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Mit Vertretern aller Fraktionen des Stadtrats, der ausführenden Baufirma sowie Architekten Martin Hofmann (links) und Martin Blockhaus (Tiefbau Stadtbauamt, re.) eröffnete Bürgermeister Falk Sluyterman den Weg am Bahnberg.

Sanierung Bahnberg

„Schongau ist die Stadt der kurzen Wege“

Die Arbeiten am Bahnberg sind beendet – vorerst zumindest: Zeitnah soll das letzte Teilstück des Weges bis zum Stadttor in Angriff genommen werden.

Schongau – Bestandsvermessungen im Jahr 2008, erste Planungskonzepte drei Jahre später, auf die lange Diskussionen im Stadtrat folgten und die Frage, ob sich die Agentur für Arbeit im Buchenweg ansiedelt. Ein langer Vorlauf – dann ging es, trotz schwieriger Baubedingungen, doch recht schnell: Nach Baubeginn im April wurde der neu gestaltete Weg am Schongauer Bahnberg offiziell wiedereröffnet. 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. „Es ist ganz klar die Handschrift des Architekten Martin Hofmann zu erkennen“, betont Martin Blockhaus, im Stadtbauamt für den Tiefbau zuständig. Ins Auge fällt: Die Breite des Weges ist im Vergleich zu vorher etwas schmäler und eine neue Rinne für Regenwasser wurde angelegt sowie das Gefälle des Weges nivelliert. Das beträgt nun durchgängig 15 Prozent Neigung, die steilen Stellen mit bis zu 25 Prozent gehören der Vergangenheit an. Im unteren Bereich zum Kindergarten Regenbogen hin sind es 18 Prozent Neigung. Durch eine Anhebung des Parkplatzes des Kindergartens konnten die alten Treppenstufen entfernt werden. Für Gehandicapte bleibt der Weg aber nach wie vor eine Herausforderung.

Anregungen des Seniorenbeirats flossen in die Planung mit ein

 Auf Anregung des Seniorenbeirats sind die drei Sitzgelegenheiten so gestaltet, dass der Zugang mit einem Rollator gewährleistet ist. „Der Handlauf des Metallgeländers ist gerade so dick, dass er bequem umfasst werden kann“, erklärt Blockhaus. Ein zusätzliches Plus an Sicherheit im Gegensatz zum alten Holzgeländer und dazu noch deutlich wartungsärmer. 

„Einfach war die Baustelle nicht“, konstatiert Architekt Martin Hofmann. Grund dafür waren Hangquellaustritte, das steile Terrain im Allgemeinen und natürlich die Tatsache, dass Transporte nur einspurig über den Buchenweg möglich waren. 

Der sanierte Weg wird gut angenommen

Die Mühen haben sich gelohnt, denn der Weg wird gut angenommen. „Um ehrlich zu sein, waren die Leute auch während der Bauphase kaum aufzuhalten“, scherzt Hofmann. Einer dieser Unaufhaltbaren war Bürgermeister Falk Sluyterman. „Ich habe in dem Moment gar nicht darüber nachgedacht, die Zeit drängte und ich musste zum Zug“, gibt er schmunzelnd zu. Für ihn stellt die Fertigstellung des Parkplatzes am Buchenweg und des Weges am Bahnberg eine große Verbesserung für Pendler und die Stadt dar: „Schongau ist die Stadt der kurzen Wege“, lautet daher das Fazit des Bürgermeisters.

 Er bedankte sich bei dieser Gelegenheit bei der Regierung von Oberbayern, die das Sanierungsprojekt mit 80 Prozent fördert. Die Kosten für den Weg belaufen sich auf 223 000 Euro. Hinzukommen 30 000 Euro für das Geländer und 37 000 Euro für die neue LED-Beleuchtung. 

Realisierungsplan: Entscheidung steht noch aus

Übrigens wer sich jetzt fragt, warum der Weg nicht bis zum Stadttor erneuert wurde: Dieses Stück soll zeitnah in Angriff genommen werden, doch es zählt bereits zum näheren Umfeld der Stadtmauer. Und da steht bekanntlich noch die abschließende Entscheidung zum Realisierungsplan zur Verschönerung der Stadtmauer aus. 

Von Franziskus Reich

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