Auch in der Lechstadt soll eine Notgruppe eingerichtet werden

In Schongau fehlen 25 Kita-Plätze

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25 Eltern haben in Schongau für ihre Kinder ab Herbst keinen Kindergartenplatz. Eine Lösung gibt es noch nicht, eventuell wird eine Notgruppe eingerichtet.

Schongau – „Wir sind bemüht, für alle einen Platz zu schaffen“, so Esther Laue, zuständig bei der Stadt für Kinder- und Jugendwesen. Nicht nur bei ihr laufen seit geraumer Zeit die Telefone heiß. Denn in Schongau gibt es bei den Kindergärten heuer deutlich mehr Anmeldungen, als Plätze zur Verfügung stehen. Insgesamt wurden für das Kindergartenjahr in Schongau 164 Kinder für Kindergarten und Krippe angemeldet. Davon haben 25 noch keinen festen Platz.

„Die Eltern füllen die Voranmeldungen aus inklusive Wunschkindergarten, dann schauen wir, wo wir noch Kinder aufnehmen können, je nach Alter in der Krippe oder in der Regelgruppe“, erklärt Laue das Prozedere. Für manche Eltern sei es auch kein Problem, wenn ihr Kind noch ein Jahr zuhause ist. „Aber andere Eltern brauchen den Platz unbedingt“, kennt Laue die Nöte.

Es gibt verschiedene Lösungswege 

Für die Stadt gebe es nun verschiedene Lösungswege. Die Tagesmütter seien relativ ausgelastet, auch sei die Zahl der Kinder ohne Platz zu groß, um sie an Tagesmütter verteilen zu können. „Wir wollen versuchen, eine Notgruppe einzurichten und stehen bereits mit dem Landratsamt in Kontakt. Aber wir sind nicht die einzigen“, weist Laue auf die Notsituation in vielen Kommunen im Landkreis hin. Zuletzt hatte auch die Gemeinde Peiting einen Engpass bei den Plätzen melden müssen mit 14 fehlenden Krippenplätzen und 14 fehlenden Kindergartenplätzen.

Warum fehlen eigentlich so viele Plätze?

Woran liegt das? Es habe einen großen Zuzug gegeben. Und viele Zuweisungen vom Landratsamt, erklärt Laue, also Familien mit Kindern, die in Schongau eine Wohnung bekommen haben. „Das kann man nicht planen“, so Laue. Ein besonderes Problem hat man auch in Schongau wegen der „Korridor-Kinder“. Das Kultusministerium hatte relativ kurzfristig – Ende Januar – einen neuen Einschulungskorridor eingeführt für Kinder, die zwischen dem 1. Juli und dem 30. September sechs Jahre alt werden. Die Eltern konnten heuer erstmals nach Beratung und Empfehlung durch die Schulen frei entscheiden, ob ihr Kind zum kommenden Schuljahr oder erst ein Jahr später eingeschult wird. Die Frist für die Entscheidung der Eltern lief jedoch bis zum 3. Mai – wenig Zeit, um noch zu reagieren, findet Laue.

Ein weiterer Schwung Anmeldungen gehe auf die eben beschlossene Unterstützung der Eltern von 100 Euro monatlich für die Kindergartenbeiträge zurück. Eltern bekommen nun nicht nur einen Zuschuss für das letzte Kindergartenjahr, sondern bereits ab September des Jahres, in dem das Kind seinen dritten Geburtstag feiert. „Die Zuschüsse verzögern sich zwar etwas, aber Eltern bekommen das rückwirkend ausgezahlt.“ Und auch diese Entwicklung habe man nicht absehen können, so Laue.

Vielleicht kann eine Notgruppe eingerichtet werden

Welche Lösung kann nun gefunden werden für die Schongauer Eltern? Mit dem Landratsamt steht man im engen Kontakt. „Aber es kommt darauf an, wie schnell wir uns einigen können“, so Laue. Für eine Notgruppe muss erst einmal eine Betriebserlaubnis erteilt werden. Und natürlich muss das auch erst der Stadtrat noch absegnen.

Dann bleibt noch die Unsicherheit in Sachen Personal, eine große sogar. Laue: „Die Ausschreibungen laufen, aber das liegt nicht in meiner Hand. Wenn wir kein Personal finden, können wir die Gruppe auch nicht betreiben.“ In der Sitzung am Dienstagabend sollte das Schongauer Gremium über den aktuellen Sachstand informiert werden.


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Rubriklistenbild: © dpa / Fabian Sommer

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