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Gelungene Präsentation: Die Schüler überzeugten die Unternehmer, die für das Projekt Räume zur Verfügung stellen wollen.

Reaschul-Projekt „Schüler-Café“ 

Jetzt fehlt nur noch ein Betreiber

Das Realschul-Projekt „Schüler-Café“ in Schongau meldet einen ersten Teilerfolg. Mehrere Unternehmen, die Know How und Immobilien zur Verfügung stellen könnten, stehen bereit. Jetzt fehlt nur noch ein Betreiber für das Café.

Schongau Einen ersten Teilerfolg verzeichnete jüngst das Realschul-Projekt „Schüler-Café“, dessen 25 Schüler auf Anregung des Vereins „Schongau belebt“ ein Unternehmen von Anfang an entwickeln, gründen und ausführen sollen (wir berichteten). Bei einer ersten öffentlichen Vorstellung des Projektes kamen zwei Unternehmer (drei weitere hatten kurzfristig abgesagt, davon zwei Bäckereien) in die Bildungseinrichtung, die Know-How und Immobilie zur Verfügung stellen könnten. Allein ein Unternehmer, der das Schülercafé letztlich betreibt, ist noch zu finden.

Die Präsentation der Schüler kam bei den beiden anwesenden Firmeninhabern sehr gut an. „Das war sehr professionell. Hut ab!“ , sagte Peter Weinhold insbesondere in Richtung der Vortragenden Jamin Link, Thomas Luilz, Sebastian Blum und Vivian Kreuzburg. Er bot dem Projekt die Räume einer Gaststätte in der Christophstraße an. Eine Ortsbegehung soll zeigen, ob die Schüler darin Bubble-Tea, Frozen Joghurt, Cup-Cakes, Snacks und Getränke anbieten und somit die Idee umsetzen können, innerhalb eines halben Jahres zu zeigen, ob sie das Schüler-Café rentabel betreiben können. Auch Getränke sollen natürlich angeboten werden.

Und wenn es um Kaffee geht, gibt es für die Schüler das, was normalerweise eigentlich das Teuerste ist – das Know-How – umsonst. Und zwar von einem Kaffeerösterprofi: Martin Hülsmann aus Wielenbach. Hülsmann, von Beruf freier Kaffeeröster und Rösttrainer, bot den Schülern an, zu zeigen, wie man mit Profi-Kaffeemaschinen hantiert, um die verschiedenen Köstlichkeiten wie Cappuccino oder Latte Macchiato herzustellen. Besonders dann, wenn der Andrang der Kundschaft groß ist. Er bot den Schülern auch an, an einem Tag in der Aula einen Testlauf zu veranstalten; inklusive Verkostung verschiedener Röstungen, um jene herauszufinden, die bei den Jugendlichen am besten ankommt. Ein Termin dafür ist für den Monat März angedacht. In den Ferien will überdies eine Schülergruppe mit dem Zug nach Augsburg fahren, um dort ein entsprechendes Geschäft zu besichtigen, in dem bereits das gewünschte Sortiment angeboten wird.

Gesucht sind für das Projekt nun noch interessierte Unternehmer, die den Schritt mit den Schülern gehen wollten. Das Projekt biete für alle Beteiligten Vorteile, so Andrea Puzzovio vom Verein „Schongau belebt“: Der Unternehmer profitiert von der Öffentlichkeitsarbeit des Projektes, und den Schülern ermögliche es, ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit zu entwickeln und von der „einzigartigen, realen Praxiserfahrung“ und dem Lösen komplexer Fragestellungen zu profitieren. Denn die Schüler sollen an möglichen laufenden Aufgaben (in Absprache mit allen Beteiligten) wie Einkauf, Verkauf, Buchführung/Controlling sowie Marketing/Werbung teilnehmen.

Das Schüler-Café soll laut der Präsentation von Montag bis Donnerstags von 13 bis 18 Uhr und an den Freitagen von 13 bis 21 Uhr geöffnet sein. Dabei werden sie von Lehrer und Unternehmer als ständige Ansprechpartner sowie durch verschiedene Spezialisten von dem Verein „Schongau belebt“ begleitet werden. Erwirtschaftet werden muss mindestens die Miete, das Ziel sei es jedoch, so Andreas Schnaubelt, dass ein Gewinn erwirtschaftet wird, der dann auch an die Schüler ausgeschüttet werden soll. Nach sechs Monaten muss der Unternehmer dann entscheiden, ob er das Schüler-Café mit eigenem Personal weiter betreiben will oder nicht. Der Gesamtkapitalbedarf wurde mit 36 500 Euro Eigenkapital errechnet. Interessierte Unternehmer können sich bei post@schongau-belebt.de melden.

Myrjam C. Trunk

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