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Das fünfköpfige Vorstandsteam bei den Grünen in Schongau besteht aus (von rechts) Esra Böse, Andreas Hornsteiner, Babett Schwöbel, Markus Keller und Bettina Buresch. 
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Das fünfköpfige Vorstandsteam bei den Grünen in Schongau besteht aus (von rechts) Esra Böse, Andreas Hornsteiner, Babett Schwöbel, Markus Keller und Bettina Buresch. 

Versammlung in der Blumenschule

Schongauer Grüne haben neues Vorstandsteam

Erst im Mai 2019 wurde der Grünen-Ortsverband Schongau gegründet. Drei Mitglieder haben es bei der Kommunalwahl dann auch gleich in den Stadtrat geschafft. Nun wurde eine neue Vorstandschaft gewählt.

Schongau – Vier Monate nach der Kommunalwahl 2020, bei der sie erstmals für den Stadtrat antraten und auf Anhieb drei Sitze errangen, sind bei den Grünen in Schongau neue Sprecher gewählt worden. Verantwortung übernehmen Esra Böse (36) und Dr. Andreas Hornsteiner (56). Schriftführerin ist künftig Dr. Babett Schwöbel (48).

Es ist noch nicht so lange her, dass in der Lechstadt ein Ortsverband der Grünen gegründet wurde; das war im Mai 2019. Doch Anna Kränsel hat ihr Amt als Vorsitzende bereits nach der Kommunalwahl im März 2020 niedergelegt. Ebenso hat ihr Mann Philipp Kränsel nicht mehr als Schriftführer kandidiert. Dafür haben sie familiäre Gründe genannt, hieß es auf der Jahresversammlung.

Zudem hat Florian Bentenrieder als Sprecher aufgehört. Er sei beruflich beansprucht und könne dem notwendigen Engagement für die Arbeit in der Vorstandschaft nicht gerecht werden. Bentenrieder war 2019 spontan zu der Aufgabe gekommen. Eine Besonderheit war, dass er in Peiting wohnt, aber die Schongauer Grünen in ihrer Gründungsphase unterstützt hat.

Esra Böse ist neue Sprecherin der Grünen in Schongau 

Die neue Sprecherin Esra Böse wohnt in der Altstadt und arbeitet als Architektin beim Büro Baldauf/Prill/Lutz, das seine Räume ebenfalls innerhalb der Mauern hat. Im Weilheim-Schongauer Kreisverband ist sie seit kurzem Beisitzerin. Esra Böse ist in Garmisch-Partenkirchen aufgewachsen.

In der Wahl, die Heike Dietrich vom benachbarten Peitinger Ortsverband geleitet hatte, erhielt Esra Böse von den wenigen Stimmberechtigten einmütig das Vertrauen ausgesprochen. „Nachhaltigkeit“ in vielen Bereichen sei ihr ein Anliegen, bekundete die neue Sprecherin.

Ihr zur Seite steht Andreas Hornsteiner, Er ist 56 Jahre alt, von Beruf Physiker und arbeitet als Geschäftsbereichsleiter bei einer Firma in Olching. Seit acht Jahren ist Hornsteiner, der von der Alternativen Liste Schongau zu den Grünen „rübergekommen“ ist, in Schongau zu Hause. An der Kommunalpolitik in Schongau sei einiges verbesserungswürdig, gab er auf der Versammlung im Cafe der Blumenschule zu verstehen.

Auf die richtige Dosis bei den Notizen im Protokoll versteht sich die neue Schriftführerin Babett Schwöbel. Die Apothekerin ist 48 Jahre. Sie arbeitet in München in der Industrie – zumeist vom Homeoffice aus. Schwöbel wurde erst vor kurzem Grünen-Mitglied. Markus Keller und Bettina Buresch komplettieren als Beisitzer die Vorstandschaft. Ein Kassier wurde nicht bestimmt; das Kassenwesen wird über den Kreisverband geführt. Markus Keller berichtete nur kurz davon, dass im Wahlkampf des Ortsverbandes 1235 Euro ausgegeben wurden – deutlich weniger als bei der CSU oder bei der SPD.

Grüne sind mit drei Frauen im Schongauer Stadtrat

Bettina Buresch sitzt gemeinsam mit Teresa Subiabre-Haseitl und deren jüngerer Schwester Janaina Subiabre-Haseitl im Schongauer Stadtrat. Die Grünen-Fraktion besteht also aus einem Frauen-Trio. Sie fühle sich genauso wie ihre Schwester im Stadtrat „gut aufgehoben“, bekannte Teresa Subiabre-Haseitl. Auch im Ortsverband würden sie sich wohlfühlen.

Bettina Buresch bezeichnete es als kleinen Erfolg, dass die Grünen mit dem Antrag zur Geschäftsordnung durchgekommen seien, nicht öffentliche Punkte (mit anonymisierten Namen) als Punkte in der Tagesordnung aufzulisten. „Der Bürger soll das wissen“, so Buresch.

Ebenso wie Ortsverbands-Sprecher Hornsteiner formulierte sie, dass man achtsam sein müsse wegen der Projekte im Westen. Damit nahm sie Bezug auf eine mögliche Müllverbrennung beim Biomasseheizkraftwerk Altenstadt und auf eine weitere Geruchsbelästigung durch die Firma Emter. 

JOHANNES JAIS

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