Gibt Tipps zum Umweltschutz: SN-Mitarbeiterin Christine Wölfle. 

Neue Kolumne

Fridays for Future Dahoam: „Der kleine Beitrag zum Umweltschutz macht Spaß“

Fridays for Future: Für die einen ein Reizwort, für die anderen das neue Evangelium. Ich möchte Ihnen immer freitags Tipps geben, wie man im ganz Kleinen zu Hause anfangen kann, seinen eigenen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Das spart nicht nur Müll, sondern tatsächlich auch Geld. Und es macht furchtbar Spaß!

Zugegeben, ich brauche auch noch die Restmülltonne und den Gelben Sack. Aber seit vier Jahren wird es immer weniger. Deshalb möchte ich auch Schlagworte wie „Plastikfasten“ vermeiden. Das ist für mich ähnlich einer Diät, hat was mit Verzicht zu tun und ein Jojo-Effekt ist nicht auszuschließen. Dann doch lieber die langsame „Ernährungsumstellung“ – wahrscheinlich auch der falsche Begriff, denn selbstgemachte Grillanzünder sollte man nicht unbedingt essen. Auch nicht als Tofu-Fan.

Vielmehr geht es darum, dass man mit jeder Verpackung, die man einspart, mit jedem Utensil, das man selbst herstellt, sein eigenes Bewusstsein schärft, Wertigkeiten neu erkennt und sich nicht zuletzt ein wenig Stolz und Zufriedenheit einstellt.

Doch bevor es theoretisch zu abgehoben wird, gehen wir lieber zurück zur Praxis. Haben Sie Lust, beim Einkauf Verpackungen einzusparen und im Haushalt und der Körperpflege selbst erfinderisch zu werden? Dann können Sie in nächster Zeit schon einmal ein wenig sammeln. Denn es ist wahrscheinlich unbefriedigend, wenn man starten möchte, aber die richtigen Sachen nicht zur Hand hat.

Gut wiederverwenden und befüllen lassen sich: Joghurtkübel mit Deckel, Pump-Sprühflaschen (zum Beispiel Badreiniger oder Haarspray), Kanister (von destilliertem Wasser), Glasflaschen und -gläser jeder Art und Größe. Für die Herstellung benötigt man oft Soda, Natron, Zitronensäure in Pulverform, Essig und Seife (alles in örtlichen Geschäften und Apotheken erhältlich) – falls jemand in den kommenden Wochen zum Einkaufen kommt.

Natürlich sind sämtliche Rezepte nicht meiner Fantasie entsprungen. Ich habe Ideen gesammelt, mich mit Gleichgesinnten ausgetauscht und ausprobiert. Deshalb möchte ich mit dieser Kolumne nicht den Oberlehrer geben oder Lob einheimsen, ich bin einfach nur zufällig diejenige, die bei der Zeitung arbeitet.

Viele Rezepte habe ich aus Büchern und aus dem Internet. Witzig finde ich immer wieder, dass dort, sobald man einen Begriff wie „Fruchtfliegenfalle“ eingibt, sofort der Vorschlag mit dem Anhang „selber machen“ aufploppt. Erleichtert das Ganze und lässt den Rückschluss zu, dass man nicht die Einzige ist, die ausprobieren möchte.

Um jeglichem Shitstorm von vornherein die Grundlage zu entziehen, möchte ich darauf hinweisen, dass es sich mit dieser Kolumne ähnlich verhält wie mit dem Fernsehprogramm: Wem es nicht gefällt, der kann ja umschalten. Oder eben einfach nicht lesen. Da bin ich nicht beleidigt. Und Sie sollten es bitte auch nicht sein. Ich bin weder Chemiker noch Moralapostel. Ich bin einfach eine Mutter dreier Kinder, die Lust auf eine kleine, bessere Welt hat, das gerne weitergeben würde und sich über jeden einzelnen Mitstreiter freut.

VON CHRISTINE WÖLFLE

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