Diese Absolventen der Pfaffenwinkel-Realschule haben eine Abschlussnote von 1,5 und besser erreicht.
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Diese Absolventen der Pfaffenwinkel-Realschule haben eine Abschlussnote von 1,5 und besser erreicht.

In Schongau

Schulabschluss: Pfaffenwinkel-Realschule feiert Gottesdienst mit Zeugnisübergabe im Eisstadion

  • Elena Siegl
    VonElena Siegl
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Ihre Abschlussfeier hat die Pfaffenwinkel-Realschule Schongau heuer in einen Gottesdienst im Schongauer Eisstadion integriert, um alle derzeitigen Corona-Auflagen erfüllen zu können.

Schongau – „Wir sind einmalig“, sagte Realschulleiter Armin Eder: Weil die Absolventen nach besonders schwierigen eineinhalb Jahren in würdigem Rahmen verabschiedet werden sollten, hatte sich die Pfaffenwinkel-Realschule dazu entschieden, die Abschlussfeier in einen Gottesdienst zu integrieren – auch, weil so mehr Personen zugelassen waren. Das mit Blumen geschmückte Schongauer Eisstadion bot genug Platz, um den Abstand von 1,5 Metern einhalten zu können.

„Fast 400 Personen, die zusammen in einem Raum feiern, dürfte es in Bayern nicht noch einmal geben“, so Eder. Alle Schulklassen, ihre Familien, zahlreiche Ehrengäste und Lehrer kamen so zusammen. Das sei nur möglich gewesen, weil der TSV Schongau und die Kirche sofort begeistert waren, so Eder.

Stadtpfarrer und Ministrantinnen ziehen zu „Jesus Christ Superstar“ ins Eisstadion ein

Musik des Rockmusicals „Jesus Christ Superstar“ dröhnte aus den Boxen, als Stadtpfarrer Norbert Marxer zusammen mit zwei Ministrantinnen ins Eisstadion einzog. Man sei an einem ungewöhnlichen Ort für eine Abschlussfeier sowie für einen Gottesdienst zusammengekommen, stellte Marxer in seiner Predigt fest. „Aber es ist kein schlechter Ort.“ Und es gebe schließlich ein wichtiges Ereignis, das gefeiert werden müsse: „Ihr habt es geschafft“, gratulierte Marxer den 121 Absolventen der Pfaffenwinkel-Realschule.

Besonderer Ort für einen Gottesdienst: Im Schongauer Eisstadion feierten rund 400 Personen den Abschluss der Realschüler.

Mühe und Anstrengungen in den vergangenen Jahren hätten sich gelohnt. „Ihr könnt stolz sein“, sagte Marxer, „und erfüllt von Dankbarkeit für die Hilfe und Unterstützung, die ihr auf dem Weg erhalten habt.“ All’ das gelte für jeden einzelnen Schüler – ganz egal, welche Noten letztendlich im Zeugnis stehen.

Abschlussfeier der Pfaffenwinkel-Realschule: Fürbitten und Predigten statt Reden

Statt Reden zu halten, formulierten Schüler Fürbitten und lasen die „Goldene Regel“ („behandle andere so, wie Du von ihnen behandelt werden willst“) aus verschiedenen Epochen, Religionen und Philosophien vor.

Auch Rektor Armin Eder nahm diese in seiner als Predigt formulierten Abschlussrede auf: Die „Goldene Regel“ bewähre sich weiterhin, sie fange „bei jedem selbst an, also auch bei mir, und wirkt nur durch solides Vorleben“, so Eder.

Aus diesem Grund bitte er bei Schülern, Kollegen und Eltern um Entschuldigung für die Anstrengungen und Auflagen der vergangenen eineinhalb Jahre, die er eingefordert hatte – von Homeschooling bis Maskenpflicht. Nach der Pandemie gelte es jetzt, einen Neustart hinzulegen, um Verzeihung zu bitten und sich gegenseitig zu vergeben.

Pfaffenwinkel-Realschule: 37 Absolventen haben ein Einser-Zeugnis

Anschließend ging es zur Zeugnisübergabe: Weil das klassische Händeschütteln zum Gratulieren Corona-bedingt freilich nicht möglich war, verbeugte sich Eder kurz vor jedem der Absolventen. Die meisten Schüler taten es ihm gleich.

Die besten Absolventen des technischen (Marcus Hampel), sprachlichen (Martyna Jurewicz), hauswirtschaftlichen (Lilly Weiß) sowie kaufmännischen Zweigs (Magdalena Kees) wurden mit Preisen ausgezeichnet, die ihnen von Kerstin Giebel (Hoerbiger), Stephanie Weiser (Frank Hirschvogel Stiftung) und Michael Marksteiner (stellvertretender Landrat) überreicht wurden.

Marcus Hampel und Martyna Jurewicz waren mit einem Notendurchschnitt von jeweils 1,10 insgesamt die besten Absolventen. Eine eins hatten gleich 37 Schüler vor dem Komma stehen.

Am Ende des Abschlussfeier-Gottesdienstes sammelten die Absolventen noch Geld für die Flutopfer ein.

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