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Noch ist das Areal leer, ab Samstag können die Wasserratten wieder ins Plantsch. 

Rechtzeitig zu den Ferien

Badewelt im Schongauer Plantsch öffnet nach Corona-Pause: Das müssen Besucher jetzt wissen

  • Elke Robert
    vonElke Robert
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Eine gute, eine schlechte Nachricht. Die schlechte zuerst: Am Donnerstag muss das Saunaland im Plantsch geschlossen bleiben. Die gute: Plantsch-Chef Kosian will am Samstag das gesamte Bad öffnen. Die Einschränkungen werden geringer als gedacht.

Schongau Der Hintergrund für die eintägige Schließung des Saunalands im Plantsch ist rasch erklärt: Die Stadtwerke Schongau müssen Arbeiten an Leitungen vornehmen, weshalb die Wasserversorgung des Plantsch den ganzen Donnerstag über unterbrochen werden muss. „Daher können und dürfen wir an diesem Tag keinen öffentlichen Betrieb anbieten“, erklärt es Badchef Andreas Kosian. Am Freitag öffnet die Sauna wieder ganz normal von 10 bis 22 Uhr.

Vor allem Eltern und Kinder werden der regulären Badöffnung ab diesem Samstag, 25. Juli, entgegenfiebern. Kosian ist nur etwas vorsichtig, denn es wird zeitlich eng. Weil die Umbauarbeiten im Bereich der Badewassertechnik derart umfangreich und komplex gewesen seien, hoffe man auf einen reibungslosen Start. „Wir können aber eventuell nötige, kurzfristige Schließungen zur Behebung von Startschwierigkeiten nicht vollständig ausschließen“, so Kosian.

Gäste dürfen den ganzen Tag im Bad bleiben

Klappt alles mit der Technik, gelten ab Samstag für die Wasserratten folgende Öffnungszeiten: Bad und Freibad sind täglich zwischen 9 und 20 Uhr geöffnet. Ein ganz normaler Badebetrieb wird es nicht, dies hatte Kosian jaschon mehrfach angekündigt. Aber so groß, wie befürchtet, sind die Einschränkungen nicht. Einen Einlass mit Zeitfenster wie bei der Rigi Rutsch’n Peißenberg wird es nicht geben. Für Schongau hat man sich entschieden, dass Gäste durchaus den ganzen Tag bleiben dürfen. „Ich habe mit mehreren Kollegen in ganz Deutschland telefoniert, die Zeitslots machen erst bei Bädern mit mehreren 1000 Gästen Sinn“, so Kosian.

Maximal 600 Besucher sind möglich

Dafür geht man aus Sicherheitsgründen einen anderen Weg und schränkt die Gästezahl weiter ein, als dies laut Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen notwendig wäre. „Wir tun dies, weil wir die neugewonnenen Freiheiten unseres öffentlichen Lebens nicht mit unserer Meinung nach unverantwortbar hoher Besucherdichte gefährden wollen“, so Kosian. Für das Plantsch gilt: Bei vorhergesagten Tageshöchsttemperaturen unter 25 Grad Celsius werden maximal 350 Badegäste eingelassen, ab 25 Grad maximal 600. 

„Wir bleiben somit freiwillig weit unter den rechnerisch möglichen Maximalbesucherzahlen“, so Kosian. Pro zehn Quadratmeter könnte man eine Person einlassen. „Aber wir rechnen nur echte Liegefläche, und nicht auch noch die Hecke und den Parkplatz dazu.“ Kosian ist sich sicher, dass so mancher Badbetreiber nicht mit sauberen Zahlen arbeitet. Er möchte es aber anders machen. „Wir probieren es aus, und wenn es gut klappt, können wir die Zahlen korrigieren, aber wir passen das von unten nach oben an.“

Wechsel vom Bad in die Sauna ist nicht möglich

Im Saunaland bleibt es bei maximal 100 Gästen, die auch gleichzeitig das Bad nutzen können. Einen nachträglichen Wechsel von Badtarifen ins Saunaland gibt es bis auf Weiteres nicht. Auch keine Saison- oder Jahreskarten, aber ab dem ersten Ferientag gilt das sonst gewohnte Tarifsystem. Auch im Saunaland kehrt man wieder zu den regulären Preisen zurück.

Was für die Corona-Zeit für das ganze Plantsch gilt: Man muss am Eingang ein Registrierungsformular abgeben (am besten online herunterladen über die Internetseite des Bades www.plantsch.de). Dort kann man auch sehen, wie viele Besucher sich bereits im Plantsch aufhalten, ob sich also eine Anreise ins Familienbad lohnt.

Kinder dürfen erst ab zwölf Jahren allein ins Bad

Eine weitere Regelung macht noch Probleme, aber eine, die von der Bundesregierung kommt. Während normalerweise Kinder ab einem Alter von acht Jahren alleine ins Bad dürfen, wurde dieses Alter auf zwölf erhöht. Also erst, wer seinen 12. Geburtstag bereits gefeiert hat, darf ohne eine erwachsene Begleitperson los. „Man geht wohl davon aus, dass kleinere Kinder Regeln wie die Maskenpflicht nicht so gut umsetzen können“, so Andreas Kosian.

Auch nicht alle Erwachsene seien immer einsichtig, so Kosians bisherigen Erfahrungen im Saunaland. Aber die Pflicht, einen Mund-Nasenschutz zu tragen, gelten natürlich weiter. Überall dort, wo es eng werden könnte – Toilette, am Kiosk, bei den Umkleiden – bitte Masken auf. Dort, wo der Abstand eingehalten werden kann wie auf der Liegewiese, ist dies unproblematisch.

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