+
Viele kleinere Maßnahmen, speziell auch im Brandschutz, summieren sich bei der Sanierung des Schongauer Feuerwehrhauses zu einem Plus von 570 000 Euro gegenüber der ersten Schätzung.

Aus dem Stadtrat

Schongauer Feuerwehrhaus wird deutlich teurer

  • schließen

Rund 30 Prozent teurer als geplant wird die Sanierung des Schongauer Feuerwehrhauses. In der Detailplanung musste nachgebessert werden, auch im Brandschutz.

Schongau – „Wir wollen die Schongauer Feuerwehr für die Zukunft gut aufstellen“, so Till Penski vom Schongauer Stadtbauamt. Ende November 2018 waren die Vorentwürfe vorgestellt worden, jetzt wurde die Eingabeplanung vorgelegt. Gegenüber dem ersten Plan (für damals geschätzte 1,73 Millionen Euro) erhöhen sich die Kosten nun um mehr als 30 Prozent auf 2,3 Millionen Euro.

Mehr Sanierungsbedarf als anfangs gedacht

Nach Bestandsaufnahme und Bestandsanalyse gemeinsam mit Vertretern der Feuerwehr, des Bauamtes und der beteiligten Ingenieurbüros ergebe sich ein erhöhter Sanierungsbedarf, erläuterte Penski den Mitgliedern des Stadtrats. Vor allem im Bereich Brandschutz und Blitzschutz sind Nachbesserungen fällig, aber beispielsweise sind auch Fallleitungen defekt. Die erste Eingabeplanung des Feuerwehrhauses stammt aus dem Jahr 1969, größere Sanierungen oder Umbauten hätte es bis auf die hinteren Anbauten vor rund 25 Jahren im Großen und Ganzen nicht gegeben, so Penski. Die Erhöhung der Sanierungskosten ergäben sich insgesamt aus einem Sammelsurium kleiner Maßnahmen, so Penski.

Gebaut wird ein eigener Alarmeingang

So enthält der neue Plan etwa einen eigenen Alarmeingang, wie der Planer des Penzberger Architekturbüros „b3 Architekten“ im Stadtrat vorstellte. Darüber wird der Übungsturm für die Jugend gebaut, wo etwa das Anleitern geprobt werden kann. Nicht zuletzt wird der Schulungsraum im Obergeschoss, der auch extern genutzt werden kann, behindertengerecht erschlossen. Auch die Übergabestation für gebrauchte Atemschutzgeräte anderer Ortsfeuerwehren wurde aus praktischen Gründen verlegt – in die Nähe der Atemschutzwerkstatt. „Schongau ist gemeinsam mit Penzberg und Weilheim eine von drei Standortfeuerwehren und übernimmt verschiedene Aufgaben als Service wie etwa die Aufbereitung dieser Geräte“, erläutert Penski auf Nachfrage.

Stadtrat bewilligt auch Risikobudget

„Die Kostensteigerungen sind bedauerlich, aber es ist eine immens wichtige Aufgabe“, so Friedrich Zeller (SPD), daran ließen die Stadträte auch keinen Zweifel. Die Verwaltung hatte außerdem ein Risikobudget von fünf Prozent beantragt (110 000 Euro). Bisher ebenfalls nicht mit eingeplant waren Kosten in Höhe von 58 000 Euro für ein digitales Gebäudemanagement. Diese Summen kommen oben drauf und wurden extra beschlossen.

Und wie sieht der Zeitplan aus? In den nächsten drei Wochen wird die Genehmigungsplanung fertiggestellt, im Herbst könnten dann erste Baumaßnahmen starten, schätzt Penski. Vor allem alle Außenarbeiten sollen nach Möglichkeit vor dem Winter abgeschlossen sein. Im Feuerwehrhaus wird Abschnitt für Abschnitt gemacht, denn der Betrieb soll ohne Einschränkung weiterlaufen. „Entsprechend geht es hier und da vielleicht nicht so schnell vorwärts, weil es aufwendiger ist bei laufendem Betrieb als bei einer normalen Sanierungsmaßnahme.“ Aber auch die Feuerwehrler selbst wollen tatkräftig mit anpacken, wie etwa bei Abbrucharbeiten. Fertig sein soll das neue Feuerwehrhaus dann ein Jahr nach Sanierungsstart, also im Herbst 2020.

Das könnte Sie auch interessieren:

Aus einem Bundesförderprogramm gibt es vielleicht Geld für die neue Rutsche im Bad.
So sahen die Planungen für das Schongauer Feuerwehrhaus im Herbst aus.

Und hier gibt es weitere Themen aus der Region Schongau

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

SOG
Bürgermeisteramt in Reichling: Schelkle und Scharding bewerben sich
Zwei Gemeinderäte wollen sich für das Amt des Reichlinger Bürgermeisters bewerben: Alfons Schelkle und Lars Scharding würden gerne die Nachfolge von Margit …
Bürgermeisteramt in Reichling: Schelkle und Scharding bewerben sich
WM
Die 3000. Ehrenamtskarte ging an Hermann Reich
3000 Ehrenamtskarten hat der Landkreis seit dem Jahr 2014 verteilt. Jetzt wurde in Oberhausen wieder eine Übergabe gefeiert – verbunden mit großem Lob für die …
Die 3000. Ehrenamtskarte ging an Hermann Reich
Pro-Kopf-Guthaben in Böbing steigt weiter
Bauland, Kauf und Ausbau des Kindergartens St. Hedwig, Ausbau von Mobilfunk, Breitband sowie der Waldwege und der Staatsstraße WM 24: Über all das hat Böbings …
Pro-Kopf-Guthaben in Böbing steigt weiter
Plastik-fasten-Aktion: „So weitermachen wie bisher geht nicht“
Den Inhalt des gelben Sacks auf die Hälfte zu reduzieren, fällt relativ leicht. So das Fazit der Aktion „7 Wochen ohne Plastik“ der evangelischen Kirchengemeinde und der …
Plastik-fasten-Aktion: „So weitermachen wie bisher geht nicht“

Kommentare