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Polizeireport

Tumulte in Schongau: Asylbewerber schlägern und stechen zu

Am Karfreitagmorgen gegen 1.45 Uhr gingen bei der Polizeiinspektion Schongau mehrere Meldungen über eine größere Schlägerei im Bereich der OMV-Tankstelle in Schongau ein. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte lag eine Person blutend am Boden. Die anderen gingen immer noch äußerst aggressiv verbal aufeinander los.

Schongau – Ersten Erkenntnissen zu Folge gerieten die zwei Gruppen von jeweils drei Asylbewerbern aufgrund von Religionsunterschieden aneinander. Dabei schlug ein 34-jähriger Iraner einem 16-jährigen Afghanen eine Bierflasche auf den Kopf. Der Getroffene ging kurz darauf zu Boden und musste später ins Schongauer Krankenhaus eingeliefert werden.

Ein 30-jähriger Iraner erlitt bei der Auseinandersetzung eine kleine Schnittverletzung am Finger, die aber vor Ort ambulant behandelt werden konnte.

„Die Situation konnte erst mit Unterstützungskräften von benachbarten Dienststellen beruhigt werden“, teilte ein Sprecher der Schongauer Polizei mit. Zwei Beteiligte seien in Gewahrsam genommen worden, nachdem sie die Polizeikräfte angegangen hatten oder einem Platzverweis nicht nachkamen. Von den Einsatzkräften wurde keiner verletzt.

Alle Beteiligten an der Auseinandersetzung waren zum Teil erheblich alkoholisiert. Alko-Tests ergaben Werte zwischen 0,8 Promille und 1,98 Promille. Entsprechende Strafverfahren, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, wurden eingeleitet. „Die Ermittlungen zu den genauen Tatabläufen dauern noch an“, heißt es im Polizeibericht.

Messerattacke mit blutigen Folgen

Bereits am Gründonnerstag war es gegen 10.40 Uhr in der Asylbewerberunterkunft in Schongau-Ost zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen, die in einer gefährlichen Körperverletzung endete. Los ging es damit, dass ein 23-jähriger Somalier in seinem Zimmer randalierte. Ein 24-jähriger Iraner ging daraufhin in das Zimmer des Somaliers. Dabei kam es dann zunächst zu einem verbalen Streit, der dahingehend eskalierte, dass der Somalier ein herumliegendes Messer nahm und zustach.

„Der Iraner konnte ausweichen, so dass er nur am Arm von dem Messer getroffen wurde“, so die Ermittlungen der Polizei. Der Iraner erlitt dennoch eine zwei Zentimeter tiefe Stichwunde am Unterarm, die dann im Krankenhaus in Schongau versorgte wurde.

Der Somalier wurde festgenommen und noch am Karfreitag dem Haftrichter in München vorgeführt. „Inwieweit ein tätlicher Angriff von Seiten des Iraners vor der Messerattacke vorlag, müssen die weiteren Ermittlungen ergeben“, sagte ein Polizeisprecher.

Von Michael Gretschmann

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