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Benefizkonzert in der Schongauer Stadtpfarrkirche: Wettstreit im virtuosen Fingerspiel

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Auch der Kirchenchor und das Kirchenorchester unter der Leitung von Andreas Wiesmann boten beim Benefizkonzert eine herausragende Leistung. © Fröhlich

Zu einem Benefizkonzert haben die Freunde und Förderer der Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt jüngst in die Stadtpfarrkirche eingeladen. Organist Andreas Wiesmann hat den Abend Wolfgang Amadeus Mozart gewidmet.

Schongau – Ein wunderschöner Einstieg in den Abend beim Benefizkonzert ist den Mitwirkenden im ausdrucksstarken Flötenkonzert G-Dur KV 313 gelungen: Solistin Katharina Ehlich an der Querflöte und Andreas Wiesmann an der Orgel wetteiferten geradezu in virtuosem Fingerspiel und ließen die Mozart-Klänge in spielerischer Leichtigkeit durch das Kirchenschiff schweben.

Beginnend mit dem heiter-beschwingten „Allegro maestoso“, über das langsame, fast schon romantisch anmutende „Adagio ma non troppo“, bis hin zum Schluss-Rondo „Tempi di Minuetto“, das in typisch französischem Menuett-Stil geradezu vor Frische und Munterkeit sprühte.

Der zweite Teil des Konzerts gehörte der „Missa solemnis“ in C KV337, ebenfalls von Wolfgang Amadeus Mozart, dargeboten von Kirchenchor und Kirchenorchester unter der Leitung von Andreas Wiesmann und mit den Solisten Sabine Braun (Sopran), Irmgard Braun (Alt), Wilfried Michl (Tenor) und Franz Nagel (Bass). Während das verhalten anfangende „Kyrie“ sich langsam steigerte, kam das „Gloria“ in flottem Takt daher und bot einen schönen Wechsel zwischen Chor und Solo-Passagen. Das „Credo“ bewegte mit feierlichem Choreinsatz.

Über „Sanctus“ und „Benedictus“ bis hin zum sanften „Angus Dei“ wurden die Zuhörer durch ein berührendes Wechselbad der Gefühle geschickt. Wieder einmal wurde bewiesen, über welche gute Qualität Musiker und Chor verfügen, aus den Andreas Wiesmann immer wieder das Optimum herausholt.

Pünktlich kurz vor dem Glockenläuten, an das sich ein tosender Applaus der Besucher in der voll besetzten Kirche anschloss, fand das Konzert ein Ende. Die Besucher hatten wieder einmal eine kleine Sternstunde im Rahmen der Reihe „Musik zum Tagesausklang“ erlebt – und das zum Nulltarif. Gespendet werden durfte natürlich trotzdem.

Die bisher gespendeten Mittel wurden laut Helmut Hunger, dem Vorsitzenden der Freunde und Förderer der Stadtpfarrkirche, für die Innenrestaurierung der Kirche, die Orgel, den barrierefreien Zugang und die Epitaphien verwendet. Mit den Spenden aus dem aktuellen Konzert soll die stark beschädigte Kreuzigungsgruppe an der Ostseite der Schongauer Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt restauriert werden.

Einen besonderen Dank richtete Helmut Hunger an Andreas Wiesmann und alle Mitwirkenden des Konzerts, die dieses ohne Gage zugunsten des guten Zwecks gestaltet haben.

VON URSULA FRÖHLICH

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