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Die letzten Tage, an denen freie Fahrt auf dem Lechberg herrscht, laufen. Ab kommendem Montag wird die Straße für rund drei Monate gesperrt.

Sanierung startet am Montag

Schongauer Lechberg-Zufahrt zehn Wochen gesperrt

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In Schongau jagt derzeit eine Baustelle die nächste: Am kommenden Montag beginnt die Sanierung des Lechbergs. Anders als ursprünglich geplant, bleibt die wichtige Zufahrt zur Altstadt die ganze Bauzeit komplett für den Verkehr gesperrt.

Schongau– Als im Februar die detaillierte Planung für die aufwändige Sicherung des instabilen Hangs im Bauausschuss vorgestellt wurde, hatte Planer Holger Theisen noch Hoffnung gehabt, dass die wichtige Straßenverbindung zur Altstadt nur drei Wochen komplett gesperrt werden müsse.

In der restlichen der sich auf rund drei Monate belaufenden Bauzeit könne der Lechberg voraussichtlich zumindest in eine Richtung befahren werden. Doch daraus wird nichts. „Es gab zu große Sicherheitsbedenken“, berichtet Stadtbauamtsmitarbeiter Martin Blockhaus, nachdem man die Situation vor Ort noch einmal mit der Baufirma unter die Lupe genommen hatte. Denn für die Sanierung kommt schweres Gerät zum Einsatz. Wie berichtet, müssen auf einer Länge von rund 38 Meter entlang der Straße alle 1,5 Meter riesige Großkopfbohrpfähle in den Boden gerammt werden, um den instabilen Hang zu sichern. Erst dann kann die durch Risse und Setzungen beschädigte Straße wieder hergerichtet werden. „Die Gefahr für die Verkehrsteilnehmer wie auch für die Bauarbeiter wäre bei einer nur einseitigen Sperrung einfach zu groß gewesen“, sagt Blockhaus.

Geplant ist im Zuge der Maßnahme nicht nur, den Hang zu sichern und die Straße zu erneuern, sondern auch die steile Kurve von der Bahnhofstraße zum Lechberg zu entschärfen und die dortige Querungshilfe zu vergrößern.

Kleiner Trost: Dadurch dass die Baufirma den Bereich von Beginn an komplett nutzen kann, wird sich voraussichtlich die Bauzeit verkürzen. Statt Ende August sollen die Arbeiten nun schon zwei Wochen früher abgeschlossen sein. Damit bleiben aber immer noch zweieinhalb Monate, in denen Autofahrer die Altstadt nur über das Münz- und Maxtor erreichen. Bei der Stadt ist man sich des Engpasses wohl bewusst. Allerdings geht Blockhaus davon aus, dass sich die Beeinträchtigungen durch lange Rückstaus vor den beiden Zufahrten in Grenzen halten werden. Grund dafür sind die neuen Ampelanlagen, die das Staatliche Bauamt derzeit rund um die Altstadt installiert. Vor dem Münztor sind die Arbeiten bereits abgeschlossen, nächste Woche soll laut dem Stadtbauamtsmitarbeiter auch die Anlage an der Spinne auf dem aktuellen Stand der Technik sein. Durch die Bedarfssteuerung der Ampeln sei die Leistungsfähigkeit, was Zu- und Abfahrt zur Altstadt angehe, deutlich höher, weist Blockhaus hin. Außerdem ließe sich die Schaltung noch optimieren, sollte der Rückstau zu groß werden. „Das werden wir natürlich beobachten und entsprechend reagieren.“

Noch nicht vom Tisch sind außerdem weitere Maßnahmen, etwa die von Geschäftsleuten geforderte einseitige Verkehrsfreigabe der Fußgängerzone am Marienplatz während der Lechberg-Sperrung (wir berichteten). Die Einzelhändler versprechen sich davon eine Belebung der Altstadt. Flankierend soll, so der Wunsch, der Lindenplatz als Kurzparkzone ausgewiesen werden, um Kunden, die mit dem Auto unterwegs sind, entgegenzukommen. Man werde sich voraussichtlich in der nächsten Stadtratssitzung am 12. Juni mit möglichen Kompensationen befassen, kündigt Blockhaus an.

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