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Das ehemalige Josephsheim in der Schongauer Altstadt wird das neue Domizil der Kleiderkammer. Allerdings sind die Räume dann im ersten Stock.

Aus dem Bauausschuss

Kleiderkammer zieht ins Josephsheim

  • Elke Robert
    vonElke Robert
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Die Kleiderkammer Schongau kann umziehen: Von den beengten Räumlichkeiten im Köhlerstadel geht es nun in die Liedlstraße ins Josephsheim. Aber nur vorübergehend.

Schongau– Im Josephsheim in der Altstadt kann der Helferkreis Schongau Räumlichkeiten im ersten Stock nutzen und die ehemaligen Büros umfunktionieren in eine neue Kleiderkammer. Darüber informierte Bernd Liebermann im jüngsten Bau- und Umweltausschuss, der über eine Nutzungsänderung abstimmen musste. Allerdings ist dies nur eine vorübergehende Lösung.

Lob seitens der Stadträte

Großes Lob kam für die Pläne seitens der Stadträte: „Schön, dass wir jetzt über das Thema sprechen, die Kleiderkammer platzt aus allen Nähten“, so etwa Kornelia Funke (CSU). Sie erkundigte sich nach der zeitlichen Schiene des Projekts. Der Umzug sei für August terminiert, wusste Stadtbaumeister Sebastian Dietrich. Seine Ausführung machte jedoch deutlich, dass es sich nicht um eine Lösung auf Dauer handelt, wohl schon in absehbarer Zeit ein neues Domizil für die Kleiderkammer gesucht werden muss. Denn für die Fläche des Josephsheims ist die Stadt bekanntlich dabei, einen quartiersbezogenen Bebauungsplan aufzustellen, um das Grundstück entwickeln zu können und dann im Bieter-Verfahren zu verkaufen. Das Bebauungsplan-Verfahren pausiere aber derzeit, informierte Dietrich. Er schätzt, dass die Büroräume für die Kleiderkammer mit Sicherheit zwei bis drei Jahre zur Verfügung stehen. So lange dauere es, bis der Baugrund dort entwickelt werden könne. Die Stadt nutzt das Gelände derzeit, um Bürgern, die in Wohnungsnot geraten sind, aushelfen zu können.

Kann nur temporäre Lösung sein

Dass es sich nur um eine temporäre Lösung handelt, bemängelte auch Ilona Böse. „Wir hätten genügend Leerstand in der Altstadt“, so die SPD-Stadträtin, die als Beispiel die Räumlichkeiten der Sparkasse am Marienplatz ansprach. Den Umzug in die Altstadt befürwortete sie aber ganz klar. „Diese Kleiderkammergeschäfte sind in vielen Städten in guter Lage.“

„Die Situation mit dem Lager der Kleiderkammer ist einfach nicht mehr zumutbar“, befürwortete auch Bettina Buresch (Grüne) neue Räume für die Kleiderkammer, sah allerdings das Josephsheim nicht als ideal an. Die Büros, die genutzt werden können, liegen im ersten Stock und sind nicht barrierefrei erreichbar. „Da muss man dann vielleicht menschlich helfen, wenn der Fall eintritt, dass jemand nicht in den ersten Stock gelangen kann“, so Buresch. Ilona Böse stieß ins gleiche Horn, sah Probleme vor allem auch für Mütter mit Kinderwagen.

Umzug voraussichtlich im August

Mit dem Umzug der Kleiderkammer in die Altstadt werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, denn auch das Jugendzentrum bekommt seine ursprünglichen und dringend benötigten Räume zurück. Der Bau- und Umweltausschuss stimmte der Nutzungsänderung einstimmig zu. Eigentlich war der Umzug bereits für das Frühjahr geplant gewesen, hatte sich aber wegen Corona verzögert.

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