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Krachend fielen die Eschen auf den Volksfestplatz. Nach und nach müssen alle Eschen im Schongauer Stadtgebiet gefällt werden, sie sind vom Pilz befallen. 

Eschen müssen weg

15 Bäume an der Lechuferstraße in Schongau gefällt

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In Schongau müssen nach und nach alle Eschen weg. Sie sind von einem Pilz befallen. In der Lechuferstraße wurden bereits 15 Bäume gefällt - eine gefährliche Arbeit.

Schongau– Laute Motorengeräusche hallten gestern aus Richtung des Volksfestplatzes weit in die Stadt hinauf: 15 Eschen mussten dort gefällt werden – und zwar aus Gründen der Verkehrssicherheit. Das sogenannte Eschentriebsterben macht auch vor Schongau nicht Halt: Alle Eschen sind von einem Pilz befallen, der zum Absterben der Bäume führt. „Durch die Zersetzung der Holzstruktur brechen die Kronen und die Wurzeln faulen ab, die Bäume fallen unkontrolliert um“, erklärt Stadtförster Klaus Thien. Gerade am Volksfestplatz ist dies gefährlich, wo zeitweise viele Menschen unterwegs sind: Die kranken Bäume gefährden Kinder auf ihrem Schulweg und den Platz für die Wohnmobile sowie öffentliche Veranstaltungen wie den Historischen Markt, das Volksfest oder Flohmärkte.

Der Zeitpunkt für die Fällung sei jetzt optimal gewesen: Im Hang lag kein Schnee, und die Bäume sind nicht gefroren. „Außerdem herrscht Vegetationsruhe in der Krautschicht“, so Thien. Dies alles erhöhe die Sicherheit der Arbeiter. Das Fällen sei nämlich nicht ungefährlich: „Die Bäume müssen vorsichtig möglichst ohne Erschütterung zu Fall gebracht werden, damit die Arbeiter nicht durch abbrechende und herunterfallende Äste gefährdet werden.“ Einer der Mitarbeiter, Martin Schrödl, arbeitet daher mit dem Ratschendrehkeil, dennoch fliegen beim Fallen der Bäume immer wieder Trümmer durch die Luft. Zwei Arbeiter sperren daher auch zeitweise die Lechuferstraße.

Ein Ratschendrehkeil sorgt beim Baumfällen für Sicherheit, erklärt Mitarbeiter Martin Schrödl.

Zahlreiche Bäume in Schongau müssen gefällt werden

Es werden nicht die letzten Eschen sein, die fallen müssen, so die Aussicht Thiens, im Stadtgebiet müssen nach und nach zahlreiche Bäume herausgenommen werden. „Die Fällung wird solange hinausgezögert, wie dies unter Sicherheitsaspekten möglich ist. Eine Heilung oder Rettung der Bäume ist aber nicht möglich.“

Die Eschen seien in der Vergangenheit vom Amt für Forsten und Gartenbau bevorzugt gepflanzt und gefördert worden, auch am Hang oberhalb des Volksfestplatzes. Eigentlich sei es eine Baumart, die mit den hiesigen Boden- und Klimaverhältnissen hervorragend zurechtkomme, eine gesunde Esche habe ein festes Holz und sei ein stabiler Baum. „Es ist traurig, dass diese Baumart mit diesem Pilz, der aus Asien eingeschleppt wurde und sich in Mitteleuropa ausgebreitet hat, bei uns im öffentlichen Grün und im Wald keine Zukunft mehr hat“, bedauert der Stadtförster. 

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