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Beim Radeln auf Mallorca bieten sich wunderbare Ausblicke. Der Schongauer Alpenv erein unternimmt heuer im Spätherbst eine solche Tour. Noch kann man sich anmelden.

Neu im Tourenprogramm

Alpenverein: Mallorca statt Mädelegabel

Mit dem Alpenverein kann man nicht nur hohe Berge erklimmen, sondern es geht auch in die Ferne. So steht bei der DAV-Sektion Schongau heuer erstmals eine Mountainbike-Tour auf Mallorca auf dem Programm – in Verbindung mit einer Flugreise.

Schongau – „Wir haben gesagt, das probieren wir mal, und dann sehen wir schon, wir groß das Interesse unserer Mitglieder ist“, erklärt Robert Zimmermann, Vorsitzender der Alpenverein-Sektion Schongau. Er selber wäre auf die Idee mit einer Flugreise für eine Alpenvereinstour gar nicht gekommen, „denn so etwas kann der Schongauer Alpenverein allein gar nicht stemmen“.

Der Vorschlag stammt von Fachübungsleiter Michael Dürr. Der Kfz-Meister aus Ingenried ist ein begeisterter Mountainbiker. Auf Mallorca ist er schon öfters geradelt und immer wieder fasziniert von der schönen Landschaft, die man am besten kennenlernt, wenn man dort mit dem Radl unterwegs ist.

Deshalb hat Dürr bei der Vorbesprechung des Tourenprogramms für den Schongauer Alpenverein Mallorca als Ziel vorgeschlagen – für eine Mountainbike-Saisonverlängerung, und zwar vom 27. Oktober bis zum 1. November. „Wir fliegen nach Palma de Mallorca. Von dort geht es nach Pollencia/Alcudia“, verrät Michael Dürr. Mittags soll bereits die erste Tour an den Rand der Serra de Tramuntana stattfinden.

In den folgenden Tagen gibt es leichte bis mittlere Touren zum Kloster Lluc, Antenneberg, Talaia d‘Alcudia usw. „Auch eine Besichtigung der Stadtmauer und Stierkampfarena von Alcudia sollte nicht fehlen. Alles in entspannter Atmosphäre, ist ja Urlaub“, freut sich Dürr jetzt schon auf den Mallorca-Aufenthalt. Er geht davon aus, dass man Ende Oktober auf Mallorca auch noch im Meer baden kann.

„Es liegen schon einige Anmeldungen für diese Tour auf Mallorca vor“, bestätigt Michael Dürr. Alle Einzelheiten sollen bei einer Besprechung am morgigen Donnerstag, 2. Februar, ab 18.30 Uhr im Vereinsheim des Schongauer Alpenvereins besprochen werden. Interessierte sind willkommen. Kosten für Flug und Vier-Sterne-Halbpension belaufen sich auf rund 500 Euro, und für das Ausleihen eines Fahrrads kommen voraussichtlich noch einmal 100 Euro hinzu. Die Teilnehmerzahl soll auf etwa zwölf begrenzt sein.

Es werden auch kritische Stimmen laut

Michael Dürr kümmert sich zwar um die ganze Organisation, legt allerdings Wert darauf, dass der Schongauer Alpenverein kein Reiseunternehmen ist. Er hat deshalb mit einem Reisebüro Vorbesprechungen geführt und weitgehend alles geregelt. Die Buchung muss jeder Teilnehmer allerdings selber vornehmen. Details sollen bei der Vorbesprechung am morgigen Donnerstag bekanntgegeben werden.

Flugreisen mit dem Alpenverein? Eberhard Boerboom, Vorsitzender der Alpenverein-Sektion Peiting, sieht das ganze mit etwas Skepsis und würde eher abraten. „Wir sind ein Bergsteigerverein und zugleich ein Naturschutzverein. Da die Balance zu halten, ist eh schon schwierig“, sagt der Peitinger Alpenvereins-Chef. Auch bei der Hauptversammlung 2016 des Deutschen Alpenvereins in Offenburg sei über dieses Thema debattiert worden. Und dort wurden auch einige kritische Stimmen laut.

Boerboom verweist darauf, dass derjenige, der solche großen Touren unternehmen möchte, die Möglichkeit habe, dies auch über den Summit-Club, der zum Deutschen Alpenverein gehört, zu buchen.

Für Wilfried Götz, der zehn Jahre lang die AV-Sektion Lechbruck leitete, sind Flugreisen im Tourenprogramm des örtlichen Alpenvereins ebenfalls kein _Thema. „Zu den Mountainbike-Touren, die wir anbieten, brauchen wir keinen Flieger“, verrät Götz. Denn die Hauptziele seien in Deutschland, Österreich und in der Schweiz.

Michael Gretschmann

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