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Unter den Augen der amüsierten Schüler mussten die Lehrer – im Bild Vize-Schulleiter Hubert Orthuber – zahlreiche Bewährungsproben bestreiten. 

Welfen-Gymnasium Schongau

Abistreich-Premiere unter neuem Schulleiter

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Ohne Abistreich geht es nicht, natürlich auch am Schongauer Welfen-Gymnasium nicht. Heuer konnten die Abiturienten aber nicht auf die Erfahrungswerte ihrer ehemaligen Mitschüler zurückgreifen, denn wie Direktor Bernhard O’Connor, der Nachfolger von Wolfgang Gebler, auf die geplanten Streiche reagieren würde, galt es erst einmal auszuloten.

Schongau– „Bei einem neuen Direktor muss man erst mal ausprobieren, was er erlaubt, wie er so drauf ist“, berichtet Abiturient Klemens Schedel. Dementsprechend vorsichtig haben sich die Organisatoren dann auch herangetastet – wurden aber nicht enttäuscht. Zwar musste man zeitlich Rücksicht nehmen, weil noch Schulaufgaben geschrieben wurden. Der Abistreich wurde daher nicht nur um einen ganzen Tag nach vorne verlegt, sondern fand auch erst ab der 3. Schulstunde statt. Aber der neue Schulleiter hat mit seinem O.k. seine Bewährungsprobe schon bestanden, denn nach dem Bericht der Schüler war O’Connor wohl sehr offen für die Vorschläge – „wir konnten alles umsetzen“.

Ein bisschen enttäuscht waren die Organisatoren zunächst, dass beim Abistreich selbst nicht alles so klappte, wie man es sich ausgedacht hatte. Schedel: „Wir hatten versucht, alles etwas interaktiv zu machen und zu verteilen, nicht an einem Platz zu konzentrieren. Aber es haben nicht alle mitgemacht.“

Ein Spaß war es am Ende natürlich trotzdem. Reaktiviert worden war das Fischerstechen: Wer kann gut seine Balance halten oder fällt als Erster ins Plantschbecken? Nicht nur Grips war beim Ratespiel 1, 2 oder 3 gefragt. Aber das größte Gejohle gab es beim Wasserbomben-Auffangen: Die gefüllten Ballons wurden vom 3. Stock aus abgeworfen. Dass diese beim Fangen schon fast von alleine zerplatzen, ist klar. „Das war klasse, es gibt ja nichts Schöneres als einen nassen Lehrer“, so der Peitinger Abiturient.

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