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Aus Zigeunerbraten wird Pusztabraten: Die Metzgerei Boneberger ändert den Namen des Schinkens, weil sich Kunden beschwert haben.

Beschwerden kamen vor allem aus München

Zigeunerbraten wird zum Pusztabraten: Metzgerei benennt Schinken um - weil Kunden meckern

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Wer bei der Metzgerei Boneberger (Schongau) einkauft bekommt statt „Zigeunerbraten“ nun „Pusztabraten“. Kunden hatten sich zuvor beschwert.

Schongau - Er ist laut Hersteller deftig, mager, zart und saftig, schmeckt nach Knoblauch und Chili. Die Rede ist vom „Zigeunerbraten“, einem Schinken, den die Metzgerei Boneberger seit eh und je anbietet. 150 Kilogramm werden davon wöchentlich hergestellt, sagt Boneberger-Chef Michael Walk.

Neuerdings werden ihn Kunden aber nicht mehr unter diesem Namen in der Auslage finden. Stattdessen steht auf dem Schinken nun ein Schildchen mit dem Schriftzug „Pusztabraten“. Die Wurst ist die gleiche, nur der Name ist eben neu - und zwar aus einem bestimmten Grund.

Metzgerei bekam zahlreiche Beschwerden wegen der Bezeichnung „Zigeunerbraten“

Die Namensänderung begründet Michael Walk mit Beschwerden, die immer wieder auch per Mail bei ihm eingingen. „Es war jetzt keine Kampagne, sondern es gab stete Beschwerden, auf die ich jetzt reagiert habe“, sagt Walk. In den Münchner Filialen hätten sich Kunden sogar persönlich beschwert.

Zigeuner-Kochsalami - geht es nach manchen Kunden, darf es auch diese nicht mehr geben.

„Auf so einen Ärger kann ich gerne verzichten.“ Deshalb werde er auch die „Zigeuner-Kochsalami“ umbenennen und sich für den „Zigeunerbraten“, der am Freitag als Tagesgericht im Imbiss angeboten wurde, einen neuen Namen überlegen.

Chef über „Zigeunerbraten“-Eklat: „Der Zeitgeist ist offenbar so“

Am Freitag hatte die Metzgerei „Zigeunerbraten“ auf der Tagesgerichte-Karte. Auch hier muss sich der Chef einen neuen Namen überlegen.

Letzte Woche sei jedenfalls der neue Name für den „Zigeunerbraten“ erstmals in den Läden verwendet worden. „Der Zeitgeist ist offenbar so“, sagt Walk. Die meisten Kunden allerdings, so Walk, reagieren auf die Namensänderung mit Lachen.

Möglichen Ärger über die Bezeichnung scheinen auch die Gaststätten im Landkreis zu umgehen, aber auf andere Art und Weise. Das ergab eine Umfrage bei 15 Wirtshäusern in der Region. Den Zigeunerbraten sucht man auf den Speisekarten der befragten Lokale vergeblich, auch unter anderer Bezeichnung. 

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Ein Wirt sagt weiter „Zigeunerbraten“ - weil er bald im Ruhestand ist

Lediglich im Eichbichl-Stüberl in Habach steht er ab und zu noch auf der Tageskarte. „Das Thema mit der Bezeichnung gibt es seit 20 Jahren“, sagt der Inhaber Herbert Messing. Beschwerden habe es bei ihm jedoch nie gegeben. Ändern würde Messing den Namen jetzt sowieso nicht mehr, da er in zwei Wochen in den Ruhestand geht.

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bo/sta/pp

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