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Die Unfallstelle auf der Umgehungsstraße westlich von Schongau. Feuerwehrleute säuberten die Fahrbahn.

Nadelöhr Schongau

Unfall auf Umgehung löst erneut Verkehrschaos aus

Auf der Umgehungsstraße bei Schongau-West in Richtung Lechtalbrücke gab es am Samstag einen Unfall. Weil auch die Kanalbrücke Richtung Peiting gesperrt ist, kam es zu langen Staus.

Schongau – Wenn es auf der Umgehungsstraße kracht, dann bricht in Schongau der Verkehr zusammen – mit der Folge von kilometerlangen Staus. Am vergangenen Samstag erlebten die Autofahrer wieder einmal so einen Fall. Die einspurige Behelfsbrücke über den Lechkanal war dem zusätzlichen Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen – und somit das Chaos wieder einmal perfekt.

Auslöser war ein Verkehrsunfall mit zwei leicht verletzten Personen am Samstagvormittag, gegen 10.20 Uhr, auf der Umgehungsstraße (B 17) bei Schongau-West in Richtung Lechtalbrücke.

Aufgrund des ohnehin hohen Verkehrsaufkommens stockte der Verkehr zur Unfallzeit. Ein 37-jähriger Tourist aus Japan musste verkehrsbedingt abbremsen. Dies erkannte eine 77-jährige Autofahrerin aus Hohenpeißenberg zu spät, sodass sie auf den Pkw des Japaners auffuhr. Dieser wurde durch den Zusammenstoß auf die Gegenfahrbahn geschoben.

Ein entgegenkommender 21-jähriger Fahrzeugführer aus Gersthofen konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und streifte den Pkw des Japaners. Der Japaner und dessen Beifahrer, ein ebenfalls 37-jähriger Tourist aus Japan, erlitten bei der Kollision leichte Verletzungen und kamen zur ambulanten Behandlung in das Krankenhaus Schongau. Allen anderen Unfallbeteiligten blieben unverletzt. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von ca. 5300 Euro. 

Nadelöhr Schongau: Auch die Kanalbrücke Richtung Peiting ist gesperrt

Die Baumaßnahmen an der Kanalbrücke in Schongau ziehen sich bekanntlich noch mehrere Wochen hin. In dieser Zeit fließt der Verkehr in Richtung Schongau einspurig über die Behelfsbrücke. Bei Ampelschaltung für den Gegenverkehr kommt es verkehrsbedingt zu längeren Staus.

Der raschen Reaktion und Arbeit der Polizei bei der Unfallaufnahme sowie des Einsatzes der Feuerwehr, die die Schadfahrzeuge am vergangenen Samstag per Muskelkraft von der Fahrbahn zogen, ist es zu verdanken, dass der Verkehr nach relativ kurzer Zeit wenigstens einseitig an der Unfallstelle vorbei geleitet werden konnte. Trotzdem stauten sich die Fahrzeuge auf der B 17 bis zur Abfahrt Altenstadt und auf der B 472 bis zur Lechtalbrücke. Der aus Richtung Marktoberdorf kommende Verkehr wurde wurde im Reißverschlussverfahren eingefädelt. 

mg  

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