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Resolutionsübergabe an den Wirtschaftsminister (v.l.): Hans Schütz, Renate Müller, Irmgard Schreiber-Buhl und Hubert Aiwanger. 

Reaktivierungs-Resolution übergeben

Aiwanger zur Fuchstalbahn: Touristen sitzen lieber im Zug als im Bus

  • Jörg von Rohland
    vonJörg von Rohland
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Eine Resolution zur Reaktivierung der Fuchstalbahn haben die Befürworter gestern in Asch (Gemeinde Fuchstal) an Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger übergeben. Er machte der Initiative Hoffnung. 

Fuchstal – Es dauerte zwar nur ein paar Minuten, aber die Botschaft war klar: Die „willkürlichen Hürden“ für die Reaktivierung der Fuchstalbahn sollen verschwinden, „wir brauchen dringend Unterstützung durch Sie“, appellierten Irmgard Schreiber-Buhl und Renate Müller gestern an Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

Der stellvertretende Ministerpräsident war gemeinsam mit Bayerns Bund-Naturschutz-Chef Richard Mergner auf einer Besichtigungstour im Fuchstal unterwegs. Im Haus der Begegnung ging es um die Projekte, mit denen die Gemeinde zur Energiewende beiträgt, davor warteten zunächst aber die Fuchstalbahner mit ihren grünen T-Shirts und dem bekannten Transparent.

Resolution zählt noch einmal alle Vorteile der Fuchstalbahn auf

Zusammen mit der Projektgruppe Mobilität des Bürgerforums Buntes Fuchstal übergaben sie Aiwanger eine Resolution,in der noch einmal alle Vorteile der Fuchstalbahn aufgezählt werden.

Der Wirtschaftsminister hatte sich offenbar gut auf den Termin vorbereitet. Er sprach von einem „sehr umstrittenen Projekt“ und verwies einmal mehr auf die 1000 Personen, die pro Tag und Kilometer auf der Strecke unterwegs sein müssten, damit sie überhaupt ein Reaktivierungskandidat werden kann. Wie die meisten CSU-Vertreter innerhalb der Staatsregierung brachte auch Aiwangereinen Bus ins Spiel, der die Verbindung Schongau-Landsberg auf der Bundesstraße 17 ebenfalls bedienen könnte. „Ich sehe aber auch den touristischen Zweck“, gab der FW-Politiker zu. „Und ich glaube, dass sich die Touristen lieber in sowas reinsetzen als in einen Bus“, sagte er mit Blick auf die Fuchstalbahn.

Beim BN-Chef offene Türen eingerannt

Bei BN-Chef Mergner liefen die Fuchstalbahner erwartungsgemäß offene Türen ein. Er forderte nicht nur eine Reaktivierung der Strecke, sondern auch gleich eine Elektrifizierung.

Positive Signale auch vom Bürgermeister

Arbeitskreis und Projektgruppe waren letztlich zufrieden. Vor allem auch, weil sie beim Fuchstaler Rathauschef Erwin Karg positive Signale für eine Reaktivierung ausgemacht haben wollten. Der nächste Schritt ist jetzt ein runder Tisch, bei dem voraussichtlich im September den beteiligten Kommunen ein Eckpunktepapier zur Reaktivierung der Bahnstrecke vorgestellt werden soll (wir berichteten).

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