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5000 Kilometer hat Ralf Schnabel vor sich und wünscht sich viele Spenden-Beiträge fürs Gemeinwohl. 

Schongauer Stadtrat Ralf Schnabel

5000 Kilometer für das Gemeinwohl

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Mit dem E-Bike startet Ralf Schnabel von Schongau ans Nordkap. Die 5000 Kilometer sollen Spenden bringen für die  Bürgerstiftung und die Gemeinwohl-Ökonomie stützen.

Schongau – Ralf Schnabel steckt in den letzten Vorbereitungen: Am Nachmittag hat der 55-Jährige noch einen Termin mit einem Radelhändler, wo er das ein oder andere Ersatzteil mit einpacken und sich einige Handgriffe zeigen lassen möchte. Der Schongauer ist technisch versiert genug, kleinere Reparaturen am E-Bike selbst vorzunehmen, aber an 5000 Kilometer am Stück hatte er sich bisher nicht gewagt – und auf dem Weg ans Nordkap kann es auch mal Dauerregen geben, das ein oder andere elektronische Teil also seinen Geist aufgeben. Die Alpenüberquerung hin und zurück in drei Tagen kein Problem. Aber ob er es schafft, täglich im Schnitt 180 Kilometer hinter sich zu bringen, darauf ist der Stadtrat gespannt. Ende August will er zurück sein, mit jeweils einem Tag Pause pro Woche hat er 30 Tage zur Verfügung.

Los geht es Richtung Nordkap am Donnerstag

Ganz gleich, was kommt: Am Donnerstag will er starten. „Für mich ist Scheitern, wenn Du einen Traum hast und nicht an die Startlinie gehst.“ Dieser Satz des Extremsportlers Jonas Deichmann hat Ralf Schnabel inspiriert, seine Unternehmung jetzt anzugehen. „Ich komme in ein Alter, in dem man sich sagt, wenn man es nicht jetzt macht, macht man es vielleicht nie.“ Die Panamericana mit dem E-Bike ist so ein Traum, den sich Schnabel verwirklichen will, Deichmann hat den amerikanischen Kontinent mit dem Rad durchquert – an knapp 98 Tagen, aber ohne jegliche Unterstützung.

Das Radfahren ist eine besondere Art zu reisen

Ganz so extrem sein soll es bei dem Schongauer nicht. Aber das E-Bike-Fahren fördere die Gesundheit, ist Schnabel überzeugt: „Ich fahre Rennrad seit ich 15 bin, aber die Dauerbelastung eines ständigen Pulses von 170/180 ist einfach nicht gut, ein Puls von 130/140 gibt dagegen Ausdauerkraft und ist eine schöne Sache.“ Auch ist das Radfahren eine ganz besondere Art zu reisen, hat der Schongauer festgestellt, der regelmäßig gemeinsam mit seiner Frau unterwegs ist – auch in diesem Jahr ist noch einmal eine kleine Reise mit dem E-Bike geplant – direkt im Anschluss, wenn Schnabel vom Nordkap zurück ist und noch im Sattel sitzen kann. „Früher habe ich ganz anders Urlaub gemacht, mit dem Flieger und im Fünf-Sterne-Hotel“, erzählt Schnabel, der im vergangenen Jahr sogar sein Motorrad verkauft hat. Wenn er beispielsweise an den Radel-Urlaub das gesamte Lechtal entlang zurückdenkt, fehlt ihm das Motorrad heute nicht.

Gleichzeitig verbindet der Selbstständige die Fahrt damit, sich für das Schongauer Gemeinwohl zu engagieren und in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein zu schaffen für die Gemeinwohl-Ökonomie, ein Thema, mit dem sich Schnabel seit Langem intensiv befasst. Zum einen wünscht sich der E-Biker, dass ihm viele via Instagram und Facebook auf seiner Reise folgen und die Posts so interessant finden, dass sie spenden. Pro Kilometer einen Euro würde er sich wünschen, alle Spenden gehen direkt an die Schongauer Bürgerstiftung. „Das soll auch die Bürgerstiftung selbst wieder etwas in den Vordergrund rücken“, freut sich der Schongauer über jeden Beitrag.

Jeder der spendet, kann zur Diashow kommen

Jeder, der einen Spendenbeitrag über zehn Euro leistet, wird bis Ende des Jahres zu einer Veranstaltung eingeladen. Gezeigt werden soll dort nicht nur eine Diashow von der Reise zum Nordkap. Gleichzeitig können sich die Teilnehmer über die Gemeinwohl-Ökonomie an sich informieren. Sein Traum: Auch in Schongau eine eigene GWÖ-Gruppe zu schaffen wie etwa in Weilheim. Zuletzt hatte sich die UWV durch einen Antrag im Stadtrat dafür eingesetzt, dass sich die Stadt mit dem Thema auseinandersetzt und sich vielleicht künftig ähnlich wie Kirchanschöring (Landkreis Traunstein) engagiert.

Das alternative Wirtschaftsmodell ist ein Gegenentwurf zum rein nach finanziellem Gewinn ausgerichteten System, indem es Werte wie Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit und Transparenz berücksichtigt. Wie gut ein Unternehmen diese Kriterien erfüllt, zeigt sich in der Gemeinwohlbilanz.

„Ich kann mir gut vorstellen, dass ich dann in meinem Ruhestand die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie in die Welt trage, als Referent oder als GWÖ-E-Biker“, so Schnabel. „Ich möchte dazu anregen, dass man seine Träume lebt und das Bewusstsein dafür schaffen, wie wichtig die Gemeinwohl-Ökonomie ist.“


Info: Wer den Weg des Schongauers zum Nordkap verfolgen will: Unter gwöe-biker (Facebook) und gwoe_biker (Instagram) will Ralf Schnabel regelmäßig Fotos der Reise posten.


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