+
Die große Mensa für die Grund- und Realschüler ist fertig. Sie wurde jetzt bei einem Rundgang präsentiert. Von dieser Küche aus werden dann alle Schulen verköstigt. Auch Herzogsägmühle hat ein Angebot abgegeben.

Schongauer Schulzentrum

Gymnasiasten warten auf Mensa-Ergebnis

  • schließen

Die Ausschreibung für die neue Mensa am Schongauer Schulzentrum ist beendet. Jetzt heißt es warten. Die Gymnasiasten würden „ihrer“ Herzogsägmühle nachtrauern.

Schongau– Wie Bettina Schade, Geschäftsleiterin der Stadt Schongau, auf Anfrage verriet, habe man mit der europaweiten Ausschreibung für die große Schulmensa ein externes Büro beauftragt. Dort werden nun die Unterlagen, die über das elektronische Verfahren bis gestern Vormittag eingegangen sind, gesichtet. „Alle Angebote müssen ausgewertet werden, das dauert mit Sicherheit“, so Schade. Wie lange, lässt sich schwer einschätzen. „Je nachdem, ob es 20 Angebote sind, oder nur eines – es kann uns alles passieren, es bleibt also spannend“, so Schade.

SMV hatte weitere Aktionen überlegt 

Damit kann die Geschäftsleiterin der Stadt auch eine drängende Frage der Gymnasiasten noch nicht beantworten, nämlich ob es in irgendeiner Form mit ihrer heiß geliebten Herzogsägmühler Mensa weitergeht. Der Schongauer Schüler Timm Kempf, der in der Schülermitverwaltung aktiv ist, hatte noch einmal bei den Schongauer Nachrichten angefragt. Man habe überlegt, ob eine weitere Aktion für eine regional betriebene Schülermensa sinnvoll sei.

Die Gymnasiasten, Lehrer und Eltern wünschen sich, dass Herzogsägmühle die Mensa weiterbetreibt.

Die Schüler hatten zuletzt im Januar eine große Unterschriften-Aktion gestartet und aktiv für „ihre“ Herzogsägmühler Mensa gekämpft, ein seit 14 Jahren erfolgreiches und von allen Seiten gut angenommenes Inklusionsprojekt. Die Sorgen der Gymnasiasten zum einen, dass es mit einer Großküche, die alle Schulen beliefert, nicht mehr so gut läuft. Neben der Integration – in der Mensa des Gymnasiums arbeiten Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen – war aber auch die Nachhaltigkeit Thema. Herzogsägmühle belieferte beispielsweise mit Biogemüse aus eigener Gärtnerei, ein großer, zentraler Caterer kann diese Qualität aber möglicherweise nicht gewährleisten.

In Herzogsägmühle sitzt man auf glühenden Kohlen

Auch in Herzogsägmühle sitzt man auf glühenden Kohlen. „Wir warten mit freudiger Spannung auf die Ergebnisse der Ausschreibung“, so Daniel Löscher, Fachbereichsleiter der Abteilung Arbeit für Menschen mit Behinderungen. Die Aktivitäten der Schüler, Lehrer und Eltern hatten die Diakonie angespornt, doch noch ein Gebot abzugeben. „Wir haben uns sehr über den Zuspruch gefreut.“ Und über die positive Grundstimmung, die den Mitarbeitern und Beschäftigten von Herzogsägmühle entgegengebracht werde. „Der Mensch steht im Vordergrund“, so Löscher.

180 bis 200 Schüler können gleichzeitig essen 

Die Mensa für das Schulzentrum hat ihren Platz in den neuen Räumen der Grundschule gefunden. Von dieser zentralen Küche aus werden ab dem kommenden Schuljahr die Schüler aller vier Schulen plus Hort versorgt, wobei dieser noch eine eigene kleine Küche hat. Während die Mittelschüler und die Gymnasiasten separat essen und die Speisen jeweils von der Groß-Küche in der Grundschule in die Essensräume an den Schulen geliefert werden, können in der neuen Mensa in der Grundschule 180 bis 200 Schüler der Staufer Grundschule und der Pfaffenwinkel-Realschule gleichzeitig speisen, wie Planer Franz Balda vom gleichnamigen Architekturbüro jüngst bei einem Rundgang durch die Grundschule erläuterte. Man werde auf leicht versetzte Pausenzeiten achten, so Grundschulrektorin Ursula Heitmeier. Für die Grundschüler ist es insgesamt ein Start an der Mensa, wird es ab Herbst doch erstmals eine gebundene Ganztagsklasse geben. Die Räume sind überwiegend in Holz gehalten – der Fußboden in Eiche, die Wände und die Decke in der etwas helleren Weißtanne.

Worauf Bürgermeister Falk Sluyterman beim Rundgang verwiesen hatte: „Wir haben ein ausgewogenes Konzept ausgeschrieben, es gibt etwas Gutes zu essen.“ Die Ergebnisse der Ausschreibung werden in einer der nächsten Sitzungen vorgestellt.

Was Sie auch interessieren könnte:

Rundgang durch die neue Staufer Grundschule. 

Spielplatz sanieren oder lieber als Bauplatz nutzen?

Und hier find12en Sie weitere Artikel aus der Region

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Ehrenbürgerschaft für Helfer: Langs feiern krönenden Abschluss in Rumänien
Einen emotionalen Abschied bereiteten jüngst die Bürger des rumänischen Dorfs Zagujeni Helga und Rudolf Lang. Zum Dank für die jahrelange Hilfe wurde dem Ehepaar aus …
Ehrenbürgerschaft für Helfer: Langs feiern krönenden Abschluss in Rumänien
„Extrem lauter Knall“: Unbekannte sprengen Zigarettenautomat in Reichling
Ein lauter Knall hat in der Nacht auf vergangenen Sonntag die Reichlinger aufgeschreckt. Unbekannte Täter waren dem Zigarettenautomat in der Flößerstraße mit rabiaten …
„Extrem lauter Knall“: Unbekannte sprengen Zigarettenautomat in Reichling
Der „Komak“-Star von nebenan
Multitasking ist Frauensache, heißt es. Doch auch unter Männern gibt es manchmal wahre „Multitalente“. Das beweist der Peitinger Ehsan Montaseri. Als berufstätiger …
Der „Komak“-Star von nebenan
Kreistag beschließt Nachtragshaushalt - Debatte über teure Vorhaben
Der Beschluss über den Nachtragshaushalt des Landkreises sorgte im Kreistag kurz vor den Kommunalwahlen für eine Debatte über die zahlreichen Vorhaben, die in Zukunft …
Kreistag beschließt Nachtragshaushalt - Debatte über teure Vorhaben

Kommentare