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„Salat to go“ war der Renner am Stand der Gruppe „Schongau belebt“. Pflegetipps gab es an diesem unter anderem von Martin Kayser (rechts). 

Schongau blüht auf

„Salat to go“, Monstranz-Bohnen und viele nützliche Tipps

Garteln liegt wieder voll im Trend. Für das richtige Material, wertvolle Tipps und das nötige Bewusstsein für die Natur, haben die Standbetreiber beim Aktionstag „Schongau blüht auf“ gesorgt. Eine rundum gelungene Aktion, die viele Besucher anlockte.

Schongau – Fleißig haben die Mitglieder des Schongauer Gartenbauvereins Saatgut gezogen, Ableger gestochen und Blumenzwiebeln überwintert, die sie am Samstag in der Altstadt unter die Leute brachten. „Unsere Besucher interessieren sich vor allem für das richtige Anpflanzen“, berichtete Franz Langer, der wie seine Mitstreiter nicht müde wurde, jede Frage der interessierten Gartenfreunde zu beantworten.

Wer findet die Königin? Imker Paul Schneider (li.) war mit seinem Schaukasten eine der Attraktionen bei „Schongau blüht auf“.

Besondere Aufmerksamkeit wurde weißen Kugeln mit einzigartigen Zeichnung zuteil. „Das sind Monstranz-Bohnen“, klärte Langer auf. Eine sehr alte Sorte von Stangenbohnen, die er noch nie irgendwo zum Verkauf gesehen hätte. Ebenso wie die verschiedenen Setzlinge alter Tomatensorten, deren Saatgut der Gartenbauverein erst vor zwei Jahren erhalten hatte. Denn diese Sorten seien besonders robust und äußerst schmackhaft.

Damit Pflanzen im Sommer reiche Frucht tragen, braucht es vor allem ein Insekt: die Biene. Was diese kleinen Hautflügler alles leisten, wie sich Honig- und Brutwaben unterscheiden, und wie man sie schützen und unterstützen kann, darüber informierte Paul Schneider vom Imkerverein Schongau. Die kleinen Gäste waren vor allem vom Schaukasten begeistert, in dem es um die mit einem gelben Punkt markierte Königin nur so wimmelte. „Das ist allerdings nur ein Zehntel eines Bienenvolks“, erklärte Schneider.

Damit Bienenvölker auch in Zukunft genügend Nahrungsquellen finden, kümmert sich die Ortsgruppe des Bund Naturschutzes seit Jahren um ökologisch wichtige Flächen. „Eines unserer Projekte ist die Pflege der zwei Hektar großen Magerrasenfläche unterhalb des Krankenhauses“, erklärte Bettina Buresch und auf dieses wichtige Biotop hin. Dort blühen seltene Pflanzen, die wiederum seltene Schmetterlingsarten anziehen.

Wer kennt Monstranzbohnen? Franz Langer vom Schongauer Gartenbauverein weiß nicht nur, wie man diese seltene Art anbaut, er gab auch viele hilfreiche Tipps an Hobbygärtner.

Wer keinen Platz für große Beete und weitläufige Blumenwiesen hat, der konnte sich am Stand der Gruppe „Schongau belebt“ von tollen Ideen zum Thema „Urban Gardening“ inspirieren lassen. Dort gab es Salat in Töpfen, die man ohne weiteres auf der Fensterbank oder dem Balkon ziehen kann. „Salate haben keine großen Wurzeln, die kann man ohne weiteres in den Töpfen lassen, und so gehen auch garantiert keine Schnecken dran“, warb Carola Dempfle für ihren „Salat to go“. Mit ihren Untersetzern aus alten Eisenpfannen bediente sie gleich noch einen Trend: das „Upcycling“.

Kreativ waren auch die Flechtfrisuren mit Blumen, mit denen Friseur Daniel Mayr und seine Mitarbeiterin die weiblichen Gäste verschönerten. Und die hübschen Herzen aus Moos, Weidengeflecht und Rosen von Gabi Wagner sowie die schönen Blumen-Bilder und Fotografien von Anette Wenz.

Bewusstsein schärfend, informativ, mit praktischen Tipps und schönen, leckeren sowie seltenen Pflanzen: „Schongau blüht auf“ war auch heuer eine Erfolgs-Aktion, die keine Wünsche offen ließ. 

Christine Wölfle

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