In ein paar Wochen soll das sanierte Feuerwehrhaus fertig sein.
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In ein paar Wochen soll das sanierte Feuerwehrhaus fertig sein.

Blick ins Gebäude

Sanierung am Schongauer Feuerwehrhaus ist fast fertig

  • Elke Robert
    VonElke Robert
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Die Sanierungsarbeiten am Schongauer Feuerwehrhaus sind schon weit gediehen. Die Räume sind hell und modern. Und alles ist barrierefrei erreichbar – auch der große Schulungsraum im Obergeschoss.

Schongau – Mit der Fahrzeughalle war im Oktober 2019 der erste Bauabschnitt begonnen worden. „Bis zum Sommer 2020 waren die Bau- und Umbauarbeiten abgeschlossen“, so Till Penski vom Städtischen Bauamt, nur einzelne Arbeiten fehlen noch. So stehen dort beispielsweise noch die Spinde, die in Kürze im Hauptgebäude ihren Platz finden sollen.

Kein leichtes Unterfangen, so eine Baustelle zu planen, denn die Feuerwehr muss ja immer einsatzbereit sein. So ist auch Kommandant Werner Berchtold mit einem kleinen Team fest eingebunden und hat ein Auge darauf, was passiert. Ein Mal wöchentlich findet eine Baubesprechung statt. 95 Prozent der Arbeiten sind abgeschlossen, schätzt Berchtold, der durch das Funktionsgebäude führt.

Werner Berchtold, Schongaus Kommandant

Aufzug macht das Gebäude barrierefrei

Eine wichtige Neuerung: Eingebaut wurde auch ein Aufzug. Damit ist das Gebäude weitgehend barrierefrei erschlossen – sogar und vor allem der große Schulungsraum im ersten Stock. Dieser bekommt nun noch einen neuen Fußboden und wird mit Medientechnik ausgerüstet – dann kann es losgehen. Der Saal könnte heuer im Herbst bereits als barrierefreies Wahllokal dienen. Weitere wichtige Neuerung: Das Feuerwehrhaus ist nun mit einer eigenen Brandmeldeanlage ausgestattet.

Der Aufzug ist bereits fertig eingebaut, damit ist das gesamte Gebäude der Schongauer Feuerwehr barrierefrei erschlossen.

Diese hatte es zuvor nicht gegeben. „Aber es sind schon Werte, die hier stehen“, so Berchtold mit Blick auf die Fahrzeugflotte.

Viel Platz für die Schongauer Feuerwehr

Seit die Atemschutzwerkstatt Platz in der Feuerwehrhalle gefunden hat, steht auch im Hauptgebäude mehr Fläche zur Verfügung. „Im Funktionsgebäude ist alles drin, was das Personal braucht“, umschreibt es Penski. Angefangen von den Umkleiden, auch alles neu und separat für die Frauen der Wehr – bis hin zu einem neuen Alarmzugang von der Südseite aus und dem Übungsturm. Zusätzlichen Raum gibt es für Besprechungen, auch ein gemütliches Feuerwehr-Stüberl wird natürlich wieder eingerichtet – ein Rückzugsraum für die Mannschaft.

Hell und groß: Dem Schulungsraum der Schongauer Feuerwehr im ersten Stock des Sozialgebäudes fehlt nur noch die Technik.

Ende Juni könnte alles fertig werden, schätzt Till Penski. „Aber auch uns ereilt ein Engpass beim Material, die Fliesen sind nicht wie geplant geliefert worden.“ Eine leichte Verzögerung gibt es außerdem witterungsbedingt, es stehen noch Außenarbeiten an. „Es zieht sich noch etwas in die Länge, aber wir sehen das einigermaßen entspannt“, so Penski. Der Fertigstellungstermin wäre Ende Mai gewesen, „wenn wir nun einen Monat drüber sind, sind wir ganz gut dabei.“

Fast fertig ist man in der Fahrzeughalle der Schongauer Feurwehr. In ein paar Wochen sollen dann auch die provisorisch dort untergebrachten Spinde (links) wieder in den Sozialräumen Platz finden.

2,47 Millionen Euro waren insgesamt für Halle und Hauptgebäude veranschlagt. Final abgerechnet ist noch nicht, aber das Risikobudget muss wohl angetastet werden, schätzt Penski. Im Zuge der Sanierung waren einige größere Punkte aufgetaucht, die so nicht eingeplant waren. Eine Asbestsanierung im Treppenhaus und im Saal, eine neue Entwässerungsrinne auf die ganze Hallenlänge, Änderungen am Ölabscheider, Asphaltierungsarbeiten – „es gab nicht absehbare Zusatzkosten, aber im Großen und Ganzen sind wir gut durchgekommen“, so Penski. Die Eingabepläne des Hauptgebäudes stammen aus dem Jahr 1969, das Gebäude war seit damals weitgehend unverändert.

Freuen würden sich nun alle über eine Einweihungsfeier. Bis auf einen Spatenstich hatte bisher nichts stattfinden können – alles war pandemiebedingt ins Wasser gefallen. „Und wenn die Feuerwehr einlädt, kommen mehr als 25 Leute“, lacht Penski. Man wolle sich etwas überlegen, Pläne gibt es aber noch nicht. „Mal sehen, was sich im Herbst ergibt“, ist auch der Kommandant vorsichtig optimistisch. Wenn Maskenpflicht und Abstand nicht mehr notwendig sind, kann man sich für das kommende Jahr wieder einmal einen großen Tag der offenen Tür vorstellen.

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