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Ortstermin mit Licht: Der einzelne Strahler links fiel bei den Stadträten durch – sie wollen lieber eine dezentere, besser verteilte Beleuchtung des Ballenhauses aus dem Boden.

Bauausschuss auf Ortstermin

Dem Ballenhaus geht ein Licht auf

Schongau - Damit die Fußgängerzone ordentlich wirkt, sollen das Ballenhaus und die Marienstatue beleuchtet werden. Und wie! Davon konnte sich der Bauausschuss überzeugen.

Irgendwann platzte Bürgermeister Falk Sluyterman der Kragen. „Ich ärgere mich über jedes Auto“, sagte er abends auf dem Marienplatz, als ein Wagen nach dem anderen durchrauschte. „Ich bin so froh, wenn die Fußgängerzone endlich da ist.“ Und damit die auch nachts ordentlich wirkt, sollen das Ballenhaus und die Marienstatue beleuchtet werden.

Um sich ein Bild zu machen, hatten sich die Bauausschuss-Mitglieder zu einem Außentermin verabredet und schauten fasziniert zu, was ihnen Xaver Jais vom beauftragten Peitinger Planungsbüro VS alles vorführte.

Wirkung und Licht-Effekte ausgetestet

Er hatte sich mit seinen Mitarbeitern mächtig ins Zeug gelegt und alle möglichen Arten von Beleuchtung herangeschafft. „Leider nicht in allen gewünschten Lichtfarben“, sagte er entschuldigend, doch das war erst einmal nebensächlich. Wie wirkt das Licht? Was gibt es für Effekte? Das war die entscheidende Frage.

Am Ballenhaus war das relativ schnell klar. Ein mächtiger Strahler, der in den Boden eingelassen wird, machte jede Unebenheit der Fassade deutlich. Unten ist ein deutlicher Schein, der oben merklich schwächer wird. „Blendet das, wenn ein Fußgänger reinschaut?“, wollte ein Stadtrat wissen. Sluyterman interessierte eher die finanzielle Lage: Zwei einzelne Strahler (550 Euro pro Stück) je auf der Nord- und Südseite des Ballenhauses wären billiger als eine im Boden eingelassene Leiste, die das Licht aber besser verteilt. Weil auch noch eine satte Förderung dazukommt, war mehrheitlich schnell klar: Lieber für etwas mehr Geld ein schöneres Licht.

Die Beleuchtung von oben, die per Hebebühne von zwei Bauhof-Mitarbeitern auch noch vorgeführt wurde, fiel schnell durch: „Toll ist das nicht“, sagte Sluyterman, und auch Architekt Jochen Baur fand das komplette Anstrahlen nicht so prickelnd – ganz abgesehen davon, dass man im Ballenhaus an den Fenstern künftig auf dem Präsentierteller wäre.

Marienstatue soll angestrahlt werden

Auch bei der Marienstatue war die Entscheidung schnell klar: Ein Anstrahlen aus dem Brunnen heraus scheidet aus, unter anderem, weil der Brunnen das halbe Jahr gar nicht in Betrieb ist. Licht aus dem Boden müsste schief erfolgen und würde extrem blenden – bleibt nur noch die etwas erhöhte Beleuchtung, zum Beispiel von einer Straßenlaterne aus, was die Helfer ebenfalls demonstrierten. Wie das im Detail geregelt wird, von welcher Seite die Statue angestrahlt wird, das soll noch mit den Fachleuten geklärt werden. Aber damit steht auch das letzte Detail der künftigen Fußgängerzone.

Boris Forstner

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