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Ehemalige Hausmeisterwohnung wird zur„Wohlfühloase“

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Von: Christoph Peters

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Pfarrer Norbert Marxer segnete die neuen Räume der Mittagsbetreuung an der Schongauer Grundschule. © Hans-Helmut Herold

Nicht nur für die Schongauer Staufer-Grundschule hat nach den Osterferien mit dem Bezug des Neubaus ein neues Kapitel begonnen. Auch für die Mittagsbetreuung sind die alten Räume im Block C Geschichte. Ihr neues Domizil in der früheren Hausmeisterwohnung wurde jetzt feierlich eingeweiht.

Schongau – 100 Quadratmeter ist die Wohnung groß, in der das Hausmeister-Ehepaar der Grund- und Mittelschule bis zum Abschied in den wohlverdienten Ruhestand im Juli 2017 lebte. So viele Menschen, wie sich am vergangenen Donnerstag in den Räumen drängten, dürfte die Wohnung seit ihrem Bau 1988 als Teil des Verwaltungsgebäudes freilich noch nicht beherbergt haben. Eltern, Kinder, Betreuerinnen, Pfarrer, Bürgermeister: Alle waren gekommen, um die neuen Räume der Mittagsbetreuung an der Staufer-Grundschule feierlich einzuweihen.

Caritas seit 2000 der Betreiber

Seit 2000 betreibt die Caritas die Mittagsbetreuung. Angefangen habe man damals im benachbarten Köhlerstadl, ehe man später in das Obergeschoss von Block C der Grundschule umgezogen sei, erinnerte Caritas-Geschäftsführerin Monika Funk in ihrem Grußwort. Damals habe sich die Frage gestellt, ob es eine solche Einrichtung überhaupt brauche, blickte Schulleiterin Ursula Heitmeier zurück. Doch die Zweifel verflogen schnell. Die Mittagsbetreuung sei mittlerweile ein Selbstläufer geworden, eine wichtige Einrichtung, die Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erlaube, betonte sie.

Anfangs sollte die Mittagsbetreuung eigentlich im Neubau untergebracht werden. Doch während der Planung schwenkten die Verantwortlichen auf die Hausmeisterwohnung um. Die bot laut Stadtbaumeister Sebastian Dietrich mehr Platz, als im Neubau zur Verfügung gestanden hätte. Ein Glücksgriff, wie Funk betonte. „Das Ergebnis ist wunderbar.“

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Rektorin Ursula Heitmeier (re.) bekam von Caritas-Geschäftsführerin Monika Funk Blumen als Dankeschön. © Hans-Helmut Herold

In einem halben Jahr Bauzeit wurden die erneuerte Küche und das Wohnzimmer zu einem großen Hauptraum umfunktioniert. Aus zwei kleineren Zimmern entstand ein weiterer Gruppenraum, der genug Platz für das Erledigen der Hausaufgaben bietet. Auch die Sanitäranlagen wurden auf Vordermann gebracht. Ergänzt wird das Angebot durch einen Entspannungsraum. „Da können die Kinder runterfahren und was lesen“, erklärte Funk, die sich bei Doris Kögl bedankte, welche mit ihrer Pollinger Firma Wohnfühlen für die liebevolle Einrichtung verantwortlich zeichnete. Ihr Dank galt neben der Stadt auch den Mitarbeitern des Bauhofs, ohne die der Umzug nicht hätte vollzogen werden können.

„Es ist schön zu sehen, dass alles Hand in Hand greift“, sagte 2. Bürgermeister Tobias Kalbitzer, bei dem der Besuch der Wohnung besondere Erinnerungen hervorrief. Er habe früher mit den Söhnen des Hausmeister Fußball gespielt und sei deshalb als Kind oft bei ihnen zu Gast gewesen, verriet er und lobte: „Die neue Aufteilung ist sehr gelungen.“

37 Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse werden versorgt

Von einer „Wohlfühloase zwischen Schule und Zuhause“ sprach denn auch Monika Funk. Die Mittagsbetreuung biete einen geschützten Bereich, um die Erziehungsarbeit zu unterstützen; wo sich die Kinder entsprechend ihren Talenten beschäftigen könnten, betonte die Caritas-Geschäftsführerin. Aktuell werden von den beiden hauptamtlichen Betreuerinnen Annemarie Niggl und Elke Hein sowie den Teilzeitkräften Anneliese Eberl und Ursula Thien 37 Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse versorgt. Und zwar montags bis freitags zwischen 11 und 14.30 Uhr – je nach Zahl der Stunden, die die Eltern buchen.

Wem das nicht ausreicht, dem steht an der Staufer-Grundschule neben der Mittagsbetreuung auch noch der Hort zur Verfügung. Ab dem kommenden Schuljahr kommt noch die gebundene Ganztagsschule hinzu. Ein derart flexibles Angebot an einem Standort sei selten, sagte Funk. Pfarrer Norbert Marxer war es schließlich vorbehalten, der „Wohlfühloase“ den kirchlichen Segen zu erteilen. Zuvor hatten die Kinder mit ihrer Darbietung des Lieds „Alle Vöglein sind schon da“ die Wohnung zum Klingen gebracht.

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