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Schongau: Dornau-Staudamm bleibt wegen Bauarbeiten noch bis Ende Juli gesperrt

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Von: Christoph Peters

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Der Dornau-Staudamm dient Radlern und Fußgängern als beliebte Verbindung über den Lech.
Der Dornau-Staudamm dient Radlern und Fußgängern als beliebte Verbindung über den Lech. Wegen Bauarbeiten ist sie derzeit jedoch gesperrt und kann voraussichtlich erst wieder ab August genutzt werden. © Hans-Helmut Herold

Schon seit Längerem ist der Staudamm in der Dornau, der als beliebter Fuß- und Radweg über die Lechstaustufe dient, gesperrt. Grund sind Bauarbeiten des Kraftwerksbetreibers Uniper. Bis diese abgeschlossen sind, wird es noch dauern.

Schongau - Wie Theodoros Reumschüssel, Pressesprecher für den Bereich Wasserkraft bei Uniper, erklärt, haben die Arbeiten im November vergangenen Jahres begonnen. Seitdem wurden die sogenannten Grundeinlässe, durch die das Wasser fließt, wenn es nicht durch die Turbinen geleitet wird, auf Schäden kontrolliert.

Besonders die Fugen in den Tunnels stehen wegen der starken Strömung unter großer Belastung und müssten von Zeit zu Zeit erneuert werden, erläutert Reumschüssel. Damit die Techniker sicher in den Schächten arbeiten konnten, wurde per Autokran eine stählerne Wand vor den Einlässen installiert. Mittlerweile sei die Sanierung abgeschlossen und die Schutzwand wieder entfernt worden. Die Kosten für die Maßnahme beziffert Reumschüssel auf rund 600 000 Euro.

Ein modernes Kontrollsystem wird am Damm installiert

Noch teurer mit rund 750 000 Euro ist das zweite Projekt, das eine weitere Sperrung des Staudamms nötig macht. So wird derzeit laut Reumschüssel ein modernes Kontrollsystem, das auf Glasfaser basiert, installiert. Es soll im Betrieb deutlich mehr Daten liefern als das bislang eingesetzte System und so eine bessere Überwachung der Staustufe ermöglichen. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Ende Juli abgeschlossen sein, bis dahin bleibt der Staudamm gesperrt. Radler und Fußgänger müssen also vorerst weiterhin über die Privatstraße ausweichen, die unterhalb des Damms entlang des Lechs verläuft.

Die Investitionen teilen sich laut Pressesprecher Uniper und der Schongauer Papierfabrikbetreiber UPM, der das Kraftwerk ebenfalls nutzt.

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