+
Weg mit den Schildern, her mit der „Hol- und Bringzone“ vor dem Schongauer Schulzentrum: Hier packen (von links) Raimund Reichle (Baufirma Hubert Schmid), Stephan Hild (UWV), Kornelia Funke (CSU), Sebastian Dietrich (Stadtbaumeister), Ilona Bö se (SPD), Ulf Käsebier (Baufirma), Bürgermeister Falk Sluyterman, Holger Theisen (Ingenieurbüro), Sven Schulze und Christoph Schmid (beide Baufirma) tatkräftig mit an.

Am Schongauer Schulzentrum

Freie Fahrt in der „Hol- und Bringzone“

  • Barbara Schlotterer-Fuchs
    vonBarbara Schlotterer-Fuchs
    schließen

Seit 20 Jahren Dauerbrenner-Thema im Stadtrat und jetzt innerhalb von nur sieben Monaten fertiggestellt: Gestern haben Vertreter der Stadt gemeinsam mit Mitarbeitern der Baufirma den Kreisverkehr an der Marktoberdorfer Straße samt Erschließungsstraßen und „Hol- und Bringzone“ vor dem Schulzentrum in Schongau offiziell freigegeben.

Schongau– Es ist ein Millionenprojekt, das nach zwei debattenreichen Jahrzehnten zum Abschluss gekommen ist: Der Kreisverkehr an der Marktoberdorfer Straße ist freigegeben, ebenso alle baulichen Maßnahmen, die im Zuge dessen gleich mit angepackt worden sind.

Die Gesamtkosten liegen bei 2,3 Millionen Euro, wobei man sich in Schongau über Fördergelder des Freistaats von 500 000 Euro freuen durfte. Der Kreisverkehr selbst hat mit rund 1,1 Millionen Euro zu Buche geschlagen. Hinzu kommt die Erschließungsstraße für den Gartenweg (200 000 Euro), die Anbindung des Hauses für Kinder (62 000 Euro), die Anpassung der Bürgermeister-Lechenbauer-Straße (67 000 Euro), der lärmmindernde Asphalt auf der Markoberdorfer Straße (327 000 Euro) sowie die „Hol- und Bringzone“ (200 000 Euro).

Bürgermeister und Stadtbaumeister appellieren an die Eltern 

Dass vor allem letztere nun auch angenommen wird: In dieser Sache appellierten Bürgermeister Falk Sluyterman und Stadtbaumeister Sebastian Dietrich an die Eltern. „Die Hol- und Bringzone war im Stadtrat nicht ganz unumstritten“, räumte der Stadtchef ein. Er hoffe nun auf eine Entlastung der Fanschuhstraße. „Wer die Kinder zur Schule bringen muss, kann sie in dieser Zone gefahrlos absetzen.“ Von hier aus könne man alle vier Schulen problemlos erreichen, so Dietrich. An der Fanschuhstraße hingegen „kreuzen sich die Wege von Schulkindern und Verkehr“ und das sei gefährlich.

Auch der Kreisverkehr konnte überpünktlich freigegeben werden

Da der Kreisverkehr dank zügiger Arbeiten schon Wochen vor dem offiziellen Termin eröffnet werden konnte, gibt es auch schon Feedback im Rathaus. Laut Sluyterman durchwegs positive Rückmeldungen, „und das mag ja was heißen in Schongau“.

20 Jahre von der Idee bis zur Fertigstellung

Übrigens: Von der Idee bis zur Fertigstellung dieses Groß-Projekts sind mehr als zwanzig Jahre ins Land gegangen. Die ersten Gedanken gemacht hatte man sich im Stadtrat über die Verkehrssituation an besagter Stelle nämlich bereits im Jahr 1998 – da war die Marktoberdorfer Straße aufgrund des Umgehungsbaus zur Ortsstraße umgestuft worden.

Erste konkrete Überlegungen und Entwürfe gab es dann im Jahr 2006. Dass der Kreisverkehr samt aller damit zusammenhängenden Baumaßnahmen so wie er jetzt ist gebaut wurde, das ist laut Sluyterman auf einen Antrag der CSU-Stadtratsfraktion aus dem Jahr 2015 zurückzuführen, in dem ein Verkehrskonzept für das Schulzentrum gefordert worden war.


Und diese Themen könnten Sie auch interessieren:

14 Plätze im Heiliggeist-Spital Schongau können nicht belegt werden, weil Pfleger fehlen 

Fridays for Future: Erste Klimademo in Schongau am 29. November

Und hier finden Sie weitere Berichte aus der Region

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„Du bist ein lebendiges Beispiel fürs Ehrenamt“
In kleinem feierlichen Rahmen haben sich die zehn Premer Vereine von ihrem ehemaligen Bürgermeister Herbert Sieber verabschiedet. Der Abend im Premer Weißwurststadl war …
„Du bist ein lebendiges Beispiel fürs Ehrenamt“
Wolf in oberbayerischem Wald gesichtet: Jäger richtet mahnende Worte an Hundehalter
Ein Wolf treibt sich in einem Landkreis in Oberbayern herum. Das bestätigte das bayerische Landesamt für Umwelt. Die Identifizierung ist eindeutig.
Wolf in oberbayerischem Wald gesichtet: Jäger richtet mahnende Worte an Hundehalter
Rottenbuch schließt die letzten Breitband-Lücken
Die Gemeinde Rottenbuch will die letzten weißen Flecken auf der Glasfaser-Karte schließen. Geld kommt über ein neues Förderprogramm. Der Gemeinderat macht dafür den Weg …
Rottenbuch schließt die letzten Breitband-Lücken
Schongau: Viele  Schulweghelfer hören auf
Beim Team der Schongauer Schulweghelfer gibt es eine Änderung. Martina Heim, die bisher den Einsatz der rund 30 Helfer koordinierte, hört zum Schuljahresende auf. …
Schongau: Viele  Schulweghelfer hören auf

Kommentare