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Die Parkbuchten in de r Lechvorstadt in Schongau sind fast ständig belegt. Für die Autos der Anlieger ist dort meistens kein Platz mehr.

Anlieger protestieren

Ärger wegen zugeparkter Lechvorstadt

Dauerparker, die seit Wochen und Monaten die öffentlichen Parkstreifen in der Lechvorstadt in Schongau belegen, bringen die Anlieger auf die Palme. Sie wollen sich das nicht länger gefallen lassen.

Schongau – „Eine Unverfrorenheit“, schimpft Manfred Schneider. Der 79-Jährige wohnt zusammen mit seiner Frau Uschi in der Holzhey-Seniorenstiftung in der Lechvorstadt 21. Immer wenn er aus dem Haus geht, sieht er zugeparkte Autostellflächen. „Ein schwarzer Mercedes mit bulgarischen Kennzeichen steht dort schon seit Oktober 2018 an Ort und Stelle“, hat Schneider festgestellt. Und er kennt weitere Fahrzeuge, die den öffentlichen Parkstreifen über Tage und Wochen hinweg blockieren. Manchmal sei sogar der Gehweg zugeparkt.

„Wir, die Anlieger, sind gezwungen, mit unseren Fahrzeugen für das Tagesgeschäft auf der Straße zu parken“, ärgert sich Schneider.

Was sagt die Stadt Schongau zur Parksituation in der Lechvorstadt? „Sofern es sich um öffentliche Parkplätze handelt, kann jeder diese Parkplätze nutzen“, teilt Rathaus-Geschäftsleiterin Bettina Schade mit. Solange die Fahrzeuge zugelassen seien, könne auf diesen öffentlichen Parkplätzen auch geparkt werden. Der Umstand, dass die Fahrzeuge eventuell ausländische Kennzeichen aufweisen, sei unerheblich.

Und Bettina Schade ergänzt noch: „Die Parkplätze dort unten unterliegen nicht der Parkraumbewirtschaftung, so wie beispielsweise die Parkplätze in der Altstadt“, so die Rathaus-Geschäftsleiterin. Offensichtliche Verstöße wie das Parken auf dem Gehweg oder im Halteverbot würden selbstverständlich kontrolliert und entsprechend verwarnt.

Sind in der Lechvorstadt die Dauerparker mit ausländischem Kennzeichen für den öffentlichen Straßenverkehr überhaupt zugelassen und angemeldet? Auf den bulgarischen Nummernschildern lässt sich dies nicht erkennen. Deshalb hat die Schongauer Polizei nachgeforscht und ist zu dem Ergebnis gekommen: „Die Fahrzeuge sind alle regulär zugelassen“, teilte Hauptkommissar Klaus Riedl von der Polizeiinspektion Schongau auf Anfrage der Heimatzeitung mit.

Also kein Verstoß gegen das Bayerische Straßen- und Wegegesetz. Riedl räumt allerdings ein, dass die Parksituation in der Lechvorstadt für die Anlieger unbefriedigend sei. Man werde dies weiter im Auge behalten.

Anlieger Manfred Schneider will aber nicht so schnell aufgeben. Er vermutet, dass die Dauerparker vor allem auf die „Schongauer Mietwerkstatt“, die sich ganz in der Nähe der Seniorenstiftung befindet, zurückzuführen sind.

Der Hintergrund: Vor acht Jahren hat das Landratsamt Weilheim-Schongau in der Lechvorstadt die Nutzungsänderung für eine bestehende Halle (wo einst der Herzogsägmühler Möbelmarkt untergebracht war) zu einer Motorrad- und Pkw-Reparaturwerkstatt genehmigt – mit der Auflage, dass 20 Pkw-Stellplätze bis zur Inbetriebnahme der Werkstatt herzustellen sind. „Wo sind diese 20 Stellplätze?“, fragt sich Manfred Schneider.

Das Landratsamt soll jetzt überprüfen, ob die Stellplatz-Auflagen für die Genehmigung der Motorrad- und Reparaturwerkstatt in der Lechvorstadt eingehalten worden sind.

VON MICHAEL GRETSCHMANN

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