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Noch ist die Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer über den Lechkanal nicht freigegeben.

Radwegverbindung zwischen Peiting und Schongau

Fußgängerbrücke als Dauer-Lösung?

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Die Behelfsbrücke am Schongauer Lechkanal ist wegen Problemen mit der engen Zufahrt derzeit in aller Munde. Deutlich weniger spektakulär ist dagegen ein zweiter Übergang, den das Staatliche Bauamt nur wenige Meter weiter geschaffen hat. Die Brücke für Rad- und Fußgänger rückte jetzt in den Fokus des Peitinger Gemeinderats.

Peiting/Schongau– Es war Gunnar Prielmeier (SPD), der die Aufmerksamkeit des Peitinger Gremiums am Ende der jüngsten Sitzung auf die kleine Behelfsbrücke lenkte, die seit Kurzem den UPM-Kanal nördlich der Peitinger Straße am Schongauer Ortseingang überspannt. Gedacht ist sie für Radfahrer und Fußgänger, die während des Neubaus der Kanalbrücke an der Peitinger Straße selbige nicht nutzen können. Ginge es nach Prielmeier, dann bliebe das Bauwerk nicht nur ein Provisorium während der Bauzeit. „Das wäre doch auch in Zukunft die optimale Lösung für die Rad- und Fußwegverbindung zwischen Schongau und Peiting“, fand der SPD-Gemeinderat. Nicht nur, dass die Radfahrer und Fußgänger so einen eigenen Übergang über den Lech hätten, argumentierte Prielmeier. Auch der Weg selbst wäre sicherer, so der SPD-Stadtrat. Denn der führt während der Bauphase nicht entlang der Peitinger Straße, sondern nördlich der Häuser entlang des Lechs. Erst kurz vor der Lechbrücke führt die Verbindung zwischen Haus Nummer sieben und neun zurück zur Straße.

Doch was sagt man in Schongau zu der Idee aus der Marktgemeinde? Schon 2015 hatte sich der Bauausschuss der Stadt mit einer Verbesserung der Radwegverbindung nach Peiting beschäftigt. Grund war die vom Staatlichen Bauamt geplante Sanierung der Staatsstraße vom Loamer Stichl bis zur Lechbrücke. Damals konzentrierten sich die Überlegungen allerdings allein auf Verbesserungen entlang der Peitinger Straße. Eine neue Verbindung am Lech war kein Thema. Doch das hat sich zwischenzeitlich geändert. „Wir sind gerade dabei, alle möglichen Varianten zu prüfen“, sagt Stadtbaumeister Sebastian Dietrich auf Anfrage der SN. Darunter sei auch jene Trasse nahe des Flusses, wie sie jetzt als temporäre Lösung während der Kanalbrückenbauzeit genutzt werden soll. Allerdings sei man noch in einem frühen Stadium der Planung, bremst Dietrich. Einen Favoriten gebe es daher noch nicht. Der aktuelle Stand soll voraussichtlich in der übernächsten Sitzung des Stadtrats vorgestellt werden. Weil noch nichts entschieden ist, ist das Provisorium für den Stadtbaumeister ein willkommener Testlauf, der zeigen kann, ob die Verbindung hinter den Häusern überhaupt im Alltag funktioniert.

Frisch asphaltiert: Der Weg entlang des Lechs wurde extra hergerichtet.

Mit im Boot bei der Planung sitzt auch das Staatliche Bauamt, das für die Staatsstraße verantwortlich zeichnet. Dort ist man für alle Varianten offen, wie Andreas Lenker, zuständig für den Bereich Straßenbau, erklärt. Für die Variante am Lech bräuchte es die Zustimmung des Wasserwirtschaftsamtes, das den Weg auf Freistaat-Grund für die Bewirtschaftung nutze. Ob die Behörde mitspiele, müsse man sehen. Die Brücke jedenfalls könne ohne Weiteres als dauerhafte Lösung bestehen bleiben. Problematisch sieht Lenker eher die Frage, ob die Verbindung dort auch angenommen werde. Für Freizeitradler sei sie sicher gut geeignet. „Die sind lieber abseits der Straße unterwegs.“ Im Alltag spiele aber auch der Sicherheitsaspekt eine wichtige Rolle. In der Dunkelheit könnten viele den Weg aus Angst meiden. „Das muss alles berücksichtigt werden.“

Noch ist genügend Zeit für die Entscheidung. Die Sanierung der Peitinger Straße, in deren Zug auch die Zufahrt zu UPM neu geregelt wird, startet erst nach dem Neubau der Kanalbrücke. Der ist frühestens im Herbst 2019 abgeschlossen. In Peiting, so viel steht fest, werden sie die Entwicklung genau verfolgen.

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