmt worden seien, sagte Kopps Stellvertreter Harald Pickert, sei mit falschen Polizeibeamten die nächste Masche aufgetaucht. Mit einer Kampagne unter dem Titel „Solange es noch was zu erben gibt“ möchte die Polizei das familiäre Umfeld von Senioren dazu animieren, diese vor Betrügern zu warnen. Das Projekt soll auch über das soziale Netzwerk Facebook laufen.

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