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Für das Prüfungsessen an der Pfaffenwinkel-Realschule waren zuständig: (hinten v.l.) Lukas Lachmayr, Johanna Baab, Anna-Maria Wörz, Fransziska Lautenbacher, Sarah-Lea Erhard, Robert Mayr und Maria Benedek sowie (vorn v.l.) Charlotte Hoffmann, Anna Lena Gebhardt und Marion Keller.

Prüfungsessen an der Realschule

Ziegenkäse im Speckmantel

Diese Prüfung an der Schongauer Realschule ließ einem das Wasser im Mund zusammen laufen. Der Hauswirtschaftszug trat mit schmackhaften Kreationen an.

Schongau – Ob Ziegenkäse im Speckmantel, Lachs im Crepeteig oder Lachstartar auf Roter Beete – schon allein die Vorspeisen ließen den Gästen in der Schulküche der Schongauer Pfaffenwinkel-Realschule das Wasser im Mund zusammenlaufen. Heuer erstmal in appetitanregender Buffetform präsentierten Schüler der Klasse 10e des Hauswirtschaftszuges Vor-und Nachspeisen beim jährlichen Prüfungsessen ihren zehn Gästen.

Die sieben Mädchen und zwei Jungs zwischen 15 und 17 Jahren hatten den ganzen Vormittag gekocht, gebacken und die beiden Tische einladend gedeckt. Rot umrandete Platzteller und in rot gehaltenes Blumengesteck luden zum fleischhaltigen, korbgeflochtene Platzteller und grünweiße Blumen zum vegetarischen Menü ein. Schmunzelnd stellten die Gäste fest, dass sich recht schnell fast klischeehaft die fünf Männer beim Fleisch und die fünf Frauen beim vegetarischen Tisch eingefunden hatten.

Doch nicht nur die Präsentation, sondern auch die zubereiteten Speisen selbst waren fein geraten. Ob Gemüsepiccata mit Reis oder Kräuterschnitzel mit gefüllter Zuccini und Petersilienkartoffeln – allseits waren lobende Worte zu hören. Gern probierten die Gäste, bestehend aus Mitgliedern des Elternbeirates, Schulleiter Armin Eder und Markus Kölsch (von der Schulleitung) und Kreisrechnungsprüfer Heinz-Günther Hetterich, der in Vertretung von Landrätin Andrea Jochner-Weiß gekommen war, die fruchtigen Nachspeisen aus Erdbeere, Himbeere oder Rhabarber. Ein Kuchenbuffet mit Windbeuteln, Kuchen und einer Haselnusstorte begleitete den abschließenden Kaffee.

„Die Richtung Hauswirtschaft wird bei den Schülern sehr gerne angenommen“, sagte Lehrerin Maria Benedek. Die Nachfrage sei sogar so groß, dass sie sich eine zweite Schulküche vorstellen könnte, da der Belegungsplan gar zu vollgepackt sei. Die Schüler, die mit sehr viel Freude am Werk waren, stellten sich nach dem Dessert vor. Und obwohl das Prüfungsessen durchaus Restaurantqualität hatte, war bei den Berufswünschen der Jugendlichen – vorerst – kein Koch dabei. Einige gehen weiter auf die Fachoberschule, andere möchten Erzieherin, Feinmechaniker oder Verwaltungsangestellte werden. Wenn alle Schüler des Hauswirtschaftszuges ihre praktische Prüfung abgelegt haben, steht noch die schriftliche Prüfung an. 

Myrjam C. Trunk

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