Großeinsatz läuft: Polizei evakuiert Rathaus von Augsburg - Gewalttat angedroht

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Die Bürgermeister und der RVO rühren die Werbetrommel: (v.l.) Michael Asam, Albert Hadersbeck, Falk Sluyterman und Ralf Kreutzer.

Ammer-Lech-Land-Ticket

Vier-Euro-Ticket hat noch wenig Nutzer

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Die Bürgermeister aus Schongau, Peiting und Altenstadt werben für das Ammer-Lech-Land-Ticket. Die Bilanz nach einem Jahr fällt allerdings durchwachsen aus. 

Schongau 17.50 Uhr, der Zug aus Weilheim fährt in den Schongauer Bahnhof ein und hält. Während die Passagiere aussteigen, biegt ein Bus nach dem anderen ums Eck, um die Fahrgäste in die umliegenden Gemeinden zu bringen. Das Problem: Kaum einer der Bahnfahrer nutzt das Angebot, die Busse bleiben bis auf wenige besetzte Plätze gähnend leer. Im Bushäuschen gegenüber stehen drei Bürgermeister und ein RVO-Niederlassungsleiter und beobachten das Geschehen. Sie bekommen das Desinteresse brutal vor Augen geführt.

„Es ist schon frustrierend“, sagt Peitings Rathauschef Michael Asam, der heute zusammen mit seinen Kollegen Albert Hadersbeck (Altenstadt) und Falk Sluyterman (Schongau) sowie RVO-Leiter Ralf Kreutzer am Bahnhof steht, um Werbung für das Ammer-Lech-Land-Ticket zu machen. Das Ticket wurde bekanntlich Anfang 2018 eingeführt. Es verbindet die Stadt Schongau und die Gemeinden Peiting, Altenstadt und Hohenfurch. Für vier Euro dürfen Erwachsene (Kinder zahlen zwei Euro) mit dem Tagesticket auf den Strecken so lange und so oft spazieren fahren, wie es ihnen gefällt. Die beteiligten Kommunen bezuschussen die Tickets.

Die Bilanz nach dem ersten Jahr ist durchwachsen

Drei Jahre wolle man „es sich anschauen“, erzählen die Rathauschefs im Bushäuschen. Das erste Jahr ist schon um, die Bilanz durchwachsen. 350 der Vier-Euro-Tickets wurden bislang monatlich verkauft, erläutert Ralf Kreutzer vom RVO. Die Bürgermeister finden das zwar gar nicht mal so schlecht, „aber die Erwartungen wurden nicht erfüllt“, sagen sie. Ans Aufgeben denken sie aber noch nicht. „Wir wollen das nicht einfach sterben lassen“, erklärt Asam, und die Kollegen pflichten ihm bei. Deswegen haben der Stadt- und die Gemeinderäte auch noch einmal ein paar Euro locker gemacht, um die Werbung zu forcieren. Drei große Aufkleber wurden beschafft, sie schmücken ab sofort die Rückseiten von drei Bussen. Natürlich kostet auch das Geld.

Altenstadts Rathauschef Albert Hadersbeck hofft, dass auch die ältere Generation das Angebot bald mehr annimmt. Und während Hadersbeck das sagt, fährt gerade der Bus aus Peiting ein. „Mit einem einzigen Fahrgast drin“, erkennt Michael Asam leicht frustriert und schüttelt den Kopf.

Zum PR-Termin am Bahnhof waren im übrigen alle drei Rathauschefs mit dem Auto angereist. „Sonst wäre es mit den Terminen schwierig geworden“, entschuldigen sie sich. 

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