+
Architekt Lothar Ragaller erklärt Désirée Neumaier, Leitung Notaufnahme, was bei der Sanierung geplant ist.

Alles muss raus 

Krankenhaus-Sanierung: Notaufnahme wird zur Baustelle - „Können kein einziges Kabel mehr verwenden“

Bauarbeiter rücken bald in der Notaufnahme des Schongauer Krankenhauses an - die Räume entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik. Übernommen werden kann nur wenig.

  • Bauarbeiter rücken bald im Krankenhaus in Schongau an.
  • Die Notaufnahme muss saniert werden - die Räume stammen aus den 70er Jahren.
  • Von den alten Räumen wird nicht viel übrig bleiben.

Schongau – „Die Raumsituation soll komplett verbessert werden“, erklärt Lothar Ragaller, Technischer Leiter der Krankenhaus GmbH, bei einem Ortstermin. Gipsraum, Schockraum und Behandlungsraum, die noch aus den 70er Jahren stammen, müssen dabei komplett entkernt werden. Diese werden dann technisch auf den neuesten Stand gebracht.

Sanierung im Krankenhaus Schongau: Neu dazu kommt ein septischer Behandlungsraum

Eingerichtet wird außerdem ein septischer Behandlungsraum. In diesem Zuge möchte Ragaller die Notaufnahme vom restlichen Krankenhausbetrieb komplett abschotten, soweit dies möglich ist. Noch ist dieser Bereich ein richtiggehender Verkehrsknotenpunkt, an dem sowohl andere Patienten als auch Besucher vorbeigehen oder über den Fahrstuhl ankommen. Das soll künftig nicht mehr so sein: „Wir bauen Türen mit Milchglas ein, um die Intimitäten der Patienten zu gewährleisten und eine Ruhezone herzustellen.“

Baustelle im Krankenhaus in Schongau: 340 Quadratmeter werden saniert

Nach der Beschreibung des Architekten bleibt auf rund 340 Quadratmetern von den alten Räumen nicht mehr viel übrig, alles muss raus, inklusive der Technik und der Decken. Eine eigene Lüftungs- und Kühlanlage wird ebenfalls eingebaut. Allein diese verschlingt schon 300 000 bis 400 000 Euro, schätzt Ragaller. „Wir können kein einziges Kabel mehr verwenden.“ Insgesamt darf die Baumaßnahme maximal 1,8 Millionen Euro kosten, so hoch sind die Fördergelder. Der Landkreis wird mit der Maßnahme nicht belastet.

Bauarbeiter in Notaufnahme: Arbeiten dauern etwa ein halbes Jahr

Planer und Fachleute sind bereits in enger Abstimmung, „am liebsten würde ich noch in diesem Jahr beginnen, aber das kommt auf die Firmen an, man kriegt kaum Leute“. Ragaller rechnet damit, dass die gröbsten Arbeiten spätestens nach einem halben Jahr abgeschlossen sind.

Und das könnte Sie auch interessieren:

Die Generalsanierung der Mittelschule Schongau könnte die Stadt eine Menge Geld kosten

Sie wollten nur die Weihnachtsbeleuchtung aufhängen, dann fuhren sie mit der Hebebühne gleich zum Feuerwehreinsatz

Wie wollen keinen Funk-Wasserzähler? In Schongau können Sie Einspruch einlegen 

Und hier finden Sie weitere Berichte aus der Region

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Feuerteufel-Verdächtige nach Brandserie in U-Haft - Doch jetzt brennt wieder ein Stadel
Nach der verstörenden Brandserie im Landkreis Weilheim-Schongau und im Nachbarlandkreis sitzen mehrere Verdächtige in U-Haft - doch nun brennt ein weiterer Stadel.
Feuerteufel-Verdächtige nach Brandserie in U-Haft - Doch jetzt brennt wieder ein Stadel
Bürgermeisterwahl 2020 in der Region Schongau: Alle Wahlen und Kandidaten
Am Sonntag, 15. März 2020 finden die nächsten Bürgermeisterwahlen in Bayern statt. Hier finden Sie alle Bürgermeister-Kandidaten in der Region Schongau.
Bürgermeisterwahl 2020 in der Region Schongau: Alle Wahlen und Kandidaten
Verstörende Brandserie: Chronik der Ereignisse mit Karte - Neuer Brand nach Festnahme
Eine beispiellose Brandserie hält die ganze Region Lechrain, Schongau und Weilheim in Atem. Landwirte leben in Angst. Die Kripo ermittelt. Eine Bilanz mit Karte.
Verstörende Brandserie: Chronik der Ereignisse mit Karte - Neuer Brand nach Festnahme
Großartiges Treibhaus-Theater in Herzogsägmühle: Wenn der Vorname zum Streitthema wird
Insgesamt sechs Mal hat der Theaterverein Treibhaus sein neuestes Stück „Der Vorname“ im Rainer-Endisch Saal in Herzogsägmühle gezeigt. Die glänzend besetzte …
Großartiges Treibhaus-Theater in Herzogsägmühle: Wenn der Vorname zum Streitthema wird

Kommentare