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„Leih-Prinz“ und persönlicher Kammerdiener an der Seite von „Lady Regina“ am vergangenen Faschings-Wochenende beim Kinderfasching in Burggen: Ein Heimspiel für den gebürtigen Burggener Konrad Hindelang.

Bett statt Faschingsfeier

Grippe-Krise bei Schongaus Tollität: „Kammerdiener“ springt als Leih-Prinz ein

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Oh weh, oh Schreck: Der Prinz ist weg. Schongaus Faschingsprinz Florian Igl ist abgetaucht. Krankheitsbedingt. Ein grippaler Infekt hat seine Tollität dahingerafft. Auch wenn diese Lücke nur schwer zu füllen ist: Der „persönliche Kammerdiener“ der Prinzessin „Lady Regina“ ist als Leihprinz eingesprungen.

Schongau – Das Fieber ist hoch, die Glieder sind schwer, die Nase will nicht mehr aufhören zu laufen. Den Schongauer Faschingsprinz „Sir Florian Prinzregent vom Schongauer Narrenreich“ alias Florian Igl hat es schlimm erwischt. Plötzlich war es losgegangen am Donnerstag. An Aufstehen aus dem Bett war gar nicht mehr zu denken. Zweimal hatte sich seine Hoheit dann am Wochenende sogar in die KVB-Bereitschaftspraxis begeben. Doch nichts zu machen: So ein grippaler Infekt macht eben selbst vor einem Prinzen nicht Halt.

Allein: Prinzessin „Regina Lady vom hohen Schloßberg“, die war jetzt – allein. Beim Kinderfasching am Donnerstagnachmittag im Jakob-Pfeiffer-Haus mussten sich Eure Hoheiten dann wegen des fiesen Virus entschuldigen lassen. Kein Winken, kein Tanzen, kein goldener Glanz.

Besser stand es dann auch zum Wochenende nicht um Prinz Florian. Bei zwei Auftritten von Garde und Hofstaat am Samstag in Altenstadt und Lechbruck glitt Prinzessin Regina Wühr dann zumindest halbwegs wü(h)rdevoll an der Hand des Hofmarschalls in den Saal.

Erster Ersatzprinz in Schongaus Geschichte

Ein Novum dann bei zwei Auftritten am Sonntagnachmittag: Mit einem Grinsen darf Hofmarschall Christian Schamper dann den ersten Ersatzprinzen vorstellen, den Schongau je hatte. „Meine Damen und Herren, heute an der Seite der First Lady: Der persönliche Kammerdiener Ihrer Tollität!“ Dabei handelt es sich um keinen geringeren als Konrad Hindelang. Mit dem Fasching in Schongau hat er eigentlich nichts am Hut. Trotzdem trägt er heute eine ausgeliehene Narrenkappe der SFG. Das schafft er auch hoch erhobenen Hauptes – auch wenn ihm die neue Aufgabe sichtlich noch nicht so ganz geheuer ist.

Leih-Prinz Konrad Hindelang macht das Ganze seiner Regina zu Liebe. Die Prinzessin ist im wahren Leben seine Herzensdame. Dass er ihr während der Faschingszeit zur Seite stehen wird: Das war nie eine Frage. Aber dann gleich als Prinz – damit hatte sicherlich keiner gerechnet.

Da war er noch fit: Prinz „Sir Florian“ an der Seite seiner „First Lady Regina vom hohen Schloßberg“, aufgenommen beim „Tanz auf dem Marienplatz“ vor gut zwei Wochen.

„Bevor der Fasching losging, haben wir noch gewitzelt, dass der Konrad mein persönlicher Kammerdiener ist“, erzählt Regina Wühr. Vom Kammerdiener in den Regentensessel – auch nicht schlecht. Beim Pfarrfasching im Jakob-Pfeiffer-Haus schlägt sich Konrad Hindelang dann schon ganz gut in der Rolle, die er vorübergehend zu erfüllen hatte.

Begeisterungsausbrüche dann beim Kinderfasching in Burggen. „Ist das nicht der Hindelang?“, fragt eine Mutter hinten stirnrunzelnd. Ja, tatsächlich ist es für Interims-Prinz Konrad ein Heimspiel hier in Burggen als gebürtiger Burggener. Den langsamen Walzer mit seiner Regina bringt er dann auch ganz gut hin. Auf den schnellen Cha-Cha-Cha-Teil verzichtet er an dieser Stelle gerne. Da scheint er dem bewährten Prinzen Florian eben nicht so ganz das Wasser reichen zu können.

Und auch sonst, so stellt es Prinzessin Regina Wühr ohne lange Umschweife fest, ist ihr Prinz Florian keinesfalls durch irgendeinen Leih-Prinzen zu ersetzen. Und sei es der eigene Freund. „Jeder, der den Flo kennt, der weiß: Wenn der nicht kommt, muss er todkrank sein.“

Hoffnung auf Besserung vor dem großen Feierwochenende

Die gute Nachricht von gestern: Es scheint aufwärts zu gehen mit Prinz Flo. Bleibt zu hoffen, dass das bis zum Faschingsendspurt am kommenden Wochenende mit großem Gaudiwurm am Sonntag in der Schongauer Altstadt klappt. Keine Bedenken hat der Vorstand der Schongauer Faschingsgesellschaft Andreas Mock. „Bis zum Endspurt sind’s ja noch ein paar Tage – da können wir uns getrost auf die Selbstheilungskräfte verlassen, die in jedem Fasnachter stecken.“ Mock ist sicher: „Die Aussicht darauf, dem Faschingswochenende als Prinz vorzustehen und die Faschingsschar anzuführen: Das holt die letzten Reserven hervor.“ Und: Die Hoffnung, die stirbt schließlich zuletzt.

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