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„O‘zapft is“: Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman braucht dafür nur zwei Schläge.

Fastinator 2019

Starkbieranstich mit Michi Marchner im Schongauer Brauhaus

Mit losen Sprüchen, deftigem Essen, zünftiger Musik und vor allem mit dem „Fastinator 2019“ des Jungbrauers Stefan Albrecht startete das Schongauer Brauhaus am Samstagabend in die Starkbierzeit.

Schongau – „Ein malzaromatisch eingebrauter, bernsteinfarbener Doppelbock, mit bestem Aromahopfen gekocht – ein elegantes Starkbier, welches mit seiner Stammwürze von 18,2 Prozent im Gärkeller des Schongauer Brauhauses gereift ist“, so beschrieb Stefan Albrecht die 1000 Liter des Fastenbieres, die der 19-Jährige heuer in seinem letzten Lehrjahr gebraut hat. Den rund 120 Gästen beim Starkbieranstich gefiel’s. Sie ließen sich denn auch das süffige Gebräu schmecken, das mit durch den verwendeten fruchtigen Hopfen zwar nicht so stark wirkt wie andere Starkbiere, aber dennoch mit einem Alkoholwert von satten 7,9 Prozent seine anheiternde Wirkung nicht verfehlt.

Auch nicht bei den Gästen am Samstagabend. „O’zapft is“ hieß es nach zwei Schlägen von Bürgermeister Falk Sluyterman. Die lokale Prominenz, unter die sich auch der ehemalige Staatsminister Thomas Goppel (CSU) und Denklingens Bürgermeister Andreas Braunegger gemischt hatten, wartete gespannt auf die Fastenpredigt von Kabarettist Michi Marchner, der als „Bruder Michael“ dann auch ordentlich vom Leder zog.

Die Fastenpredigt von Michi Marchner im Schongauer Brauhaus

Dem SPD-Bürgermeister riet er, in den Werbefilmen der Lechstadt weniger Industrie-Schlote und mehr Krankenhaus zu zeigen. Frei nach dem Motto: „Die Schongauklinik – Dr. Kirschner betäubt das Oberland.“

Herzhafte Lacher waren dem Redner sicher, als er sein Manuskript zu „spannenden Themen“ Schongaus mit spitzen Fingern fallen ließ. Das neue Seniorenamt im Münzgebäude beleuchtete er dann aber dennoch, ebenso wie die Endlos-Diskussion eines Schongauer Geschäftsmannes, der noch immer den Parkplätzen auf dem Marienplatz hinterhertrauert. „Mit offenem Marienplatz meint er einen zugeparkten.“

Die Schongau-Broschüre sei von bestechender Aktualität. „Da steht noch Franz-Josef Strauß als Landrat drin.“ Und auch die Attraktivität komme nicht zu kurz: „Da musst erst für 1050 Euro einkaufen, um einen zehn Euro Gutschein zu bekommen.“

„Bruder Michael“ spricht über Hotels und den Schongauer Bahnhof

„Der Tourist kommt dann, wenn es gute Übernachtungs-Angebote gibt“, sagte „Bruder Michael“ mit einem Seitenhieb auf die Klagen des eingesessenen Hoteliers zur Errichtung eines Boarding-Houses. Und als leichte Kost als Gegenpol zur schweren Schongauer Literatur wie „Hexe“ und „Henkerstochter“ riet er, doch ein Werk über den Bürgermeister „A Preiß im Allgäu“ zu verfassen.

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Den Schongauer Bahnhof nahm er ebenso ins Visier wie die „Kiss and Ride“-Zone, die „in Österreich Elternbringzone heißt, wobei da ja eigentlich die Kinder gebracht werden – Österreicher halt.“

Kornelia Funke und Tobias Kalbitzer werden derbleckt

Auch Stadträtin „Funki-Conny“ entging seinen Sprüchen nicht. Sie hatte zuvor von Wirtstochter Sophia Albrecht bei der Begrüßung schon vor dem Anstich eine Flasche Starkbier als Präsent bekommen, „weil sie es endlich geschafft hat, das Brauhaus in die Stadtführung aufzunehmen“. Tobias Kalbitzer, der nach seinem Ausstieg als Bürgermeister „ein Sofa zu verkaufen hat“, machte der Fastenprediger erst für 2026 Hoffnung, Schongaus neuer Bürgermeister zu werden.

Zu späterer Stunde betrat dann Comedian Florian Simbeck die Bühne, der mit einem gelungenen Auftritt und allerlei Gedanken und plastischen Darstellungen über Kindererziehung und Szenen einer Ehe beim Autofahren den Gästen die Lachtränen in die Augen trieb. Für zünftige Musik sorgte die Altbairische Gruppe der Stadtkapelle Schongau mit Dirigent Marcus Graf.

Myrjam C. Trunk

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