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Ein Mosaikstein im Bild Europas: Die SPD-Fraktionsvorsitzende Ilona Böse hielt die Weihnachtsansprache

Weihnachtsrede von Ilona Böse

Gemeinsam für positives Schongau

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Dass die Schongauer Kommunalpolitiker ein Vorbild für die Bürger sein sollen, dies wünschte sich Ilona Böse (SPD), die heuer die Weihnachtsrede im Stadtrat hielt.

Schongau – Trotz anstehender Wahlen dürfe es keine atmosphärischen Störungen geben, sondern eine Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg: „Nicht Schongau first, aber wir für Schongau“, so der Wunsch der Fraktionsvorsitzenden.

„Stadt lebens- und liebenswert halten“

„Wir sind es, die unsere Stadt lebens- und liebenswert halten müssen“, so der Fingerzeig Ilona Böses. An Themen hat es den Stadträten in dieser Legislaturperiode nicht gemangelt, dies zeige allein die Anzahl der Sitzungen, so Böse. 108 Stadtratssitzungen habe sie gezählt: „Wir haben wirklich viel gearbeitet.“ Im Hinblick auf die Kommunalwahlen richtete sie den Appell an die Bürger, die Chance wahrzunehmen. „In anderen Ländern werden Kriege geführt, wir sind in der glücklichen Lage, frei wählen zu können“, so Böse. Sie verwies darauf, dass Schongau sehr bunt sei, Menschen aus 78 verschiedenen Ländern leben in der Stadt. „Europa erlebt heftige Stürme, fragwürdige Personen wie Trump, Putin und Co. zündeln an allen Ecken und Enden.“ Sie hege jedoch die Hoffnung, dass man in Schongau einen Mosaikstein in das Bild Europas einfügen könne. „Bei uns haben Hass und Fremdenfeindlichkeit keinen Platz.“

„Das alltägliche Leben zu gestalten ist eine große Herausforderung“

Eine große Herausforderung sei es, das alltägliche Leben zu gestalten. Dass man die Stadt mit Leben füllen könne, verdanke man auch den örtlichen Firmen und Gewerbetreibenden. Auch die Verwaltung der Stadt könne nicht alles schultern, die Bürger seien gefragt.

Bei den Stadträten bedankte Böse sich für eine kollegiale, meist gute und zielführende Zusammenarbeit. Und wünschte sich dies auch für die Zukunft: „Mit Offenheit und Toleranz für ein positives Schongau.“

Auch Bürgermeister spricht persönliche Worte

Auch Bürgermeister Falk Sluyterman nutzte die Weihnachtssitzung für ein paar persönliche Worte. Ein intensives, ereignis- und arbeitsreiches Jahr liege hinter den Stadträten. 42 Sitzungen inklusive der Ausschüsse seien es alleine 2019 gewesen, da seien mindestens 100 Stunden zusammengekommen, Vorbereitungsarbeiten nicht mit inbegriffen. Er bedankte sich bei städtischen Mitarbeitern wie auch bei den Stadträten für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. Dies bedeute nicht, dass man immer einer Meinung gewesen sei – im Gegenteil. „Aber das ist gelebte Demokratie.“ Für die anstehenden Wahlen wünschte sich Sluyterman „einen Wettstreit um die besten Ideen für unsere Stadt“. Der Wahlkampf solle so ausgetragen werden, „dass wir uns nach den Wahlen wieder mit Anstand begegnen können“.

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