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„Da geht´s lang“: Auch wenn die Fahrzeuge noch fehlen, freuen sich Martin Blockhaus und Falk Sluyterman über die neuen „Park & Ride“-Stellplätze am Schongauer Bahnhof. 

„Kleine Maßnahme mit hoffentlich großer Wirkung“

25 neue „Park & Ride“-Stellplätze am Schongauer Bahnhof

„Eine kleine Maßnahme mit hoffentlich großer Wirkung“: Mit diesen Worten gab Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman am Freitag die neuen „Park & Ride“-Stellplätze am Schongauer Bahnhof für den Verkehr frei.

Schongau – Sichtlich zufrieden lehnt Schongaus Oberhaupt am frisch aufgestellten Hinweisschild. Auch die niedrigen Temperaturen und der wolkenverhangene Himmel über der ehemaligen Laderampe am Schongauer Bahnhof trüben seine Stimmung nicht. „Es geht ja schließlich um die Aufwertung und Reaktivierung des Bahnhofsgeländes.“ Ein viel diskutiertes Unterfangen, das weiß auch Sluyterman. Umso größer die Freude, dass die Stadt mit der Umstrukturierung der ehemals an das Autohaus Hintermeyer verpachteten Fläche nun einen sichtbaren Schritt in die richtige Richtung vorweisen kann.

Die rund 25 neu geschaffenen „Interimsparkplätze“ sollen hierbei laut Martin Blockhaus, Mitarbeiter im Bauamt Schongau, zur Entzerrung der prekären Parkplatzsituation am Bahnhof Schongau beitragen. Denn viele Berufspendler nutzen den vor zwei Jahren eingeweihten Parkplatz am Buchenweg und blockieren damit als Dauerparker Stellplätze, die eigentlich den Besuchern der Altstadt angedacht waren. 

Der Problematik ist sich auch Sluyterman bewusst. Schongau gehöre zum Großraum München, immer mehr Menschen würden auch hier in die Bahn steigen, um zum Arbeitsplatz zu gelangen. Das Pendleraufkommen in der Lechstadt wächst also stetig, und damit auch der Bedarf an Parkplätzen. „Auspendler sollen nun hier auf der Laderampe ihren Pkw abstellen und direkt auf die Bahn umsteigen können. Und das auch noch kostenfrei“, erklärt er.

Dass sich auch mit den neuen „Park & Ride“-Stellflächen noch einiges am Schongauer Bahnhof verändern muss, weiß auch Sluyterman. Man wolle nun deshalb den „sukzessiven Erwerb“ weiterer Grundstücke vorantreiben. Das langfristige Ziel: Ein Busbahnhof.

Gespräche mit allen involvierten Parteien müssten aber noch geführt werden. Ein Anfang, auch in Hinblick auf die Realisierung weiterer Projekte rund um das Bahnhofsgelände, sei allerdings mit den neuen Parkplätzen „auf jeden Fall geschaffen“.

Fürs Erste erhofft sich der Bürgermeister nun eine positive Resonanz der Bürger über die umgebaute Laderampe. „Dann können wir weitersehen.“

MAX EDINGER


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