Schneller als Tempo 30 ist in der Peitinger Straße zwischen Mühlkanalbrücke und UPM nicht mehr erlaubt.
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Schneller als Tempo 30 ist in der Peitinger Straße zwischen Mühlkanalbrücke und UPM nicht mehr erlaubt. Grund sind laut Staatlichem Bauamt tiefe Spurrinnen. Diese werden erst mit dem Ausbau der Straße 2022 behoben.

Tiefe Spurrinnen

Jahrelang nur Tempo 30? Staatliches Bauamt verteidigt neue Regelung in der Peitinger Straße

  • Jörg von Rohland
    vonJörg von Rohland
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Sehr beschaulich geht es seit einigen Wochen auf der Peitinger Straße zwischen Mühlkanal- und Lechbrücke in Schongau zu. Und an der Tempo-30-Regelung wird sich auch so schnell nichts ändern.

Schongau – Zuletzt hatten sich einige Leser verwundert an die Heimatzeitung gewandt. Sie halten das Tempo-Limit von 30 km/h für übertrieben. Andreas Lenker, Abteilungsleiter im Staatlichen Bauamt, sieht das nicht so. Die Spurrinnen seien tief, das Wasser bleibe darin stehen. Und wenn dann ein Auto oder Lkw mit Tempo 50 durchfahre, „spritzt es auf die Fußgänger und in die Anwesen“. Obendrein sei das Tempo-Limit ein Schutz für Roller- und Motorradfahrer. Sie könnten nur schwer erkennen, dass das Wasser so tief in Spurrinnen steht. Deshalb hat das Staatliche Bauamt die Geschwindigkeitsbegrenzung angeordnet. Die Schilder werden erst wieder verschwinden, wenn die Peitinger Straße ausgebaut ist.

Eigentlich hätte das Staatliche Baumt schon im kommenden Jahr mit dem Ausbau der Peitinger Straße loslegen können. Wie Andreas Lenker auf Anfrage erklärt, wollte die Stadt Schongau aber den leidgeprüften Anwohnern eine Atempause gönnen. Bekanntlich haben die Anlieger nach dem Abbruch und Ersatzbau der Mühlkanalbrücke eine nervenaufreibende Zeit hinter sich. Deshalb geht es mit dem Straßenausbau zwischen den beiden Schongauer Brücken jetzt erst im Frühjahr 2022 los. Wie berichtet, soll dabei auch die Papierfabrik (UPM) auch eine neue Zufahrt erhalten.

Dass der Ausbau erst ein Jahr später beginnt ist fürs Staatliche Bauamt kein Beinbruch. Man habe mehr Zeit für die Vorbereitung und Ausschreibung, heißt es. Mehr Kopfzerbrechen bereitet dem Abteilungsleiter die Finanzierung. In der Corona-Krise leeren sich die Kassen, und auch UPM wird sich an den Ausbaukosten beteiligen müssen. Von dort habe man gehört, dass es einen Investitionsstopp geben könnte, berichtet Lenker.

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