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Gefördert wird auch die Notfallversorgung am Schongauer Krankenhaus, im Bild der Schockraum während der großen Katastrophenübung im Herbst 2018. 

Für Geburtshilfe und Notfallversorgung

Hoher Zuschuss: Krankenkassen greifen Schongauer Klinik unter die Arme 

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Das Schongauer Krankenhaus bekommt eine Finanzspritze über 400.000 Euro. Außer dem Klinikum in Garmisch-Partenkirchen werden sonst vor allem ostbayerische Kliniken mit Zuschüssen bedacht. Sichergestellt werden sollen vor allem Geburtshilfe und Notfallversorgung. 

Schongau – Bundesweit sollen erstmals ab dem kommenden Jahr 120 Kliniken einen sogenannten Sicherstellungszuschlag erhalten. Damit wird vor allem eine bessere Versorgung im ländlichen Raum unterstützt. Die insgesamt knapp 50 Millionen Euro kommen von den Krankenkassen. Auf die aktuelle Liste der zu fördernden Häuser haben sich jetzt Deutsche Krankenhausgesellschaft, der GKV-Spitzenverband und der Verband der Privaten Krankenversicherungen geeinigt. Die Gelder werden einmal jährlich ausbezahlt und die Liste von Jahr zu Jahr aktualisiert.

„Dass wir ausgewählt werden, davon hatte ich bereits gehört, aber ich habe noch keinen offiziellen Bescheid“, reagiert Thomas Lippmann, Geschäftsführer der Krankenhaus GmbH noch etwas zurückhaltend, freut sich aber insgesamt über die derzeitige Unterstützung auf politischer Ebene. Sowohl die Geburtshilfe als auch die Notfallversorgung in Schongau könnten Zuschüsse gut gebrauchen. 

Die Geburtshilfe, die einzige im Landkreis, hat mittlerweile ein großes Einzugsgebiet, schreibt aber dennoch ein Defizit von rund einer Million Euro jährlich. Dieses hat der Landkreis zu tragen. „Die Notfallaufnahme ist auch defizitär“, betont Lippmann. Rund 35 Euro pro Patient könne abgerechnet werden, „das kann sich jeder leicht ausrechnen, dass dies eine erhebliche Unterdeckung ist“. Genau beziffern kann Lippmann das Defizit für die Notaufnahme nicht, da selektiere man nicht die einzelnen Bereiche. „Das Krankenhaus ist ein Gesamtkonstrukt, da machen wir keine Rosinenpickerei; wir sollten uns das gesamte Krankenhaus leisten können“, so der Geschäftsführer.

„Schongau nimmt schon eine besondere Rolle ein“, betonte Isa Berndt, bei der Krankenhaus GmbH für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn habe dafür gesorgt, dass in der Notfallversorgung höhere Qualitätskriterien erfüllt werden müssten, da gebe es auch eine Verantwortung, dies finanziell zu unterstützen. Spahn bezeichnete den Sicherstellungszuschlag am Montag als „unbürokratische, konkrete und wirksame Hilfe für den ländlichen Raum“. Ein Krankenhaus vor Ort sei für viele Bürger „ein Stück Heimat“, so Spahn.


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