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Empathisches Zuhören: Die Gesprächspartner versetzen sich in ihr jeweiliges Gegenüber hinein.

Kulturwandel in der Wirtschaft 

Initiative bietet mehr Raum zum Denken

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Ein Kulturwandel in der Wirtschaft ist das Ziel der Schongauer Initiative Denkraum 21, die seit mehr als einem Jahr mit ihren Gästen bei Themenabenden neue Wege einschlägt.

Schongau – Denkraum21- Initiator Ralf Schnabel war Vertriebsleiter eines weltweit operierenden Konzerns, heute berät er Unternehmen und coacht auch Schüler. Der 53-jährige sagt Sätze wie „Geld darf Mittel sein, aber kein Zweck“. Er ist der Meinung, „dass Wirtschaften dem Gemeinwohl dienen sollte“. Und sein Credo lautet „gesundes Wirtschaften mit Haltung“. Die dunkle Seite der Wirtschaft hat der Schongauer während seiner früheren beruflichen Tätigkeit kennenlernen müssen: Er erinnert sich an Manager, die schamlos logen. Für sie zählte nur das Bilanz-Ergebnis. Wertschätzung, gegenseitiges Vertrauen und Verbundenheit mit ihren Mitarbeitern waren ihnen fremd.

Dort setzt die Initiative Denkraum 21 an, die Schnabel gemeinsam mit dem Augsburger Werbeagentur-Chef Winfried Skarke ins Leben gerufen hat. In loser Folge laden die beiden Entscheidungsträger und Experimentierfreude aus allen Gesellschaftsbereichen zu wechselnden Veranstaltungsformaten ein. Das Ziel jedes Abends: Ein Austausch auf Augenhöhe. Es wird gemeinsam reflektiert und nachgedacht über die „neue Kultur des Wirtschaftens“.

Ehrlicher Dialog

Eine wichtige Übung ist bei den Treffen zum Beispiel das „empathische Zuhören“, erklärt der 53-Jährige. Dabei geht es nicht nur darum, seinem Gegenüber drei Minuten am Stück zuzuhören, ohne ihn zu unterbrechen. Der Zuhörer versetze sich auch in seinen Gesprächspartner hinein, erklärt Schnabel den ehrlichen Dialog.

100 Adressen hat der Schongauer in seinem Einladungs-Verteiler, bis zu 40 Gäste kommen zu den einzelnen Abenden, regelmäßig dabei sind 15. Darunter ist laut Schnabel zum Beispiel auch fast immer der Hirschvogel-Werksleiter Albert Kaes.

Zuletzt hatte sich die Runde mit dem Thema „Wirtschaften in Verbundenheit“ beschäftigt. Die Teilnehmer waren sich einig, dass der Weg zu mehr Verbundenheit in der Organisation vor allem Wertschätzung benötigt. Deshalb geht es nun das nächste Mal, am Montag, 24. April, um „Wandel durch Wertschätzung“. Los geht’s um 19 Uhr im Bauforum Oberland (Wilhelm-Köhler-Straße 50) in Schongau. Zur Kostendeckung für Raummiete, Catering und Getränke wird ein „Wertschätzungsbeitrag“ von 15 Euro erhoben. Verbindliche Anmeldungen nimmt die Initiative per Mail unter wir@denkraum21.de. entgegen.

Infos:

www.denkraum21.de

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