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Sie machen in Schongau die Stadtführungen. Von links Hans Hartung, Renate Zöpf, Gisela Sporer, Sylvia Hochmuth-Rexa, Kornelia Funke, Klaus Strempel, Rosemarie Kirchhofer und Karl Kühmoser.

3388 Gäste in 2018

Geschichten über Huren, Hexen und Henker: Stadtführungen in Schongau boomen

Seit 30 Jahren gibt es Stadtführungen in Schongau. Sie werden immer beliebter. Allein im vergangenen Jahr wurden 3388 Gäste gezählt. Vor allem bei den Erlebnisführungen ist der Zuspruch groß.

Schongau – Über Huren, Hexen und Henker im mittelalterlichen Schongau gibt es auch heute noch viel zu erzählen. Das Geschehen von damals weckt nach wie vor großes Interesse. Die Leute wollen wissen, was sich hinter den Stadtmauern von Schongau einst so alles abgespielt hat.

Jeden Freitagnachmittag um 16 Uhr (erstmalig am 3. Mai und dann bis Ende Oktober) kann man sich in Schongau einer Führung durch die malerische Altstadt anschließen. Die Stadtführer erzählen bei ihrer geschichtlichen Tour interessante Anekdoten, Daten und Ereignisse aus der Historie und begleiten die Gäste in das gotische Ballenhaus und in die barocke Stadtpfarrkirche. Treffpunkt ist das Rathaus Schongau. Eine Anmeldung zu dieser Führung ist nicht erforderlich.

Bei den Erlebnisführungen bietet die Tourist Information bereits am 13. Mai um 18 Uhr ein besonderes Schmankerl an. Die „Schongauer Biergeschichten“ werden von Stadtführerin Kornelia Funke unterhaltsam vorgestellt. Dabei erkunden die Teilnehmer die Geschichte der ehemaligen Stadtbrauereien und finden heraus, welche Schankgebote es im 14. Jahrhundert gab.

Im Juni ist dann Stadtführerin Gisela Sporer zum Thema Henkerstochter unterwegs, nämlich am Samstag, 22. Juni, um 17 Uhr. Dieser nicht alltägliche Stadtrundgang führt die Gäste zu verschiedenen Schauplätzen des Romans „Die Henkerstochter“ des Bestsellerautors Oliver Pötzsch. Spannende Geschichten über das mittelalterliche Schongau, Henker, vermeintliche Hexen und deren erstaunliches Wissen kann man bei dieser Führung erfahren. Lebendig wird die Geschichte durch die Schauspielgruppe Treibhaus und Musik mit Ahihr.

„Anna Gerberin – die Bürgersfrau zwischen Huren und Henker“ – bei dieser Erlebnisführung im August tritt Stadtführerin Sylvia Hochmuth-Rexa in Aktion. Sie nimmt die Gäste mit auf dem Gang ihrer Besorgungen durch die Altstadt und hinunter ins Gerberviertel. Diese Bürgersfrau trägt ihr Herz auf der Zunge, und da kann es schon passieren, dass man etwas über ihre heimliche Sehnsucht erfährt.

„Türme und Tore der Stadt Schongau – mächtige Zeugen des Mittelalters“ – darüber kann Stadtführerin Renate Zöpf viel erzählen. Sie lädt im August zur Erkundung der Befestigungsanlagen der Stadt Schongau ein.

Im Juli, August und September startet das historische Fernhandelsfloß am Schongauer Lechsee seine Fahrten entlang des fjordartigen Abschnitts am mittleren Lechtal. Das Flößereiteam mit Hans Hartung erwartet die Gäste am Schongauer Lechsee zu dieser eineinhalbstündigen Fahrt. Die Strecke verläuft bis hinter die Lechtalbrücke und dann wieder zum Bootshaus nach Schongau zurück.

Auch Halbtags- und Tagesausflüge durch den kunsthistorischen Pfaffenwinkel mit der Besichtigung der Wieskirche, der Stiftskirche Rottenbuch und des Welfenmünsters in Steingaden werden von der Tourist Information in Schongau angeboten.

Für Kinder ist ebenso etwas dabei. „Schongau mit dem Hexenkind entdecken“ – bei dieser Führung für Buben und Mädchen von fünf bis neun Jahren erzählt Stadtführerin Rosemarie Kirchhofer die Abenteuer der jungen Hexe Hagasusa nach dem Kinderbuch von Ellen Riedel und taucht dabei in die spannende Geschichte Schongaus ein.

Anmeldungen zu den Erlebnisführungen nimmt die Tourist Information Schongau unter Telefon 08861/214-181 und touristinfo@schongau.de gerne entgegen.

VON MICHAEL GRETSCHMANN

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