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Eric Meier aus Ingenried mit einem Spielzeug-Mähdreschher.

Jugend forscht

Nach langem Tüfteln: Realschüler entwickelt einen Rehkitz-Retter am Mähdrescher

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Erik Meier kennt Mähdrescher. Er hilft selbst auf dem Feld beim Ernten. Eine Situation beim Mähen lässt ihn Grübeln - und zum Erfinder werden.

  • Wie können Tiere vor dem Mähwerk einer Erntemaschine gerettet werden? 
  • Darüber hat sich der elfjährige Erik Meier aus Ingenried im Vorfeld des Wettbewerbs „Jugend forscht“ den Kopf zerbrochen. 
  • Der Realschüler ist einer von 68 Jugendlichen, die sich – begleitet von Lehrern und der Firma Hoerbiger als Patenunternehmen – neue Wege zu denken trauen.

Schongau/Ingenried– Erik Meier hilft beim Mähdreschen auf dem Feld. Zwei Meter vor dem Mähwerk springen plötzlich zwei kleine Rehkitze aus dem Gras. Es ist eine Sache von Sekunden. Die Kitze haben Glück gehabt. „Hätten wir keine Spuren im Gras gesehen, wären sie übermäht worden.“

Ein Moment, der Erik Meier lange Zeit beschäftigen soll. Als sich der elfjährige Schüler aus Ingenried an der Pfaffenwinkel-Realschule für das Wahlfach „Jugend forscht“ bewirbt, hat er bereits eine Idee im Kopf: Er will Tiere retten, die durch das Mähwerk einer Erntemaschine unentdeckt verletzt oder getötet werden könnten.

Rehkitz wird aufgenommen und im Netz transportiert

Nach langem Tüfteln mit seinem Betreuungslehrer ist das Rehkitz-Rettungssystem entwickelt: Ein Gestell mit Netz, das vor dem Mähwerk des Traktors befestigt wird. Der Sensor im System ist eine Wärmebildkamera. „Die erkennt das Tier und dann fährt das Gestell runter“, schildert Erik, wie das Ganze funktionieren soll. Und das Rehkitz? „Das wird während der Fahrt aufgenommen und im Netz transportiert.“

Video: Jäger Walch rettet kleine Rehkitze vor dem Mähdrescher

Ob das System wirklich funktioniert, steht noch nicht fest

Funktioniert das auch wirklich? „Das weiß ich noch nicht“, erklärt Erik freiumwunden. „Ich habe ja keinen eigenen Traktor.“ Denn Erik ist nicht etwa wie zu vermuten selbst Landwirt. Sein großes Hobby ist es vielmehr, bei einem Landwirt aus Ingenried auf dem Hof mitzuhelfen. Er hilft melken. Fährt beim Mähen mit. „Am liebsten würde ich selber den Job machen“, träumt der junge Forscher.

Modell im Maßstab 1:32

Seine Träume vom Kitz-Schutz-Netz hat er in der Schule und zuhause erstmal an einem Modell entwickelt – an einem Sico-Traktor im Maßstab 1:32. Das Vorzeige-Modell, mit dem Erik Meier am kommenden Dienstag beim Wettbewerb in der Region „Voralpenland“ an den Start geht: Das muss er erst noch basteln. „Aber das geht relativ schnell.“ Ein Erfinder weiß: Der Weg von der Idee zum Modell, das ist es, was es zu bewältigen gilt.

Wichtig ist: „Es hat richtig Spaß gemacht.“

Den ersten großen Schritt ist Erik schon gegangen. Er hat es sich getraut, eine Idee zu Papier zu bringen, durchzurechnen, zu basteln. Vom Gedanken zum Modell. Ob er sich gute Chancen ausrechnet? „Mittelgut“, sagt der Elfjährige, gibt sich bescheiden. Wichtig ist: „Es hat richtig Spaß gemacht.“ Über solch innovative Jung-Landwirte darf man sich im Landkreis jedenfalls jetzt schon freuen.

Auch interessant:

Fünftklässler experimentieren in der Forscherklasse der Pfaffenwinkel-Realschule Schongau. Die Schüler sollen neugierig werden auf Fächer aus der MINT-Gruppe.

Warum fällt das Brot auf die Marmeladenseite? Dass sie bei Jugend forscht dabei  waren, hatten Emma Heck (12) und Leon Braunegger (11) gewissermaßen einem Missgeschick zu verdanken.

Mehr Aktuelles aus der Region lesen Sie hier.

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