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Diese Woche lief der Verkehr noch zweispurig an der Baustelle der Marktoberdorfer Straße. Ab kommendem Montag wird es für drei Wochen enger, eine Ampelschaltung wird eingerichtet.

Halbseitige Straßensperre  vor dem Schulzentrum

Schongau erwartet nächstes Nadelöhr

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Ein weiteres Nadelöhr erwartet die Autofahrer ab kommender Woche in Schongau. Die Marktoberdorfer Straße wird im Bereich des Schulzentrums für knapp drei Wochen nur wechselseitig befahrbar sein, weil eine Unterführung saniert wird. Zu den Hauptverkehrszeiten dürften Staus nicht ausbleiben.

Schongau – Die Autofahrer aus Schongau und Umgebung hatten gehofft, dass ihnen ein Baustellensommer wie im vergangenen Jahr heuer erspart bleibt. Zumindest im Frühsommer dürften sie ab kommendem Montag, 3. Juni, ein kleines Déjà-vu erleben: Im Zuge des Knotenpunktumbaus an der Marktoberdorfer Straße/Schulzentrum erfolgen Sanierungsarbeiten an der Realschulunterführung, teilt die Stadt mit. Und weil nicht genug Platz ist, den Verkehr zweispurig an der Baustelle vorbeizuführen, muss die Fahrbahn halbseitig gesperrt werden. Der Verkehr wird „per Ampelbetrieb geregelt“, heißt es.

Vor allem in der ersten Woche der halbseitigen Sperre rechnet Martin Blockhaus vom Stadtbauamt mit Behinderungen, weil Schul- und Berufsverkehr zusammenkommen. Das seien aber nur „diese drei bis vier Tage“, macht er klar und verweist darauf, dass man den Großteil der Arbeiten ganz bewusst in die Pfingstferien gelegt hat. Eine entsprechende verkehrstechnische Anordnung ist seinen Angaben nach erlassen worden.

In den insgesamt drei Wochen haben die Verkehrsteilnehmer nun also am Ortsausgang von Peiting sowie am Ortseingang und in der Mitte Schongaus drei Baustellen vor der Nase. Neben dem neuen Nadelöhr Marktoberdorfer Straße erwartet sie nach wie vor der Dauerbrenner Mühlkanal. Auch hier wird der Verkehr immer wieder mal auf nur einer Spur über eine der beiden Brücken geführt. Die Baufirma ist mittlerweile immerhin so freundlich, den bevorstehenden Ampelbetrieb ein paar Tage vorher anzukündigen. Ein paar hundert Meter weiter ist dieser schon seit mehreren Wochen an der Tagesordnung. Die Schongauer Straße ist seit Ende April auf einem längeren Abschnitt nur einspurig befahrbar, weil die Trinkwasserleitung erneuert wird. Bis Ende Juli wird sich diese Baustelle hinziehen.

Hoffen, dass Umgehung frei bleibt

Die Stadt Schongau konnte darauf freilich keine Rücksicht nehmen. „Für uns ist das das geeignete Baufenster“, erklärt Blockhaus mit Blick auf die anstehenden Arbeiten an der Realschulunterführung. Das sieht auch die Polizei so. „Es lässt sich nicht anders lösen“, bedauert Hauptkommissar Klaus Riedl, Verkehrsexperte der Schongauer Inspektion. Die Bauzeit sei so gewählt worden, dass die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich belastet werden. Riedl weiß aber auch, dass eine der Hauptverkehrsadern ab Montag gleich dreifach belastet sein wird. „Man kann nur hoffen, dass die Umgehung immer frei bleibt“, sagt er.

Was in Schongau los ist, wenn es auf der Umgehung kracht, haben die Autofahrer vergangenes Jahr bekanntlich nicht nur einmal erlebt. Als die Bundesstraße gesperrt werden musste, kam der Verkehr in Schongau zeitweise komplett zum Erliegen.

Die Polizei empfiehlt den Schongauern deshalb auch in den kommenden drei Wochen, die „neuralgischen Stellen zu meiden, und wenn’s geht, komplett aufs Auto zu verzichten“, so Riedl.

 Lesen Sie auch: Vorerst kein Floß am Schongauer Lido

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