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Mit einem schwarzen Porsche 911 war der Raser unterwegs.

Saftige Strafe

Porsche-Fahrer rast mit Tempo 188 in 50er-Zone an Baustelle

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Ein einschlägig bekannter Raser aus Garmisch-Partenkirchen ist mit seinem Porsche mit Tempo 188 in einer Baustelle bei Schongau geblitzt worden - erlaubt waren 50 km/h. Die strafe wird drastisch ausfallen.

Schongau – Am Mittwoch war auf der Lechtalbrücke an der Schongau-Peitinger Umfahrung eine Baustelle, das Geländer wurde ersetzt. Weil aus diesem Grund Tempo 50 galt, baute die Verkehrspolizei Weilheim eine Geschwindigkeitsmessung auf. Gegen 9 Uhr trauten die Beamten ihren Augen nicht: Ein schwarzer Porsche 911 mit Garmischer Kennzeichen rauschte aus Richtung Peiting heran und wurde mit 188 km/h geblitzt. 

„Die Geschwindigkeit wird nicht zum Spaß reduziert, da sind Bauarbeiter unterwegs“, sagte Hubert Schwaiger, Leiter der Verkehrspolizei, kopfschüttelnd. Damit nicht genug: Der Porschefahrer missachtete die Anhaltezeichen der Beamten und umfuhr mit weiterhin hoher Geschwindigkeit die Kontrollstelle. Zu guter letzt beobachteten die Polizisten noch, wie der Porsche-Fahrer im weiteren Verlauf kurz vor der Kuppe noch ein anderes Auto gefährlich überholte. 

Weil eine Verfolgung zwecklos gewesen wäre, ging ein Fahndungsaufruf raus – und der war rund zwei Stunden später erfolgreich. Eine Streife der Polizeiinspektion Schongau entdeckte den auffälligen Wagen in Peiting, dort gab es kein Entkommen mehr. Laut Schwaiger handelt es sich bei dem Fahrer um einen 44-jährigen Geschäftsmann aus Garmisch-Partenkirchen, „der wegen zahlreicher Verkehrsdelikte bereits polizeilich bekannt ist“. Nun sucht die Verkehrspolizei (Te. 0881/640302) Zeugen, die den Vorfall an der Lechtalbrücke beobachtet haben oder an anderer Stelle gefährliche Fahrmanöver des Porsche-Fahrers gesehen haben. „Das ist für uns zur Absicherung wichtig, auch wenn wir denken, dass auch unsere Erkenntnisse reichen“, so Schwaiger. Den Fahrer erwartet ein Bußgeld von rund 1500 Euro und ein dreimonatiges Fahrverbot. 

Damit nicht genug. Laut Schwaiger wird bei solchen Fällen auch das zuständige Landratsamt - in diesem Fall Garmisch-Partenkirchen -  informiert. „Dort wird geprüft, ob der Fahrer charakterlich überhaupt geeignet ist, ein fahrzeug zu führen.“ es könnte sein, dass er seinen Führerschein nur nach einer MPU-Untersuchung zurückerhält.

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