Verabschiedung der ausscheidenden Schatzmeisterin Gabriele Schneider durch Fördervereinsvorsitzenden Erwin Krauthauf (links) und Musikschulleiter Karl Höldrich.

Förderverein zieht Bilanz

Ein wichtiger Teil der Musikschule

Der Musikschul-Förderverein ist ein wichtiger Teil der Musikschule Pfaffenwinkel. Er hat 212 Mitglieder, darunter die Stadt Schongau, einige Umlandgemeinden, interessierte Bürger und vor allem Eltern der Musikschüler. Im laufenden Schuljahr besuchen 700 Schüler die Musikschule.

Schongau – „Die Mitgliedsbeiträge und die seit einigen Jahren regelmäßigen Zuwendungen des Rotary Clubs Schongau und Lions Clubs Schongau-Pfaffenwinkel sind finanziell ein bedeutender Rückhalt“, berichtete Vorsitzender Erwin Krauthauf bei der Jahresversammlung. Darüber hinaus wirbt der Vorstand des Fördervereins intensiv um Spenden von Sponsoren und bei Konzerten.

„Alle Einnahmen werden für wichtige Ausgaben verwendet, für die im Haushalt der Musikschule kein Freiraum mehr zur Verfügung steht“, so Krauthauf. Im abgelaufenen Jahr sei als Schwerpunkt ein Fehlbetrag im Haushalt des Trägervereins Musikschule Pfaffenwinkel ausgeglichen und Instandhaltungskosten von Instrumenten übernommen worden.

2016 betrug das Budget des Trägervereins Musikschule Pfaffenwinkel 596 000 Euro, davon wurden 95 Prozent für die Lohnkosten der Lehrer und der Verwaltung aufgewendet. Auf der Einnahmenseite trugen die Musikschulentgelte 65 Prozent, Zuwendungen 33 Prozent, Spenden und die Freunde der Musikschule den Restbetrag zur Deckung der Kosten bei.

Im laufenden Schuljahr belegen 700 Musikschüler über 900 Stunden Musikunterricht bei 27 Lehrern, die alle die strengen Kriterien der Bayerischen Sing- und Musikschulverordnung erfüllen, meist in Teilzeit im Musikschulgebäude, aber auch in anderen Unterrichtsorten. Die Schüler stammen etwa zur Hälfte aus Schongau und zur anderen Hälfte aus Gemeinden des Altlandkreises. Um alle Schüler mit kostengünstigen und gut instand gehaltenen Musikinstrumenten leihweise versorgen zu können, besitzt und verwaltet der Trägerverein Musikinstrumente mit einem Versicherungswert von über 330 000 Euro, deren Verwaltung, Erneuerung und Instandhaltung großen zeitlichen und finanziellen Aufwand erfordert.

Seit fünf Jahren werden in der Welfen-Grundschule Schüler der dritten Klasse in einer Bläserklasse früh an Instrumente herangeführt und in der Kooperation mit dem Welfen-Gymnasium wird im gemeinsamen Symphonieorchester und in der hervorragenden Big Band den Schülern die Freude am Ensemblespiel weiter vermittelt.

„Das Musikschulgebäude hat sich in den Jahren zu einem Haus der Musik entwickelt, das nicht nur dem Musikschulbetrieb dient, sondern auch von drei Chören und dem Stadtorchester für regelmäßige wöchentliche Proben und darüber hinaus auch für Projekte anderer Gruppen genutzt wird“, freut sich Krauthauf.

Vergleich mit anderen Musikschulen ist ein enges Korsett

Bei allen Bemühungen, einen sparsamen und kostengünstigen Betrieb zu führen, ist es laut Krauthauf nicht gelungen, so viel zusätzlich zu erwirtschaften, um den Musiklehrern in den zwölf Jahren maßvolle Lohnanhebungen oder andere Vergünstigungen zu gewähren. Eine Anhebung der Entgelte für den Musikunterricht werde nur in kleinen Schritten gewagt, da ist der Vergleich mit den umliegenden Musikschulen ein enges Korsett, das der Trägerverein Musikschule Pfaffenwinkel auch nicht sprengen darf, um neue Musikschüler zu gewinnen.

Bei Bemühungen der Stadt, im Rahmen des IKEK die Musikschule Pfaffenwinkel zu einem gemeinsamen Mittelpunkt zu erklären, wurden die Bürgermeister der Umlandgemeinden ersucht, einen finanziellen Beitrag für die Sicherung des Bestands der Musikschule zu leisten, um dadurch eine Anhebung des Musikschulentgelts für Musikschüler aus ihren Gemeinden zu vermeiden. „Die mehr als enttäuschende Antwort aller war abschlägig“, berichtete Krauthauf. So bleiben die Gemeinden Altenstadt, Steingaden und Schwabbruck, die seit der Gründung der Musikschule Pfaffenwinkel Mitglieder im Förderverein sind, die einzigen Unterstützer.

Bei den Neuwahlen wurden der Vorsitzende Erwin Krauthauf, die Stellvertreterin Dr. Elisabeth Wagner und die Schriftführerin Kornelia Funke für weitere drei Jahren in ihrem Amt bestätigt. Da die Schatzmeisterin Gabriele Schneider auf eigenen Wunsch nicht mehr zur Verfügung stand, übernimmt der Vorsitzende das Amt kommissarisch bis ein Nachfolger vorgestellt werden kann. Musikschulleiter Karl Höldrich wurde neues Mitglied im Beirat mit Johanna Böck und Elisabeth Malzer.

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