Faust schlägt zu
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Wegen einer Schlägerei mussten sich nun zwei Schongauer vor Gericht verantworten.

In Schongau

Schlägerei nach Barbesuch bleibt ohne Folgen

Noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen sind zwei junge Männer aus Schongau. Angeklagt waren sie wegen gefährlicher Körperverletzung nach einem gemeinsamen Barbesuch.

Schongau – „Zurückzugehen, um etwas zu klären, ist nie gut. Es endet meistens mit einer Körperverletzung“: Das sagte kürzlich der Vorsitzende Richter Lars Baumann am Amtsgericht Weilheim, nachdem er das Verfahren gegen zwei junge Männer aus Schongau mit Einwilligung der Staatsanwaltschaft eingestellt hatte.

Die beiden bisher unbescholtenen Männer waren nach Absprache mit ihren Verteidigern mit einer Geldauflage jeweils in Höhe von 750 Euro einverstanden, zu zahlen waren die an die Freiwillige Feuerwehr Weilheim.

Täter und Opfer wurden aus Bar geworfen

Zum Hintergrund: Im Juli vergangenen Jahres trafen die beiden Schongauer (27, 28) nachts in einer Schongauer Bar auf den später Geschädigten (20). „Er hat immer gestört und Randale gemacht“, sagte der 27-jährige Angeklagte aus. Die Barfrau habe daraufhin alle drei rausgeworfen.

Draußen vor der Bar kam es zunächst zu einer kleinen Rangelei zwischen den drei Männern, aber die beiden Angeklagten machten sich doch zunächst auf den Heimweg, sagten sie aus. Warum sie dann aber doch den Entschluss fassten, noch einmal zurückzugehen, um die Auseinandersetzung mit dem anderen jungen Mann „zu klären“, wie sie sagten, konnte nicht nachvollzogen werden.

Schongauer verfolgt und geschlagen

Der 27-jährige Angeklagte verfolgte demnach den Geschädigten, der trat zum Angriff über und erhielt vom Angeklagten eine Ohrfeige. Keinen Faustschlag oder Tritte, wie es der Geschädigte bei der Polizei angegeben hatte. Vor Gericht schilderte er den Vorfall auch anders.

Er sei zweimal ins Gesicht geschlagen worden, habe keine Schmerzen gehabt, so der Geschädigte. Er ist der Polizei wegen verschiedener Delikte gut bekannt. So stellte Richter Baumann auch fest, dass die Aggression des Geschädigten zu der Sache beigetragen habe.

Der zweite Angeklagte hatte den Geschädigten damals lediglich zu Boden gerungen. „Sie sind noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen“, sagte Baumann und wiederholte nachdrücklich, der Entschluss nach Hause zu gehen, wäre damals der bessere gewesen.

REGINA WAHL-GEIGER

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