Kennen ihre Schongauer Pappenheimer: Das Team der Schongauer Sicherheitswacht um Heidi Schrödl (rechts).
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Kennen ihre Schongauer Pappenheimer: Das Team der Schongauer Sicherheitswacht um Heidi Schrödl (rechts).

Immer wieder ein Problem: Vermüllung, Vandalismus und laute Autos

Ruhiges Jahr für die Schongauer Sicherheitswacht

  • Elke Robert
    vonElke Robert
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Ein recht ruhiges Jahr hat die Schongauer Sicherheitswacht hinter sich – trotz Corona, oder vielleicht auch wegen der Pandemie. Und die Akzeptanz ist gut, weshalb in den meisten Fällen eine freundliche Aufforderung oder Mahnung reicht. Immer wieder ein Problem: Vermüllung, Vandalismus und laute Autos.

Schongau – „Meine Anerkennung, dass die Sicherheitswacht trotz Corona weiterhin auf Streife gegangen ist.“ Ausdrücklich lobt René Kießlich, Ausbildungsleiter für die Sicherheitswacht bei der Schongauer Polizei, das siebenköpfige Team. Damit hätten die Mitglieder ihr Engagement ganz vorne angestellt, bis auf eine kurze Unterbrechung, seien alle durchgehend im Einsatz gewesen.

„Das Jahr war natürlich geprägt durch Corona“, meint Kießlich. Vor allem sei das Team der Sicherheitswacht dabei aber Ansprechpartner für die Bürger gewesen, an einen wirklich herausragenden Einsatz in Zusammenhang mit Corona kann er sich gar nicht erinnern. „Klar gab es Coronaverstöße oder Verstöße gegen Infektionsschutzauflagen“, aber diese gaben die Mitglieder der Sicherheitswacht dann auch gleich an die Polizeiinspektion ab, und die Beamten kümmerten sich darum.

Dies sei nicht zuletzt beim Einsatz am Lido wegen einer nicht erlaubten Abifeier so gewesen (wir berichteten). „Da ist die Sicherheitswacht in den Fokus geraten, aber das war in Ordnung so.“ Und natürlich sei es wegen Corona heuer auch viel ruhiger gewesen als in anderen Jahren. „Es waren weniger Leute unterwegs allein schon durch die Kontaktbeschränkungen und Ausgangsbestimmungen“, resümiert Kießlich.

Auch Heidi Schrödl und das Team der Schongauer Sicherheitswacht ist im Rückblick recht zufrieden. Die vier Männer und drei Frauen haben ihre „Hotspots“, die sie regelmäßig zu Fuß oder mit dem Auto besuchen wie Spielplätze, den Grillplatz in der Lechvorstadt oder die Lechstaustufe 6. „Da posen sie gerne mit ihren Autos“, so Schrödl, „wir kennen unsere Pappenheimer schon“. Im Großen und Ganzen sei das alles O.k.. Auch wenn sie eine größere Gruppe antreffen, die friedlich feiert. „Ich lasse mir dann von einem die Personalien geben, der verantwortlich ist.“

Sie erzählt beispielhaft von einem Treffen Jugendlicher an einem großen Parkplatz im vergangenen Sommer. „Am Ende waren sie weg und der Parkplatz noch nie so sauber – das ist doch eine gute Lösung, ich zerreiße den Zettel, Aus, Amen.“ Leben und leben lassen, eben. „Ich war auch mal jung“, sagt Schrödl lachend.

Leider ist nicht immer alles sauber in Schongau, wie Schrödl berichtet. Immer wieder kommt es zu Vermüllung und Vandalismus. Deshalb hat die Sicherheitswacht nun auch den Brahmsplatz regelmäßig im Auge. Mehrfach seien dort z.B. Stühle zerstört worden. Das ärgert Schrödl sehr, „denn dort engagieren sich so viele“. Aber auch in der Tiefgarage in der Amtsgerichtsstraße gibt es immer wieder Probleme oder unterhalb des Waldfriedhofs und am Sonnengraben. „Da verstehe ich die Leute einfach nicht.“

Grundsätzlich wolle die Sicherheitswacht Schongau aber „nicht als Ordnungshüter rüberkommen“, sondern für die Bürger da sein. „Wir haben schon bei der Personensuche geholfen, mit Touristen eine Stadtführung gemacht oder den Krankenwagen geholt, weil sich jemand den Fuß verstaucht hat – kleine Hilfeleistungen im Alltag.“

Was die Schongauerin dagegen im wahrsten Sinne des Wortes rasend macht, sind die Autorennen am Rößlekellerberg. „Das war im Sommer ein großes Thema“, bis ins Dornauer Feld, wo sie wohnt, höre sie die lauten Motoren und Fehlzündungen. „Aber sonst sind die Schongauer ganz brav.“

Die Kommunikation mit den Schongauer Bürgern klappe gut. „Wir sind jetzt anerkannt in Schongau“, das sei in den ersten Jahren noch anders gewesen, erinnert sie sich. Seit acht Jahren ist sie nun dabei, und es macht ihr immer noch Spaß.

„Ich finde es sehr lobenswert, wenn man sich für die Sicherheitswacht einsetzt“, so Kießlich. Am wichtigsten sei, Präsenz zu zeigen und als Bindeglied zu fungieren zwischen dem Bürger und der Polizei.

Das soll auch in Peiting so kommen, denn dort wird eine neue Sicherheitswacht aufgebaut (wir berichteten). „Wir sind noch in der Bewerbersichtung“, so Kießlich, bisher hätten sich noch nicht genügend geeignete Bürger gemeldet. Bestimmte Voraussetzungen gibt es nicht, noch nicht einmal in der Marktgemeinde Peiting wohnen muss man. Wer interessiert ist, kann sich telefonisch melden (08861/23460) oder auch übers Internet Kontakt aufnehmen.

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