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Am Donnerstag wurde im Lech eine Tote gefunden.

Überraschende Wende nach Fund einer Frauenleiche

Nach Ehedrama in Schongau: Polizei ermittelt weiter auf Hochtouren - nur eines scheint sicher

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Eine tote Frau ist am Donnerstag im Lech in Schongau gefunden worden. Kurz danach gab es eine dramatische Entwicklung. Eine weitere Leiche wurde entdeckt. Die Polizei ermittelt weiter auf Hochtouren.

Update 1. März: Ermittlungen weiter in vollem Gange

Rund eine Woche nach dem Mordfall in Schongau sind die Ermittlungen der Polizei in vollem Gange. Da in diesem Zuge immer noch Spuren ausgewertet und Zeugen vernommen werden, möchte sich die Polizei vorerst nicht weiter zu dem Fall äußern. Bislang bestätige sich die Annahme, dass die 64-jährige Schongauerin zunächst ihren Ehemann tötete und sich schließlich selbst das Leben nahm.

Update 25. Februar, 11.05 Uhr: Mord in Schongau - Polizei hält sich bedeckt

Weiterhin rätselhaft für die Öffentlichkeit bleibt das Tötungsdelikt, das sich in der vergangenen Woche in Schongau ereignet hat. Warum die Frau (64) erst ihren Ehemann (91) und dann sich selbst getötet hat, ist nach wie vor unklar. Auf Anfrage der Schongauer Nachrichten konnte die Polizei am Sonntag noch keine weiteren Details zum Tathergang oder zum Motiv nennen. Auch am Montag wollte die Polizei „aus Pietätsgründen“ keine Angaben machen. In Schongau machen derweil die unterschiedlichsten Spekulationen die Runde. 

Update 22. Februar, 14.53 Uhr: Mord in Schongau - Anwohnerin nennt Details

Wie am Freitag bekannt wurde, tötete die Frau (64) wohl ihren Ehemann (91) in der gemeinsamen Wohnung, bevor sie sich selbst tötete. Das Paar wohnte in einem Mehrfamilienhaus in Schongau. Ein Polizeiauto und ein Krankenwagen standen dort am Donnerstagmittag. „Ich kam circa um 12.30 Uhr nach Hause und habe dort die Einsatzkräfte gesehen, die wohl schon länger in der Straße waren“, beschreibt eine Anwohnerin die Situation. Als dann auch noch ein Leichenwagen dazu kam, habe sie ein sehr mulmiges Gefühl bekommen. Kurz zuvor hatte sie gelesen, dass an der Lechbrücke in Schongau eine Leiche gefunden wurde. „Dass innerhalb von so kurzer Zeit die Kripo zwei Mal in Schongau ist und offenbar jedes Mal Leichen gefunden wurden, kam mir komisch vor, das ist ja nicht normal“, so die Anwohnerin. Weil sie einen Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen vermutete, wandte sie sich mit ihrer Befürchtung an die Schongauer Nachrichten.

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Tatsächlich bestätigte die Polizei am Freitagvormittag, dass ein direkter Zusammenhang besteht. Ein Ehedrama hatte sich in der Wohnung abgespielt. Wie die Polizei berichtet, meldete sich circa eine Stunde nach dem Leichenfund an der Lechbrücke eine Frau per Notruf bei der Polizei und meldete, dass sie ihren Verwandten tot in seiner Wohnung gefunden hat. Der alarmierte Notarzt und die Beamten für Spurensicherung der Kriminalpolizei Weilheim stellten eine massive Gewalteinwirkung auf das Opfer fest, der Mann wurde tödlich verletzt.

Schongau/Bayern: Mord und Selbstmord erschüttern die Nachbarschaft 

Zur Klärung der genauen Umstände der Tat, werden die beiden Leichen obduziert. Auch wann die Tat stattfand, und wie viel Zeit zwischen dem Tötungsdelikt und dem Suizid liegt, müsse erst durch die Untersuchung geklärt werden. Die Kriminalpolizei Weilheim ermittelt. 

„Das ist schon unheimlich, wenn man neben so einem Tatort wohnt“, sagt die Frau, die sich bei den Schongauer Nachrichten gemeldet hatte. Das Ehepaar kannte sie nur flüchtig. Zwischen dem Paar bestand ein großer Altersunterschied. Er war deutscher Staatsbürger, seine Frau Österreicherin, teilte die Polizei gestern auf Nachfrage mit.

Von der Tat hätte niemand etwas mitbekommen, so die Nachbarin. Sie habe bereits mit mehreren weiteren Anwohnern gesprochen, aber keiner von ihnen habe etwas gehört. In der Nachbarschaft herrsche aufgrund der dramatischen Vorkommnisse weiterhin große Aufregung.

Update 22. Februar, 11.09 Uhr: Spektakuläre Wende im Fall der Toten in Schongau/Bayern

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd berichtet: Am Donnerstagvormittag, 21. Februar 2019, meldete eine Frau über Notruf, dass sie ihren Verwandten tot in der Wohnung aufgefunden habe. Im Rahmen des sofort anlaufenden Einsatzes stellten der alarmierte Notarzt und die Beamten des Fachkommissariats für Spurensicherung der Kriminalpolizeiinspektion Weilheim eine massive Gewalteinwirkung auf das tödlich verletzte Opfer fest.

Frauenleiche aus Lech war Ehefrau des Mordopfers - Polizei hat Verdacht

Nur eine Stunde vorher war im Lech eine Frauenleiche gefunden worden (siehe unten). Bei der Frauenleiche handelte es sich um die 64-jährige Ehefrau des Opfers. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden ist sie verantwortlich für den Tod ihres Mannes. Laut den ersten Ermittlungen des Fachkommissariats für Tötungsdelikte der Kriminalpolizeiinspektion Weilheim nahm sich die Ehefrau anschließend das Leben.

Zur Klärung der genauen Umstände der Tat gab die sachleitende Staatsanwaltschaft München II zwei Obduktionen in Auftrag. Die Kriminalpolizei Weilheim führt die noch andauernden Ermittlungen.

Berichterstattung bei Selbstmord

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000.Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de

Update 21. Februar, 17.39 Uhr aus Schongau/Bayern

Schongau – Große Aufregung herrschte am Donnerstagvormittag gegen 10 Uhr an der Schongauer Lechbrücke. Zahlreiche Einsatzkräfte waren dort im Einsatz, weil an einem der Brückenpfähler eine Person im Wasser entdeckt wurde. 

Eine Frau hatte auf dem Weg zur Arbeit die im Lech treibende Person gesehen und sofort die Rettungskräfte per Notruf alarmiert. Diese waren kurze Zeit später vor Ort, um die Person aus dem Wasser zu bergen. Wie Jürgen Haslinger, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr, sagt, wurde der Tod der unter der Brücke treibenden Person allerdings gleich zu Beginn des Einsatzes festgestellt. Wie die Polizei mitteilte, handelte es sich um eine Frau.

Schongau/Bayern: Hubschrauber im Einsatz

An der Lechbrücke in Schongau waren am Donnerstag zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz.

Unter anderem war bei der Rettungsaktion ein Hubschrauber im Einsatz, außerdem war die Freiwillige Feuerwehr Schongau zusammen mit der Wasserwacht mit einem Motorboot auf dem Lech. Auch Rettungskräfte des Roten Kreuzes und mehrere Polizisten waren vor Ort. Während der Bergung war der Gehweg über die Lechbrücke gesperrt, der Verkehr auf der Straße lief laut Polizei aber normal weiter, sodass es dort zu keinen Behinderungen kam. Die Schongauer Feuerwehr war mit 15 Leuten für circa 45 Minuten im Einsatz, so Jürgen Haslinger. 

Nach der Bergung wurde die Leiche der Polizei übergeben. Die Kriminalpolizei nahm noch am Vormittag die Ermittlungen auf. Im Laufe des Tages konnte schließlich auch die Identität der toten Frau geklärt werden. Wie die Polizei auf Nachfrage mitteilte, handelt es sich um eine Schongauerin. Eine Fremdeinwirkung wird  als Todesursache ausgeschlossen.

Update 21. Februar, 11.50 Uhr aus Schongau/Bayern

Die Leiche an der Schongauer Lechbrücke wurde heute Morgen von einer Frau entdeckt, die auf dem Weg zur Arbeit war. Sie hat die Rettungskräfte alarmiert. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen.

Weitere Informationen folgen.

Frauenleiche gefunden - die Bilder der Bergungsaktion

Erstmeldung 21. Februar, 11 Uhr aus Schongau/Bayern

Schongau - Polizei, Feuerwehr und Wasserwacht waren am Donnerstagvormittag an der Schongauer Lechbrücke im Einsatz. Laut Polizeiangaben wurde dort die Leiche einer Frau gefunden.

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Ebenfalls aktuell brisant:  Live-Ticker: Polizei bestätigt zwei Tote - SEK im Einsatz - Bereich weiträumig abgesperrt

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